Verfahren

  Juve Plus Untersuchungsbericht von Quinn Emanuel

Der Skandal um Korruptionsvorwürfe im Weltfußballverband Fifa erreicht eine neue Dimension: Ex-Fifa-Präsident Joseph Blatter und zwei weitere frühere Top-Funktionäre, darunter ein Deutscher, sollen sich demnach rund 80 Millionen Schweizer Franken an überzogenen Gehaltszahlungen zugeschlagen haben. Dies gaben in einem Zwischenbericht am vergangenen Freitag Anwälte der Kanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan bekannt, die eine interne Untersuchung beim Weltfußballverband leiten.

  Juve Plus Forderungen an Rehazentren

Fernsehsendungen in Gemeinschaftsräumen von Rehazentren sind abgabenpflichtig. Das hat der EuGH entschieden und damit geltende EU-Richtlinien präzisiert. Die Ausstrahlung dort sei eine öffentliche Wiedergabe und gleichzusetzen mit der in Gaststätten oder Hotels.

  Juve Plus Krankenkassen

Apotheker, Hersteller und Krankenkassen führen in Deutschland einen Dauerstreit über Arzneimittelpreise. Nun hat sich der Europäische Gerichtshof gleich zwei Mal damit befasst. Während ein Urteil die Vergabe von Rabattverträgen durch Krankenkassen nach dem sogenannten Open-House-Modell für zulässig erklärte, könnte ein weiteres Verfahren eine Wende einleiten: Die Preisbindung bei verschreibungspflichtigen Medikamenten verstößt laut Generalanwalt gegen Europarecht. Folgt das Gericht den Schlussanträgen, könnte das den beschaulichen deutschen Apothekenmarkt aufmischen.

  Juve Plus Schiedsverfahren

Im Streit zwischen zwei Medizintechnik-Herstellern mit gemeinsamer Vergangenheit hat ein Londoner Schiedsgericht weitgehend zugunsten des deutschen Unternehmens Humediq entschieden. Die schwedische Elekta wollte einen exklusiven Liefervertrag für ungültig erklären lassen und warf dem Humediq-Gründer arglistige Täuschung vor. Das Schiedsgericht stellte aber fest: Die Kündigung des Liefervertrags war nicht korrekt. Elekta muss knapp neun Millionen Euro plus Zinsen an Humediq zahlen.

  Juve Plus Onlinehandel und Selektivvertrieb

Auch zwischen Händlern und Herstellern kommt es regelmäßig zu Streitigkeiten um stationären Handel und Onlinehandel. Denn Hersteller bestimmter Produkte dürfen ihre Händler in Deutschland einschränken, um einen Qualitätsstandard beim Vertrieb zu gewährleisten. Das könnte sich bald ändern. Das OLG Frankfurt hat kürzlich dem Europäischen Gerichtshof Fragen zum Selektivvertrieb vorgelegt, die Kernfragen des Onlinehandels berühren.

  Juve Plus Musiksampling

Das Urheberrechtsverfahren um das in der Hip-Hop-Musik übliche Sampling muss neu aufgerollt werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden und damit der Verfassungsbeschwerde einer Gruppe von Musikern um den Produzenten Moses Pelham stattgegeben. Es war die erste mündliche Verhandlung des Verfassungsgerichts zu einem urheberrechtlichen Thema.

  Juve Plus Kartellverfahren

Die Deutsche Bahn benachteiligt Wettbewerber beim Fahrkartenvertrieb und muss deshalb umfangreiche Änderungen an ihrer bisherigen Praxis vornehmen. Dazu verpflichtete sie sich gegenüber dem Bundeskartellamt, das darauf jetzt ein Verfahren gegen den Konzern einstellte.

  Juve Plus Sal. Oppenheim

120 Millionen Euro fordert die Deutsche Bank von dem ehemaligen Sal. Oppenheim-Banker Matthias Graf von Krockow. Es geht um Schadensersatz für Geschäfte der Privatbank Sal. Oppenheim aus dem Jahr 2009. Mit anderen ehemaligen Top-Bankern sollen Vergleichsgespräche laufen. Nun wechselt von Krockow die Anwälte: Mit Bub Gauweiler kommt die Kanzlei ins Mandat, die der Deutschen Bank im Kirch-Prozess zehn Jahre das Leben schwer machte.

  Juve Plus Sal. Oppenheim

Monate nach dem erstinstanzlichen Urteil gegen ehemalige Gesellschafter der einstigen Kölner Privatbank Sal. Oppenheim hat die Kölner Staatsanwaltschaft auch den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden der Bank, Georg Baron von Ullmann, angeklagt. Sie wirft ihm Untreue in besonders schwerem Fall vor, da er nicht gegen einen Immobiliendeal der Bank vorgegangen sei, der diese letztlich Millionen gekostet haben soll.

  Juve Plus Streit beim Ärzteverband

Die krisengeschüttelte Kassenärztliche Bundesvereinigung muss bis Ende Mai Beschlüsse zur Aufarbeitung ihrer finanziellen und personellen Skandale gefasst haben. Sonst wird der Bundesgesundheitsminister als Rechtsaufsicht einen Staatskommissar zur Leitung des Verbandes einsetzen. Zur Aufarbeitung gehören auch juristische Auseinandersetzungen und neue Gutachten um möglicherweise überhöhte Bezüge, Pensionszahlungen, Mietkostenzuschüsse und umstrittene Immobiliengeschäfte.

  Juve Plus EnBW-Schiedsverfahren

Der französische Energiekonzern Electricité de France (EdF) muss die milliardenschwere EnBW-Beteiligung nicht zurücknehmen und dem Land Baden-Württemberg auch keine 840 Millionen Euro zahlen. Umgekehrt steht aber EdF auch keine Entschädigung durch das Bundesland zu. Dies hat das Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer (ICC) in Paris entschieden.