Die Anleiheemissionen wurden zusammen mit BNP Paribas, HSBC und JP Morgan strukturiert. Bei der Platzierung der Euro-Anleihe wirkte auch die spanischen Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA), die Royal Bank of Scotland und der italienischen UniCredit als Konsortialbanken mit.
Die nachrangigen Hybridanleihen sind an der Luxemburger Börse registriert. Aufgrund ihrer Struktur wird die Hälfte des Volumens von den Ratingagenturen jeweils als Eigenkapital anerkannt. Auch Bayer, Siemens und Volkswagen lancierten schon langlaufende Hybrid-Papiere, um ihre Kapitalausstattung zu optimieren. Das Rückzahlungsfenster für die EnBW-Anleihe öffnet sich erstmalig fünf Jahre nach dem ersten Zinszahlungszeitpunkt.
Berater EnBW
Clifford Chance (Frankfurt): Sebastian Maerker (Federführung); Associate: Dr. Said Ashrafnia, Dr. Christian Köhler (alle Bank – und Kapitalmarktrecht)
Ernst & Young (Stuttgart): Rüdiger Wutzel (Steuern)
Inhouse Recht (Stuttgart): Dr. Eike Wissmann (Leiter Recht Konzern, Support & Versicherungen), Martin Düker (Aktien- und Kapitalmarktrecht)
Inhouse Steuern (Stuttgart): Dr. Gerd Gutekunst (Leiter Steuern)
Berater Banken
Linklaters (Frankfurt): Peter Waltz, Dr. Gabriele Röhl – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Als EnBW 2011 eine Hybridanleihe platzierte, setzte sie auf ein Team von Freshfields Bruckhaus Deringer. Dieses Mal kam Clifford zum Zug, die auf Bankenseite schon die Finanzierungsstrategie von EnBW über das Euro Medium Term Notes-Programm (EMTN) betreut.
Die Clifford-Praxis hatten auch Volkswagen bei der Platzierung von milliardenschweren Hybridschuldverschreibungen beraten und ein Konsortium aus 26 Banken koordiniert, das Bayer 2014 bei der Emission zweier Hybridanleihen flankierte. Maerker wiederum half jüngst auch, als die Deutsche Bahn ihre erste Nullkupon-Anleihe lancierte.
Bei der EnBW-Transaktion kam bankenseitig das ebenso versierte Anleihen-Team von Linklaters zum Einsatz, das auch regelmäßig an der Seite von ausgebenden Unternehmen steht. Ihr Frankfurter Partner Waltz begleitete in diesem Frühjahr beispielsweise den jungen Großkonzern Covestro bei seiner ersten Anleihe-Emission und ist auch regelmäßig bei Kapitalmaßnahmen von österreichischen Firmen eingebunden.