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Eine lange Suche hat ein Ende: Der Hamburger Breitbandanbieter Hansenet hat mit dem spanischen Telekommunikationskonzern Telefónica einen Käufer gefunden. Mit 900 Millionen Euro zahlen die Spanier dabei weniger als von Experten erwartet an die italienische Hansenet-Muttergesellschaft Telecom Italia.

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Der Großmotorenhersteller Tognum trennt sich von seiner Gelenkwellensparte Rotorion. Käufer ist der Autozulieferer IFA aus Haldensleben in Sachsen-Anhalt.

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Der Oberhausener Messtechnikhersteller NanoFocus hat den Geschäftsbereich Siscan von der Siemens-Tochter Electronics Assembly Systems übernommen.

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Es war zwar nicht die teuerste Transaktion des Jahres, aber sie erregte bislang mit die größte öffentliche Aufmerksamkeit. Ganz typisch also für einen Sommerschlussverkauf. Denn mit einem nächtlichen Verhandlungsmarathon, den ein Beteiligter als „heißen Ritt“ bezeichnet, ging in den frühen Morgenstunden des 28. Juli das deutsche Abenteuer von Wal-Mart zu Ende. Der Düsseldorfer Handelsriese Metro übernahm alle 85 Filialen der US-Kette hierzulande und will daraus bis Ende 2008 Märkte seiner angeschlagenen Tochter Real machen.

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Der Essener Mischkonzern Evonik hat eine Anleihe über 750 Millionen Euro begeben. Das Papier hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird mit sieben Prozent verzinst. Die Deutsche Bank, HSBC, The Royal Bank of Scotland sowie die UniCredit Group begleiteten die Transaktion federführend. Daneben gehörten auch die Commerzbank, die DZ Bank und die WestLB zum Konsortium. Für den Evonik-Konzern war es die erste Anleihe überhaupt, die das Unternehmen platzierte. Kernstück und bekannteste Marke des Konzerns, der zuletzt knapp 16 Milliarden Euro umsetzte, ist das Spezialchemieunternehmen Degussa.

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Der Bridge Equity Fonds des Immobilieninvestors E&G Financial Services, einer Tochter des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger, hat 50 Prozent an der Projektgesellschaft für das Baufeld MK 3 im Münchner Arnulfpark erworben. Verkäufer im Rahmen eines gemeinsamen Joint Ventures war Vivico Real Estate, das Projektvolumen liegt bei knapp 100 Millionen Euro. Auf dem Areal soll ein Bürogebäude entstehen. Der Projektentwickler Vivico gehört seit Anfang 2008 der österreichischen CA Immo.

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Der Metro-Gründer Otto Beisheim hat seine Beteiligung an Deutschlands größtem Handelskonzern deutlich reduziert. Der Großaktionär platzierte 17 Millionen Aktien bei nationalen und internationalen Investoren und erlöste dadurch nach Presseberichten rund 600 Millionen Euro. Die Unicredit begleitete die Transaktion. Beisheim stieß damit rund 5,2 Prozent aller Metro-Papiere ab. Sein Paket schrumpfte von rund 18,5 Prozent auf nur noch 13 Prozent der Anteile, für weitere 3,1 Prozent hat er Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Zum Metro-Firmenkonzern gehören neben den klassischen Großmärkten unter anderem auch die Kaufhof-Warenhäuser sowie die Ketten Media Markt, Saturn und Real. Dass der 85-Jährige Beisheim seine Beteiligung weiter abbaut, ist nicht überraschend, der Zeitpunkt kam für Marktexperten aber unerwartet früh. Er zog damit nun offensichtlich die Konsequenz aus seiner faktischen Entmachtung durch die beiden anderen Metro-Ankeraktionäre, die Familien Haniel und Schmidt-Ruthenbeck. In den vergangenen 40 Jahren hatten die Partner Metro zu einem der weltweit größten Handelskonzerne gemacht. Dabei bündelten die drei Familien ihre Stimmrechte in einem Pool, der vor allem die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte regelte und so eine gleichgewichtige Machtposition sicherte. 2007 zerbrach die Allianz, als Haniel die Beteiligung auf 34 Prozent aufstockte und sich mit den Schmidt-Ruthenbecks die Mehrheit am Unternehmen auch ohne Beisheim sicherte. Im September dieses Jahres hatte Beisheim dann die Poolvereinbarung gekündigt.