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  Juve Plus Bann gebrochen

Der chinesische Mobilfunkzulieferer Vtion Wireless Technology hat seine Premiere am Prime Standard der Frankfurter Börse gefeiert. Der vielbeachtete Börsengang des Herstellers von Mobilfunk-Datenkarten war der erste in dem streng regulierten Handelssegment nach mehr als einem Jahr Flaute.Seit dem IPO des Solarunternehmens SMA Solar im Juni 2008 hatte aufgrund der Finanzkrise kein Unternehmen mehr den Gang an den Prime Standard gewagt. Vtion erlöste knapp 57 Millionen Euro. Als Konsortialführerin agierte Sal. Oppenheim, weitere Konsortialbank war Macquarie Capital.

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Ein Investorenkonsortium aus dem Wiener Immobilienunternehmen Conwert und der Berliner Kronberg RE Deutschland hat für 67 Millionen Euro ein Wohnimmobilien-Portfolio in Berlin übernommen. Verkäufer war die kriselnde Colonia Real Estate. Insgesamt erwarben die beiden Käufer drei Objektgesellschaften mit 937 Wohnungen und 79 Gewerbeeinheiten mit einer Gesamtnutzungsfläche von 76.600 Quadratmetern.

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Der russische Atomkonzern ZAO Atomstroyexport hat das deutsche Unternehmen Nukem Technologies von deren Mutterkonzern Nukem gekauft. Nukem Technologies ist auf die Stilllegung nuklearer Anlagen, die Lagerung radioaktiver Abfälle und Ingenieurdienstleistungen in diesem Bereich spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt 200 Ingenieure und Physiker. Der Mutterkonzern Nukem will sich nach dem Verkauf wieder auf sein Kerngeschäft, die Vermarktung von Kernbrennstoffen, konzentrieren. Als Financial Advisor agierte die Gazprombank.

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Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat seine Mehrheitsbeteiligung an dem Schweriner Regionalversorger Wemag für 170 Millionen Euro verkauft. Bisher hielt Vattenfall 80 Prozent, diesen Anteil erwirbt nun zum Januar 2010 der Verband der bisherigen kommunalen Miteigentümer, der bereits die übrigen 20 Prozent hält. Dem Verband gehören insgesamt 268 Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg an. Einen Minderheitsanteil von 25,1 Prozent an Wemag veräußerte der Verband kommunaler Anteilseigner dabei an den fünftgrößten deutschen Energieanbieter Thüga, ein bundesweites Netzwerk von lokalen und regionalen Versorgern. Thüga ist erst seit wenigen Wochen selbst in Händen eines Konsortiums kommunaler Energieanbieter, zuvor gehörte das Unternehmen zum E.on-Konzerns. Wemag beschäftigt 500 Mitarbeiter und beliefert Kunden in Mecklenburg-Vorpommern und der Westprignitz. Das Bundeskartellamt muss die Transaktion noch genehmigen.

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Im Thüga-Deal übernahm Mainova-Chefjustiziar Dr. Kristian Kassebohm die rechtliche Projektleitung für 50 Energieversorger.Die Energieversorger standen Schlange: Alle wollten dabei sein, als E.on sich von einem Branchenschwergewicht, der Stadtwerke-Holding Thüga trennte. Am Ende waren es 50 kommunale und regionale Energieversorger, die als Konsortien Integra und Kom9, das Unternehmen für knapp 3 Milliarden Euro erwarben. Erstmalig gab es in Deutschland eine Transaktion mit so vielen Beteiligten – und erstmalig musste ein so praller Sack mit Flöhen gehütet werden. Umso erstaunlicher, dass nicht etwa eine der deutschen Top-Kanzleien die rechtliche Projektleitung übernahm. Stattdessen wählten die Geschäftsführungen der Konsortien Dr. Kristian Kassebohm, den Bereichsleiter Unternehmensentwicklung bei Mainova. Der 43-jährige steuerte alle rechtlichen Fragen der Integra und koordinierte die Arbeitsgruppe Recht beider Konsortien. Hinter Integra und Kom9 stehen 50 kommunale Energieversorger aus 16 Bundesländern, die zusammen etwa 25 Prozent des deutschen Gas- und 10 Prozent des Strommarktes abdecken. Sie agieren in klarer Rollenverteilung: Während zahlenmäßig der größte Anteil auf Kom9 entfällt, liegt die Kapitalkraft bei Integra, wozu die drei Regionalversorger Mainova, Enercity und N-ergie gehören.

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Für einen Schnäppchenpreis hat der Soester IT-Großhändler Actebis den Besitzer gewechselt. Der Düsseldorfer Investor Droege Capital erwarb das Unternehmen für 40 Millionen Euro von der angeschlagenen Starnberger Beteiligungsgesellschaft Arques Industries. Die hatte Actebis 2007 für 110 Millionen Euro von der Otto-Gruppe erworben. Finanzierende Bank war damals die Maple Bank, die nun ihren Kredit ablöste. Die Actebis-Gruppe ist mit 1.900 Mitarbeitern der drittgrößte IT-Distributor in Europa mit einem Umsatz von zuletzt 3,7 Milliarden Euro. Die zuständigen Behörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

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Die Münchner Beteiligungsgesellschaft Paragon Partners hat das Nachhilfenetzwerk Schülerhilfe übernommen. Das Gelsenkirchener Unternehmen war seit 1998 im Besitz der amerikanischen Gruppe Sylvan Learning und ist mit einem Umsatz von 85 Millionen Euro in 2008 der größte Anbieter von Nachhilfe im deutschsprachigen Raum. Es unterhält 1.100 Standorte in Deutschland und Österreich und ist zudem der größte Franchiseanbieter im Bildungsbereich. Laut Presseberichten soll Paragon Partners etwa die Hälfte der Kaufsumme aus Eigenkapital mobilisiert haben. Die andere Hälfte steuerten die WestLB sowie die Sparkassen Gelsenkirchen und Essen bei.

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Rückwirkend zum Jahresbeginn hat der Troisdorfer Maschinenbauer Reifenhäuser den Wormser Anlagenhersteller Kiefel Extrusion erworben. Verkäufer ist der Maschinenbaukonzern Brückner, der Kiefel im Frühjahr 2007 von der Wormser JM Gesellschaft für industrielle Beteiligungen übernommen hatte. Laut Presseberichten wird die neue Geschäftseinheit unter Reifenhäuser Kiefel Extrusion fimieren und ihren Hauptsitz in Worms haben. Kiefel ist im Kunststoffmaschinenbau tätig und erwirtschaftete mit rund 200 Mitarbeitern zuletzt einen Umsatz von 40 Millionen Euro.

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Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re hat seine europäische Reorganisation abgeschlossen. Der Schweizer Konzern bündelt sein Rück- und Erstversicherungsgeschäft nun in Form der Luxemburger Swiss Re Europe S.A. In dieser sind seit Beginn des vergangenen Jahres Rückversicherer aus acht europäischen Jurisdiktionen und seit diesem Sommer auch die beiden deutschen Gesellschaften Swiss Re Germany AG und Swiss Re Frankona verschmolzen worden. In den verschiedenen EU-Ländern agiert der Konzern seitdem nur noch über Zweigniederlassungen. Möglich macht dies der sogenannte EU-Passport, mit dem einheitliche regulatorische Vorgaben für Rückversicherer innerhalb der Europäischen Union geschaffen wurden. Laut Angaben der Swiss Re fiel die Wahl auf den Sitz in Luxemburg, weil sich dort auch der Sitz der Holding für Kontinentaleuropa befindet.

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Das Logistikunternehmen Simon Hegele hat das ausgelagerte Ersatzteilgeschäft der deutschen Tochter des schwedischen Haushaltsgeräteherstellers Electrolux übernommen. Die unter dem Namen Distriparts Deutschland laufende Sparte war 2005 als Ausgliederung des Lagerhandlings von Electrolux entstanden. Mit 200 Mitarbeiter an den Standorten Nürnberg und Rothenburg ist das Unternehmen für die Ersatzteilversorgung für Hausgeräte in ganz Europa zuständig. Zusammen mit dem Kaufvertrag vereinbarten die Hegele-Gruppe und Electrolux auch einen langfristigen Logistikvertrag.