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Der Essener Handels- und Touristikkonzern Arcandor spart in den kommenden drei Jahren rund 115 Millionen Euro per annum beim Personal ein. Dies sieht der sogenannte Zukunftspakt vor, den Management, Arbeitnehmervertreter und die Gewerkschaft Verdi ausgehandelt haben. Der Vertrag gilt für die rund 40.000 Beschäftigten der zentralen Unternehmensbereiche Karstadt und Primondo. Betroffen von den Einsparungen sind 30.000 Mitarbeiter der Kaufhaussparte Karstadt und 10.000 Beschäftigte der Versandhandelstochter Primondo, deren Kernmarke Quelle ist. Durch den Vertrag sollen die bestehenden Arbeitsplätze weitgehend gesichert werden.

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Die Deutsche Lufthansa will die östereichische Fluglinie Austrian Airlines (AUA) übernehmen. Die Transaktion soll in zwei Schritten erfolgen: Zunächst kauft Deutschlands größte Fluggesellschaft der staatseigenen Österreichischen Industrieholding (ÖIAG) 41,56 Prozent an der AUA ab.Der Preis für dieses Aktienpaket beträgt 366.000 Euro. Zudem soll ein Besserungsschein vereinbart werden, aus dem die Lufthansa einen Betrag von bis zu 162 Millionen Euro zahlt - je nach wirtschaftlicher Lage von AUA und der Entwicklung der Lufthansa-Aktie gegenüber den Kursen von Wettbewerbern. Lufthansa hat des Weiteren angekündigt, den Streubesitzaktionären ein öffentliches Übernahmeangebot zu unterbreiten.

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Infront Germany, eine Tochter der Schweizer Sportmarketing-Agentur Infront Sports & Media AG, hat neue, langjährige Vermarktungsverträge mit den Fußball-Bundesligisten Schalke 04 und Werder Bremen geschlossen.Der Vertrag mit Schalke läuft bis zur Saison 2017/18 und beinhaltet die Zusammenarbeit bei der gesamten Vermarktung der Veltins-Arena auch über Sportveranstaltungen hinaus. Die Vereinbarung mit den Bremern läuft sogar bis einschließlich der Saison 2018/19 und umfasst neben der Vermarktung der Werbeflächen im Weser-Stadion künftig auch die Vermarktung des Hauptsponsorings.

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Der zum Investor Warburg Pincus gehörende Luxemburger Telekommunikationsanbieter Mach hat das Roaming Service Bureau von World Cell gekauft. Das US-Unternehmen Worldcell bietet weltweit Mobilfunkdienste an. Das Roaming Service Bureau basiert auf einer patentierten Software von Worldcell, durch die auf internationaler Ebene die Nutzung und Abrechnung unterschiedlicher Mobilfunkstandards möglich ist. So betreut das Roaming Service Bureau mehrere hunderttausend Nutzer, zum Beispiel zur Abrechnung der weltweiten Nutzung von 'Blackberry'-Geräten des kanadischen Herstellers Research in Motion (RIM).

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Der niederländische Schienenverkehrsbetreiber NedRailways hat sämtliche Anteile an dem in mehreren Bundesländern aktiven Verkehrsunternehmen Abellio erworben und sich damit erstmals im ÖPNV in Deutschland engagiert. Verkäuferin ist der Private-Equity-Fonds Star Capital. Mit einer Minderheitsbeteiligung waren auch noch die EVV Essener Verkehrsgesellschaft sowie das Management beteiligt. Vor drei Jahren hatte Star Capital Abellio von der EVV gekauft. Das Unternehmen erwirtschaftete zuletzt mit 1.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von knapp 100 Millionen Euro.

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Die Berliner Private-Equity-Gesellschaft Capiton hat sich an der mittelständischen Fruitwork-Gruppe mit Sitz in Hamburg beteiligt.Das Unternehmen beliefert zahlreiche Lebensmitteleinzelhandelsketten in Deutschland mit Trockenfrüchten, Nüssen, Früchten und Bio-Frischfrüchten. Zuletzt erzielte die Gruppe einen Umsatz von rund 75 Millionen Euro. Capiton finanzierte die Transaktion mit Eigenmitteln. Der Kauf unterliegt noch der Zustimmung des Bundeskartellamts.

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Der Klinikbetreiber Mediclin hat eine Kapitalerhöhung beschlossen. Das Unternehmen platzierte rund 15,8 Millionen neue Aktien und erzielte einen Bruttoemissionserlös von rund 40 Millionen Euro. Mediclin ist im Prime Standard der Frankfurter Börse notiert und betreibt 33 Kliniken, drei medizinische Versorgungszentren sowie acht Pflegeeinrichtungen. Der Konzern erzielte 2007 einen Umsatz von rund 392 Millionen Euro. Die zum Münchener Rück-Konzern gehörende Ergo Versicherungsgruppe sowie deren Tochter DKV Deutsche Krankenversicherung als Großaktionäre haben sich verpflichtet, die aufgrund ihrer Bezugsrechte auf sie entfallenen neuen Aktien direkt zu zeichnen. Auf Bankenseite begleitete die Landesbank Baden-Württemberg die Kapitalerhöhung.

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Der Schweizer Befestigungstechnikhersteller SFS Intec hat die Gesipa-Gruppe übernommen. Gesipa mit Sitz südlich von Frankfurt ist auf Verschraubungs- und Niettechnologie spezialisiert und setzte im vergangenen Jahr mit 600 Beschäftigten rund 108 Millionen Euro um. Verkäufer waren die Ehefrau und der Sohn des Unternehmensgründers Roland Biermann. Das in den 1950er Jahren gegründete Familienunternehmen ist mittlerweile mit 14 Standorten in 10 Ländern aktiv wird unter bisherigem Namen Gesipa als Tochtergesellschaft von SFS Intec weitergeführt.

  Juve Plus Metro

Deutschlands größtes Handelsunternehmen Metro baut in den kommenden drei Jahren 15.000 Stellen ab. Entlassungen will der Handelsriese, der weltweit über 300.000 Mitarbeiter beschäftigt und 68 Milliarden Euro umsetzt, nach eigener Auskunft dabei möglichst vermeiden. Die Entscheidung ist Teil des Maßnahmenkatalogs 'Shape 2012' durch den sich Metro eine neue Struktur gibt. Bis zum Jahr 2012 sollen so 1,5 Milliarden Euro eingespart werden.

  Juve Plus Weitere Staatsgarantien

Die schwer angeschlagene Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) muss weitere milliardenschwere staatliche Garantien in Anspruch nehmen. Der Münchner Konzern erhält über den Bankenrettungsfonds des Bundes (SoFFin) zusätzliche Garantien in Höhe von zwölf Milliarden Euro.Der Bürgschaftsrahmen aus dem SoFFin zur kurzfristigen Refinanzierung der Bank wächst damit auf insgesamt 42 Milliarden Euro an. Die neuen Hilfen sichern Gelder ab, die spätestens Mitte Juni zurückgezahlt werden müssen. Die bisherigen Garantien beziehen sich auf bis Mitte April laufende Schuldtitel.