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Die Bundesregierung und diverse Banken haben Anfang Oktober für den schwer angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate ein Rettungspaket in Höhe von insgesamt 50 Milliarden Euro geschnürt und das Unternehmen damit vor einem möglichen Zusammenbruch bewahrt. Ein erstes Paket in Höhe von 35 Milliarden Euro war wenige Tage zuvor kurzfristig geplatzt, nachdem sich die Liquiditätsprobleme des Unternehmens ausgeweitet hatten. Die Kreditwirtschaft erklärte sich daraufhin bereit, der wankenden Immobilienbank einen weiteren, besicherten Kredit über 15 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Ansonsten ähnelt das neue Paket dem zuvor gescheiterten Plan in wesentlichen Zügen. Der Bund stellt kurzfristig einen Bürgschaftsrahmen von bis zu 35 Milliarden Euro zur Verfügung.

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Das Internetauktionshaus Ebay steht vor einer weltweiten Restrukturierung und wird sich von rund zehn Prozent seiner Mitarbeiter trennen. Betroffen sind rund 1.000 Festangestellte sowie mehrere hundert Mitarbeiter mit befristeten Verträgen. Darüber hinaus werden offene Stellen nicht neu besetzt. Am deutschen Standort von Ebay, der Ebay GmbH bei Berlin, der rund 1.250 Mitarbeitern zählt, werden rund 100 Arbeitsplätze abgebaut.

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Ein von JP Morgan Asset Management verwalteter Fond hat den größten Teil des Dresdner World Trade Center in Dresden erworben. Verkäufer war die Hamburger Unternehmensgruppe Büll & Dr. Liedtke. Die Transaktion umfasste sechs der acht Gebäudeteile. Das 1996 gebaute Objekt ist mit rund 100.000 Quadratmetern Geschossfläche die größte Büroimmobilie in Dresden. Das Kreditvolumen der Transaktion liegt bei 70 Millionen Euro, gestellt von einem Konsortium unter Führung der Royal Bank of Scotland.

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Die britische Capital & Regional (C&R) und die US-amerikanische Apollo Real Estate haben für die deutschen Immobilien von C&R ein Jointventure gegründet. Apollo erwarb die Hälfte der Anteile der Holding-Gesellschaften auf Jersey. Die Transaktion diente Presseberichten zufolge der Stabilisierung, da C&R durch den Wertverlust britischer Immobilien in Schwierigkeiten geraten war. Das deutsche Portfolio von C&R umfasst 50 Einzelhandelsimmobilien sowie gewerbliches Bauland und hat einen Gesamtwert von mehr als 630 Millionen Euro.

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Der schwäbische Autozulieferer Dürr hat ein neues Finanzpaket geschnürt. Mit einem Konsortium aus sieben Banken (darunter LBBW, Commerzbank, HVB und Deutsche Bank) hat das Unternehmen einen Mehrwährungs-Konsortialkredit über 440 Millionen Euro vereinbart.Er hat eine Laufzeit von drei Jahren. Damit wurde ein Vorgängerkredit abgelöst, der Mitte 2009 fällig geworden wäre. Zudem beginnt Dürr mit der Ablösung einer Hochzinsanleihe.

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Der Versicherungskonzern Ergo hat angekündigt, seine beiden italienischen Gesellschaften Ergo Italia und Ergo Previdenza zusammenzulegen. Dafür machte Italia den Aktionären von Previdenza Mitte Oktober ein Übernahmeangebot.29,65 Prozent der Aktien befinden sich noch nicht im Besitz der Ergo Italia. Der Prospekt soll bis Ende Oktober von der Börsenaufsicht genehmigt sein. Die Ergo Versicherungsgruppe ist in 26 Ländern Europas und Asiens vertreten. Großaktionär ist mit 94,7 Prozent die Münchener Rückversicherung. In Deutschland versammeln sich unter dem Dach des zweitgrößten Erstversicherers die Marken D.A.S., DKV, Hamburg-Mannheimer, KarstadtQuelle Versicherungen und Victoria.

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Im Wege eines Asset-Deals hat die in Koblenzer Stabilus-Gruppe den Geschäftsbereich Stuhlgasfedern der Altdorfer Suspa Holding übernommen. In der Sparte Stuhlgasfedern fertigt Suspa spezielle Federn und hydraulische Dämpfer insbesondere zur Höhenverstellung an Bürodrehstühlen. Das Unternehmen fertigt in Produktionsstätten in Deutschland, USA, China, Indien und der Tschechischen Republik. Stabilus stellt ebenfalls Gasfedern und hydraulische Dämpfer her. Das Unternehmen hat Produktionsstandorte in elf Ländern und beschäftigt rund 3.360 Mitarbeiter. Die Kartellbehörden in Deutschland und Spanien müssen die Transaktion noch genehmigen.

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Das schwedisch-polnische Familienunternehmen Arctic Paper hat die Papierfabrik Mochenwangen übernommen. Verkäufer war die Golzern Holding aus Leipzig. Das Bundeskartellamt erteilte Anfang Oktober die Freigabe für die Transaktion.Mochenwangen Papier ist mit einem Jahresumsatz von 75 Millionen Euro nach Unternehmensangaben der führende deutsche Hersteller von Papier für Taschenbücher in Deutschland. Die Arctic Paper-Gruppe stellt in Schweden und Polen ebenfalls Buchdruckpapiere her und komplettiert durch den Kauf das Produktportfolio. Arctic Paper plant für Anfang 2009 eine Notierung an der Warschauer Börse. Details zur Finanzierung der Übernahme sind nicht bekannt.

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Zum vierten Mal ist die Unicredit-Group-Tochter HVB mit einer Emission zur Finanzierung von Windparks an den Kapitalmarkt gegangen. Dabei handelt es sich um 13 Windparks der deutschen Breeze Four Energy GmbH und der französischen Parc Eolien Guern SNC. Finanziert wurde die Transaktion im Gesamtvolumen von 244 Millionen Euro durch die Luxemburger HVB-Tochter HVB Banque Luxembourg und die Breeze Finance mit einem Gesamtvolumen von rund 244 Millionen Euro.