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Großaktionär Otto Happel ist überraschend beim Bochumer Maschinen- und Anlagenbauer Gea Group ausgestiegen. Der langjährige Vorstandschef veräußerte sein Aktienpaket in Höhe von 20,7 Prozent für rund 540 Millionen Euro an institutionelle Investoren weltweit. Die Dresdner Bank AG/Dresdner Kleinwort Wasserstein boten die 40 Millionen Aktien in einem beschleunigten Verfahren als Sole Bookrunner an. Auf der Hauptversammlung im Mai kandidierte Happel nicht mehr als Aufsichtsrat. Bislang war er der größte Einzelaktionär bei Gea. 1999 hatte Happel seinen Mehrheitsanteil für 1,5 Milliarden Euro an die damalige Metallgesellschaft – heute mg technologies – veräußert. Im Gegenzug erhielt er damals zehn Prozent an der Metallgesellschaft. 2003 stockte er dann seinen Aktienanteil auf über 20 Prozent auf und ließ sich in den Aufsichtsrat wählen. MG technologies ging schließlich im vergangenen Jahr vollständig in der Gea Group auf.

Deal-Ticker

Wer kauft was mit wem? Die neuesten M&A-Deals im übersichtlichen Newsticker. Alle ansehen
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Die Deutsche Postbank hat Genussscheine im Nennbetrag von 500 Millionen Euro begeben. Die Scheine wurden vollständig von einer Zweckgesellschaft übernommen und durch die Ausgabe von Schuldverschreibungen bei institutionellen Investoren - vor allem ausländischen Anlegern - refinanziert. Diese Struktur ermöglichte ein höheres Volumen und eine attraktivere Preisgestaltung als bei einer Direktemission der Genussscheine. Auf Bankenseite begleitete ein Konsortium unter Führung der Credit Suisse, der Deutschen Bank und Morgan Stanley die Transaktion.

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Der österreichische Erdgasveredeler AMI Agrolinz Melamine GmbH und die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) sind ein Jointventure eingegangen. Bis 2008 soll in Abu Dhabi ein Melanimwerk mit einem Investitionsvolumen von 185 Millionen US-Dollar fertiggestellt werden. An dem Jointventure ist ADNOC zu 60 Prozent, AMI Agrolinz zu 40 Prozent beteiligt. Jeweils zu 50 Prozent beteiligen sich ADNOC und AMI an einem Unternehmen in Singapur, dass das Projekt vermarktet. Die Projektfinanzierung steht noch aus.

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Das Logistik-Unternehmen Fiege hat die tts-Gruppe sowie deren Schwestergesellschaft Rewico Logistik International übernommen. Die beiden Unternehmen beschäftigen zusammen etwa 2.500 Mitarbeiter, der Umsatz liegt bei rund 250 Millionen Euro. Während tts vor allem an Standorten in Deutschland Logistikdienstleistungen für Unternehmen der Konsumgüterindustrie erbringt, ist Rewico auf Ost- und Südosteuropa, insbesondere Russland, die Ukraine, Ungarn, Tschechien und Slowakei konzentriert.

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Seit April ist das Nürnberger Nanotechnologie-Unternehmen Bio-Gate AG im Entry Standard der Frankfurter Börse gelistet. Das Platzierungsvolumen betrug 16,6 Millionen Euro, einschließlich der Greenshoe-Option, die bereits ausgeübt wurde. Emissionsbank war die Equinet Securities AG, ein gutes Viertel der 788.200 Aktien stammte aus dem Bestand der Altaktionäre. Bio-Gate beschichtet Materialien und Oberflächen mit mikroskopisch kleinen Silber-Partikeln, um sie medizinisch wirksam gegen Bakterien, Pilze und andere Krankheitserreger zu schützen.

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Die Commerzbank hat einen syndizierten Kredit der Spohn Cement GmbH in Höhe von zwei Milliarden Euro refinanziert. Die von der Unternehmeramilie Merckle kontrollierte Spohn hatte im vergangenen Jahr 77,95 Prozent der Aktien von HeidelbergCement erworben. Bei der damaligen Finanzierung übernahm noch die Royal Bank of Scotland die Aufgabe des Documentation Agents, bei der jetzigen Refinanzierung fiel diese Rolle der Commerzbank zu.

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Das IT-Unternehmen Allgeier Holding AG hat im März die Münchner MGM Technology Partners GmbH übernommen. Mit 150 Mitarbeitern erzielte der IT-Servicedienstleister MGM Technology 2005 einen Umsatz von rund 14,5 Millionen Euro. Neben München hat das Unternehmen weitere Standorte in Hamburg, Grenoble und Prag. Der bisherige Geschäftsführer und Firmengründer Hamarz Mehmanesh behält seinen Posten und ist über eine Management-Beteiligungsgesellschaft weiter am Unternehmen beteiligt.

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Die "Neue" Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GeWoGe) eG in Pinneberg hat vom Kreis Pinneberg alle Geschäftsanteile an der kreiseigenen GeWoGe mbH gekauft. Insgesamt wurden 2.200 Wohnungen für rund 106 Millionen Euro verkauft. Ein Bankenkonsortium aus der Investitionsbank Schleswig-Holstein, der HSH Nordbank, Sparkasse Süd-Holstein sowie der VR-Bank Pinneberg finanzierte den Deal. Die Transaktion ist nach Angaben der Investitionsbank Schleswig-Holstein die erste in Deutschland, bei der ein kommunales Wohnungsunternehmen in ein neu gegründetes genossenschaftliches umgewandelt wurde. Denn die Käuferin ist eine Genossenschaft, die 2005 neu gegründet wurde, um die Privatisierung der kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft zu verhindern.

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Der Siemens-Bereich Electronic Assembly Systems (EA) hat von dem Ottobrunner Bondtechnik-Unternehmen F&K Delvotec GmbH den Die-Bonder-Bereich erworben. Die Abteilungen Forschung und Entwicklung, Service und Consulting sind künftig Teil des Siemens EA-Geschäftszweiges Optical Solutions. Das so genannte Die-Bonding bezeichnet in der Chip-Produktion Techniken, mit denen das Silizium-Nacktchip ('Die') automatisiert mit dem notwendigen Halbleitersubstrat verbunden wird. Siemens EA erweitert mit dem Zukauf die Chip-Bestückung und SMT-Fertigung für elektronische Modulproduktion unter anderem in der Auto- und Medizintechnik.

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Der US-Finanzinvestor Summit Partners hat von den Gesellschaftern die Radioplan GmbH aus Dresden übernommen. Radioplan ist ein weltweit agierender Hersteller von Software zur automatischen Optimierung von Funknetzen. Durch den Verkauf an Summit wird Radioplan zu einer Schwester der britischen Actix, einem der weltweit größten Anbieter für Systeme zur Optimierung von Funknetzen.

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Ernst & Young hat mit dem Hamburger Investor Müller-Spreer & Co. Spreedreieck KG einen Mietvertrag für das demnächst entstehende Bürogebäude am historischen „Spreedreieck“ in Berlin-Mitte abgeschlossen. Für zunächst zehn Jahre mietet Ernst & Young Raum für rund 400 Mitarbeiter, die bislang auf drei verschiedene Büros in Berlin verteilt sind. Damit wird das Wirtschaftsberatungsunternehmen anfänglich 60 bis 80 Prozent der geplanten Bürofläche als zentrale Hauptstadtrepräsentanz nutzen. Der Bau des knapp 50 Meter hohen Gebäudes soll noch in diesem Jahr beginnen und bereits Ende 2008 abgeschlossen sein. Das Großprojekt wird voraussichtlich 100 Millionen Euro kosten.