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Stundenlöhne

Um deutlich über vier Prozent stieg der durchschnittliche Bruttostundenlohn bundesweit für Associates. Um den Mittelwert von 42,57 Euro herum bestehen jedoch weiterhin große regionale Unterschiede. Bei den höchsten Stundenlöhnen konnte Düsseldorf dieses Mal Frankfurt knapp überholen. Das zeigt die azur-Associate-Umfrage 2017, an der im vergangenen Sommer insgesamt 3.007 junge Juristen teilnahmen.

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Associate-Stundenlöhne

Zwischen 34,19 und 48,80 Euro verdienen deutsche Associates je nach Fachbereich in der Stunde. Das zeigte die azur-Associate-Umfrage 2017, an der insgesamt über 3.007 junge Juristen teilnahmen. Über alle Rechtsgebiete hinweg stieg der durchschnittliche Stundenlohn auf 42,57 Euro, das sind rund 4,5 Prozent mehr als 2016. Das mittlere Wochenpensum blieb laut azur-Umfrage mit 54 Stunden praktisch konstant.

Verblüffendes Ergebnis

Ein ausgeprägter Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen war das gängige Bild in den azur-Associate-Umfragen in der Vergangenheit. 2017 hat sich das drastisch geändert – allerdings nur bei Berufseinsteigern. Erstmals waren es die Frauen, die mit durchschnittlich 101.000 Euro im ersten Berufsjahr rund acht Prozent mehr verdienten als ihre männlichen Kollegen, die im Mittel bei 93.000 Euro starteten. Im Vorjahr war die Lage noch anders herum: Männer verdienten als Berufseinsteiger noch fünf Prozent mehr als ihre Kolleginnen. Ab dem zweiten Berufsjahr besteht nach wie vor ein spürbares Gehaltsgefälle zugunsten der Männer.

Umfrage

In den Wirtschaftskanzleien hat sich die durchschnittliche Arbeitszeit eines Associates auf rund 54 Wochenstunden eingependelt. Inhouse hat die Arbeitsbelastung jedoch im vergangenen Jahr etwas angezogen. Sie stieg von 45,6 Stunden pro Woche auf 47 Stunden. Das ist eines der Ergebnisse der azur-Associate-Umfrage 2017 unter rund 3.000 jungen Anwälten.

Associatevergütung

Während alle Blicke auf die Einstiegsgehälter gerichtet sind, achten Bewerber anfangs oft weniger darauf, wie die Bezahlung nach ein paar Jahren im Beruf aussieht. Dabei gibt es hier große Unterschiede – selbst zwischen Kanzleien, bei denen Absolventen mit demselben First-Year-Gehalt einsteigen. Im Marktdurchschnitt legen die Festgehälter für angestellte Anwälte ohnehin nur bis zum achten Berufsjahr zu. Danach steigt – wenn überhaupt – nur noch der Bonus.

Associategehälter

120.000 Euro sind für Berufseinsteiger in einer Spitzenkanzlei heute ganz normal. Insgesamt 32 Sozietäten bieten derzeit mindestens diese Summe als Einstiegsgehalt für Top-Absolventen. Gemeinsam wollen diese Kanzleien 2018 bis zu 750 Berufsanfänger einstellen, wie eine aktuelle azur-Erhebung zeigt.

Trotz Umsatzrekorden

2016/17 musste man die Kanzleien mit der Lupe suchen, die ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr nicht gesteigert hatten. An den Stundenvorgaben, die die Kanzleien ihren Associates machen, lag das aber offenbar nicht: Die durchschnittliche Zahl der geforderten Billable Hours ist laut azur-Associate-Umfrage zuletzt leicht gesunken. Sie lag 2017 bei 1.646 Stunden im Jahr, marginal weniger als 2016 (1.657 Stunden).

Was Kanzleien von Bewerbern erwarten

Lange gehörte der Doktortitel in vielen Kanzleien zum Standardrüstzeug. Doch das ändert sich zunehmend. Kanzleien achten heute schon stärker auf einen LL.M.-Titel – denn der gilt als Garant für gute Englischkenntnisse und Soft Skills. Das geht aus der Recherche für die jüngst erschienene Ausgabe von azur100 – Top-Arbeitgeber für Juristen hervor.

OLG-Präsidentin

Niemand steht so lange an der Spitze eines Oberlandesgerichts wie Anne-José Paulsen. Vor 16 Jahren wurde die heute 65-Jährige Präsidentin des OLG Düsseldorf – nun geht sie in den Ruhestand. JUVE sprach mit ihr über Karrieren und Reformen in der Justiz, die Vorteile der Schiedsgerichtsbarkeit und Hausaufgaben für junge Juristen.

azur Awards 2018

Die azur-Redaktion des JUVE Verlags hat vier Arbeitgeber für ihr besonderes Engagement bei der Förderung junger Juristen ausgezeichnet. Die Preisträger des Jahres 2018 unterscheiden sich durch Dynamik, Verbesserungswillen und ihr Gespür für die Bedürfnisse der Nachwuchsanwälte erkennbar vom Rest des Marktes.

Arbeitszeiten in Kanzleien

Das durchschnittliche Arbeitspensum der Vollzeit-Associates in Wirtschaftskanzleien ist im vergangenen Jahr nahezu konstant geblieben. Laut azur-Associate-Umfrage 2017 arbeiteten die Anwälte im Schnitt 54 Stunden pro Woche, marginal weniger als 2016 (54,1 Wochenstunden). Sie kommen durchschnittlich auf 10-12 Arbeitsstunden pro Tag. Um die Arbeitslast erträglicher zu machen, setzen immer mehr Kanzleien auf technische Hilfsmittel.

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