Insolvenz-Litigation

Verstärkung für Consignum kommt von Foris

Der Litigation-Experte Christoph Schubert ist vom Prozessfinanzierer Foris zur Insolvenzkanzlei Consignum gewechselt. In der noch jungen Einheit nimmt er seit Januar als Assoziierter Partner die Durchsetzung von Ansprüchen in Insolvenzverfahren in den Fokus.

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Christoph Schubert
Christoph Schubert

Schubert, der bei Foris als Managing Director Dispute Resolution die Praxisgruppe D&O-Haftung und Insolvenzrecht anführte, verstärkt das Gründungsteam von Consignum um Dorothea Basler (Köln) und Dr. Martin Wigand (Frankfurt). Consignum gibt es seit knapp drei Jahren und versteht sich in erster Linie als Dienstleister für Insolvenzverwalter.

Dabei geht es vor allem um Rückgewähransprüche des Verwalters aus Insolvenzanfechtung oder Organhaftung. Die Gründer haben sich darauf spezialisiert, diese Ansprüche zu ermitteln und geltend zu machen, bei Bedarf auch gerichtlich. Ziel ist jeweils eine Vergrößerung der Insolvenzmasse, die der Verwalter dann am Schluss eines Verfahrens an die betroffenen Gläubiger ausschüttet.

Schubert, der seine Karriere 2010 bei Görg begann, ist vor allem für die Prozessführung bei Consignum eine willkommene Verstärkung. Vor seiner Zeit bei Foris beschäftigte er sich als Counsel bei DLA Piper hauptsächlich mit Organhaftung und D&O-Versicherungsrecht. Als Director Dispute Resolution fungiert bei Foris jetzt Markus Glaser, der vor rund einem Jahr vom Wettbewerber Legial, einer Tochter der Ergo Versicherungsgruppe, zu Foris wechselte.

Ruhe vor dem Sturm

Für die vielbeschworene Insolvenzwelle infolge der Corona-Pandemie sieht Schubert seine neue Kanzlei gut aufgestellt. „Neben einigen spektakulären Großinsolvenzen wird es vor allem eine Vielzahl kleiner Unternehmen treffen, insbesondere in der Gastronomie und im Einzelhandel“, so Schubert. „In diesen Insolvenzen wird es anfangs nur geringe Insolvenzmassen geben, so dass es dort ganz besonders auf eine effektive und kostenoptimierte Anspruchsverfolgung ankommt.“

Ende Januar hatte der Deutsche Bundestag beschlossen, die Insolvenzantragspflicht noch einmal für einen Teil der insolvenzbedrohten Unternehmen auszusetzen. Diese bis Ende April verlängerte Aussetzung gilt allerdings nur für solche Unternehmen, die pandemiebedingt staatliche Hilfsleistungen erwarten können.

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