Markt und Management

Stefan Denkhaus von Boege Rohde Luebbehuesen in Hamburg verwaltet die Insolvenz der Mecklenburger Hochbau Schwerin. Insgesamt neun operative Gesellschaften hatten wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Anträge gestellt. Die Mecklenburger Hochbau ist eines der größten Bauunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 220 Mitarbeitern in Schwerin sowie den Niederlassungen Hamburg und Rostock. Viele von ihnen hatten seit November keinen Lohn erhalten. ++++++ Dr. Jörg Nerlich von Dr. Nerlich Rechtsanwälte ist vorläufiger Insolvenzverwalter der börsennotierten Hirsch Mode-AG. Die Düsseldorfer Firma setzt seit 2007 ein großes Restrukturierungskonzept um. Ein Kredit wanderte von der Kreissparkasse Euskirchen zur Stadtsparkasse Düsseldorf und brachte einen Teilschuldenerlass von rund 1,8 Millionen Euro. Der Hirsch-Vorstand wurde neu besetzt. Beate Nolden, Tochter des Großaktionärs Josef Nolden, musste aus der Vorstandsriege weichen und wehrte sich mit Hilfe des Düsseldorfer Rechtsanwalts Prof. Dr. Gunter Hoffmann gegen ihre fristlose Kündigung. Nolden und andere Aktionäre setzten für den 30. Januar eine außerordentliche Hauptversammlung durch. Eine Woche vor diesem Termin wurde jedoch der Insolvenzantrag gestellt. +++

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Göhmann Rechtsanwälte ist zu Jahresbeginn dem internationalen Netzwerk Globalaw beigetreten. Neben der Hamburger Kanzlei Huth Dietrich Hahn ist Göhmann die zweite deutsche Kanzlei in dem Verbund, dem weltweit 88 Sozietäten angehören."Göhmann benötigt dieses Netzwerk, um die eigenen Klienten weltweit betreuen zu können. Umgekehrt ist es für unsere international tätigen Partner hochinteressant, vergleichbares Geschäft vermittelt zu bekommen", sagte Dr. Ulrich von Jeinsen, Partner bei Göhmann in Hannover. Er koordiniert mit seinen Kollegen Kai Werkeling (Braunschweig), Gerhard Rischbieter (Bremen) und Philipp Heigl (Frankfurt) die Zusammenarbeit mit Globalaw, in die alle Standorte eingebunden werden sollen.

Die Partner der Berliner Medien-Boutique Scheuermann Westerhoff Strittmatter sind eine bislang in der Branche sehr unübliche Kooperation eingeganen: Seit Januar beteiligen sich die drei Anwälte Dr. Andreas Scheuermann, Burkhard Westerhoff und Angelika Strittmatter an dem Beratungsunternehmen Creative Lobby. Sie schließen sich zu diesem Zweck mit Tina Funk, zuvor unter anderem Senior Vice President Music bei EMI Music Germany, zusammen, die auch die Geschäftsführung des Unternehmens übernehmen wird. "Wir bemerken ein stark gestiegenes Interesse unserer Mandanten an komplexer Beratung aus einem Guss - mit zwar branchenspezifischer, aber deutlich fachübergreifender Kompetenz", sagte Scheuermann. "Und das kann der typische Entertainment Lawyer, wie wir ihn traditionell kennen, aus eigener Hand nicht leisten."

Die Medienrechtlerin Dr. Anja Zimmer (41) verstärkt seit Anfang Februar die IP/IT/Medien-Praxisgruppe von Beiten Burkhardt in Frankfurt. Sie kam als Salary Partnerin.Zimmer verantwortete zuletzt bei der Deutschen Telekom AG rechtliche, regulatorische und medienpolitische Fragestellungen im Bereich T-Home. Davor war sie bei Lovells unter anderem im Bereich Medien und Telekommunikationsrecht tätig. Bereits im Mai 2006 wechselte mit Dr. Stephan Witteler ein erfahrener IT- und Telekommunikationsexperte von der Telekom zu Beiten.

Einen prominenten Neuzugang hat die Koblenzer Kanzlei Caspers Mock & Partner für ihr Frankfurter Büro vermeldet. Seit Januar verstärkt der ehemalige Staatsekretär im hessischen Innenministerium Christoph Kulenkampff (60) den Standort.Kulenkampff wird in einer of Counsel-ähnlichen Position den Bereich Unternehmenscompliance betreuen. Er hatte zuvor eine Karriere als Verwaltungsjurist in hessischen Behörden durchlaufen. So war er zwischen 1986 und 1991 Generalstaatsanwalt des Landes Hessen und anschließend bis 1993 Staatssekretär im Innenministerium. Seit 2000 leitete er als geschäftsführender Vorstand die Darmstädter Schader-Stiftung.

Der Augsburger Professor Prof. Dr. Ulrich Gassner (50) hat sich im Januar dem Münchner Büro von Bird & Bird als of Counsel angeschlossen. Zuvor war er acht Jahre bei Ehlers Ehlers & Partner als Berater tätig.Gassner lehrt an der Universität Augsburg Öffentliches Recht. Hier hat er seit 1997 einen Lehrstuhl inne. Daneben berät er als Anwalt in arzneimittelrechtlichen Fragen. Er betreut Unternehmen der Life-Science-Branche vor allem in Zulassungs- und Zertifizierungsfragen. Seine bisherige Kanzlei Ehlers gilt als eine der bekanntesten deutschen Spezialkanzleien für die Betreuung von Pharma-Unternehmen.

Dr. Florian Drücke (32) ist seit Anfang des Jahres neuer Leiter des Bereiches Recht und Politik beim Bundesverband der Musikindustrie (IFPI) in Berlin. Zuvor war er als Justiziar des Verbandes tätig. Seine Nachfolge trat René Houareau (33) an, der von der Universal Music GmbH wechselte.Drücke kam Anfang 2006 nach Referendariatsstationen im Berliner Büro von Hogan & Hartson Raue und der Berliner Senatskanzlei zum IFPI. In seiner neuen Funktion ist er für die Begleitung aktueller Gesetzgebungsvorhaben sowie das Lobbying verantwortlich. Houareau hat vor seinem Wechsel zum IFPI bei der Universal Music rund vier Jahre lang als Manager Business & Legal Affairs Bandübernahme-, Künstler- und andere Auswertungs- und Kooperationsverträge ausgehandelt.

Neues Pensionssystem bei Clifford

Die Partnerschaft von Clifford Chance hat sich nach längeren Diskussionen mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, ihr Pensionssystem zu verändern. Künftig werden Zahlungen an ältere Partner abhängig von der Dauer der Clifford-Partnerschaft sein. Jedem vor 2005 ernannte Partner, der mindestens 15 Jahre in der Partnerschaft war oder das Alter von 53 Jahren erreicht hat, stehen Zahlungen zu. Diese sind auf fünf Jahre begrenzt. Die Höhe hängt grundsätzlich davon ab, wie lange er der Sozietät als Partner angehört hat. Die Obergrenze pro Jahr liegt bei 276.000 Pfund (derzeit etwa 370.000 Euro). Zuvor waren die Zahlungen nach Alter gestaffelt: Wer mit 55 Jahren ging, erhielt für fünf Jahre Zahlungen, verlor aber mit jedem Jahr, das er länger in der Kanzlei blieb, auch ein Jahr seines Anspruchs. Ging er erst mit 60 Jahren, erhielt er keine Zahlungen mehr. Alle Partner, die seit 2005 ernannt wurden, haben weiterhin keinen Anspruch auf Zahlungen.

Österreichische Kanzleien setzen auf Ungarn

Die österreichische Kanzlei Schönherr hat sich mit der ungarischen Sozietät Szécsényi Ügyvédi Iroda zusammengeschlossen und so ein Büro in Budapest eröffnet. Zuvor kooperierten die 21 Szécsényi-Berufsträger mit der österreichischen Kanzlei CHSH Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati. Das neue Büro firmiert unter dem Namen Schönherr Szécsényi Iroda. "Für uns war es eine logische Entscheidung, zu Schönherr zu wechseln. Die regionale Strategie der Kanzlei stimmt mit der Vision unseres Büros überein, zu einer führenden Kanzlei in Zentral- und Osteuropa zu gehören", sagte der Budapester Partner László Szécsényi.

Erfahrene Verstärkung für Nickel

Nickel Rechtsanwälte hat sich mit einem prominenten Namen im Öffentlichen Recht verstärkt: Zum Jahresbeginn wechselte Prof. Dr. Ulrich Rommelfanger (52) an den Hauptstandort der Kanzlei in Hanau. Der ehemalige Thüringische Verfassungsrichter und Oberbürgermeister von Kornwestheim kam als Salary-Partner und wird künftig eng mit Nickel-Partner Prof. Dr. Lutz Eiding zusammenarbeiten. Eiding ist vor allem im Luftverkehrsrecht aktiv und betreut unter anderem Mandanten im Zuge der Erweiterung des Frankfurter Flughafens. "Gerade in Flughafenverfahren werden verfassungsrechtliche Fragen zunehmend in den Hintergrund gedrängt, obwohl sie sehr wichtig sind", sagte Eiding. "Deshalb ist es für uns sehr vorteilhaft, mit Prof. Dr. Rommelfanger einen Spezialisten für solche Fragen an unserer Seite zu haben, der dafür die erforderlichen wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungen mitbringt."