Markt und Management

Führungswechsel

Andreas Ziegenhagen wird zum Januar neuer Managing Partner des deutschen Büros von Salans in Berlin. Die Partnerschaft wählte den 39-Jährigen zum Nachfolger von Detlef Olufs (65), der aus Altersgründen nicht mehr für den Posten kandidierte. Der scheidende Managing Partner bleibt Salans aber weiter erhalten. Olufs hatte 1991 für die heute in Liquidation befindliche Sozietät Haarmann Hemmelrath & Partner deren Berliner Büro mit gegründet und seitdem geleitet. Nach 15 Jahren hatte das Hauptstadtteam die Kanzlei vor zwei Jahren verlassen und für den amerikanisch-französischen Wettbewerber Salans ein deutsches Büro eröffnet. Anfang 2007 stieß dann ein fünfköpfiges Team von Travers Smith hinzu.

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Aufbau im Patentrecht

Osborne Clark gewinnt zum neuen Jahr mit Dr. Michael Trimborn (44) ihren ersten deutschen Partner im Patentrecht. Der bekannte Experte für Arbeitnehmererfinderrecht wechselt aus dem Düsseldorfer Büro von Reimann Osterrieth Köhler Haft zu der britischen Kanzlei nach Köln.Trimborn war seit März 2006 als Counsel bei Reimann Osterrieth tätig. Bei Osborne Clarke steigt er als Equity Partner ein und soll das Patentrecht aufbauen. Die Kanzlei plant dabei ein schnelles Wachstum der Abteilung durch mehrere Mitarbeiter.

Nach intensiver Suche

Die US-Kanzlei Paul Hastings Janofsky & Walker startet in Deutschland: Zum Januar schließen sich die 27 Anwälte der Frankfurter Sozietät Smeets Haas Wolff der kalifornischen Kanzlei an. "Der Ausbau unserer europaweiten Präsenz durch die Eröffnung eines Büros in Deutschland - der größten europäischen Volkswirtschaft - stellt einen bedeutenden Schritt in unserer globalen Wachtumsstrategie dar", sagte Seth Zachary, Chairman von Paul Hastings. Die Westküstensozietät mit Stammsitz in Los Angeles war in Europa bislang mit Büros in London, Paris, Mailand sowie Brüssel vertreten. Wichtige Beratungsgebiete der Sozietät sind neben dem Immobilien- und Arbeitsrecht unter anderem die Begleitung im Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Finanzierungs- und Restrukturierungsfragen. Zu den Mandanten der mit 1.200 Anwälten weltweit an 18 Standorten vertretenen Sozietät zählen bedeutende Namen wie etwa die australische Bank Macquarie, der Investor Ivanhoe sowie die Citigroup.

Corporate-Ausbau

Dr. Nikolaus Reinhuber (47) wechselt zum Jahresbeginn 2008 von Freshfields Bruckhaus Deringer zu Baker & McKenzie in Frankfurt. Der Corporate-Partner soll in der deutschen und europäischen Gesellschaftsrechtspraxis von Baker "an vorderer Stelle Verantwortung übernehmen", sagte Dr. Bernhard Trappehl, deutscher Managing Partner von Baker.Reinhuber war seit seinem Karrierestart 1991 für Freshfields beziehungsweise deren Vorgängerkanzleien tätig. Bereits nach vier Jahren war er zum Partner ernannt worden. Lange Zeit arbeitete er im Leipziger Büro, nach dessen Schließung im Jahr 2001 siedelte er nach Frankfurt über. Zwischen 2001 und 2005 hatte Reinhuber verschiedene Managementfunktionen inne, zuletzt war er globaler Chief Knowledge Officer.

Wechsel am Main

Der IT-Rechtler Oliver Hornung schließt sich zum Jahreswechsel Schwarz Kelwing Wicke Westpfahl an. Der 41-Jährige war bislang Equity-Partner im Frankfurter Büro von Buse Heber Fromm und steigt mit diesem Status auch bei Schwarz Kelwing ein. Hornung war im Jahr 2000 von Wicker Hanf zu Buse gekommen, seit 2004 war er Equity-Partner. Er ist vor allem auf die Beratung von IT-Outsourcing-Vorhaben und IT-Projekten spezialisiert. Daneben berät Hornung auch im Urheber- und Wettbewerbsrecht. Zu seinen Mandanten zählt unter anderem einer der führenden deutschen IT-Dienstleister.

Wachstum in Bayern

Die bayrische MDP-Kanzlei Sonntag & Partner hat ihr Augsburger Büro mit einem Quereinsteiger verstärkt: Zum November ist Dr. Thomas Reif von Scheidle & Partner als Partner in die Kanzlei gewechselt. Der 41-Jährige soll den Sektor 'Infrastruktur' aufbauen. Reif, der Volkswirt und Jurist ist, hat schon bisher eine integrierte Beratung zu erneuerbaren Energien, vor allem bei Geothermieprojekten, angeboten und ist insofern vielfach für Kommunen tätig. Zudem betreut er etwa den Kartellstreit um die Wasserpreise in Wetzlar gemeinsam mit der Landeskartellbehörde Hessen sowie weitere hessische Wasserpreisverfahren.

Namhafte Verstärkung

Schmalz Rechtsanwälte erhält bekannte Verstärkung: Zum Januar kommt Sylvia Schenk als Of Counsel. Die 55-Jährige wechselt von Ashurst, für die sie seit 2004 als Associate vor allem im Sportrecht, im Öffentlichen Recht sowie in gesellschaftsrechtlichen Fragen beriet. Bekannt ist Schenk allerdings vor allem durch ihr Amt als Vorsitzende der Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland, in das sie im Oktober 2007 für drei Jahre gewählt wurde. Die 1993 gegründete Bewegung engagiert sich in der nationalen und internationalen volks- und betriebswirtschaftlichen Korruptionsbekämpfung und gilt inzwischen als eine der einflussreichsten gemeinnützigen und parteipolitisch unabhängigen Vereinigungen.

Rückkehr

Nach rund eineinhalb Jahren bei DLA Piper ist der Bank- und Finanzrechtler Dr. Rolf Kobabe zu Luther zurückgekehrt. Der 43-Jährige wechselte zum Dezember als Partner in das Hamburger Büro der Kanzlei. Begleitet wurde er von Dominik von Wissel, der als Senior Associate kam.Kobabe hatte schon von 2005 bis Sommer 2006 als Associate für Luther gearbeitet. Er schloss sich dann aber dem Team um Dr. Wolfgang Richter an, das geschlossen zu DLA wechselte. Damals verlor Luther mit fünf Partnern und knapp zehn Associates den Großteil seiner Bank- und Finanzrechtspraxis in Berlin, Frankfurt und Hamburg.

Associate-Gehälter

Hengeler Mueller hat ihre Associate-Gehälter erhöht. Sie zahlt Berufseinsteigern ab sofort 100.000 bzw. 105.000 Euro abhängig von den Vorqualifikationen. Damit ist Hengeler die erste deutsche Kanzlei, die ein maximales Festgehalt jenseits der 100.000-Euro-Grenze zahlt. Nicht garantierte Bonuszahlungen eingerechnet, können Berufseinsteiger allerdings in einigen US-Sozietäten deutlich mehr verdienen. So kann ein Associate bei Latham & Watkins beispielsweise auf 100.000 Euro Festgehalt plus 40.000 Bonus kommen.

Ermittlungen eingestellt

Die strafrechlichen Ermittlungen gegen den Clifford Chance-Partner Dr. Kersten von Schenck sind endgültig beendet. Das Landgericht Frankfurt hat die sofortigen Beschwerden der Staatsanwaltschaft und des Nebenklägers Dr. Michael Bohndorf gegen die Entscheidung des Amtsgericht, das Hauptverfahren gegen von Schenck nicht zu eröffnen, verworfen. Von Schenck ließ sich in dem Verfahren vom Frankfurter Strafverteidiger Prof. Dr. Rainer Hamm vertreten.

Nächster Quereinsteiger

Dewey & LeBoeuf stockt ihre Steuerabteilung auf. Zum Januar wechselt der bisherige Clifford Chance-Counsel Dr. Bela Jansen (34) als Local Partner zu der US-Kanzlei. Jansen ist bereits der zweite aufstrebende Jung-Anwalt, der Clifford innerhalb kurzer Zeit verlässt.Jansen war seit 2002 bei Clifford in Frankfurt tätig. Bislang beriet er überwiegend international tätige Mandanten bei grenzüberschreitenden M&A-Transaktionen und Finanzierungen sowie bei öffentlichen Übernahmeangeboten. Erfahrungen bringt Jansen außerdem in der steuer- und bankaufsichtsrechtlichen Strukturierung von Kernkapitalprodukten mit.