Markt und Management

Die deutschen Partner von Allen & Overy haben Anfang Juli die Managementpositionen neu gewählt.Das Amt des Senior Partners übernimmt ab September der Hamburger Partner Dr. Cornelius Fischer-Zernin (57), der in den vergangenen fünf Jahren bereits Managing Partner der Kanzlei war. Dieser Posten wird künftig von dem Frankfurter Partner Dr. Peter Stenz (48) ausgefüllt.

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Anfang Oktober geht Allen & Overy mit einem vierten deutschen Büro in Düsseldorf an den Start. Bislang war die britische Kanzlei in Hamburg, Frankfurt und Mannheim präsent. Zum Aufbau der Praxis wechselt Dr. Thomas Austmann (46), ehemaliger Partner von Freshfields Bruckhaus Deringer, in die Kanzlei. Austmann bringt die nötige Managementerfahrung mit, bei Freshfields war er von 2003 bis 2006 Managing Partner des Düsseldorfer Büros. Ausgeschieden ist er dort im März 2007. In dem neuen Allen & Overy-Büro wird Austmann zunächst alleine starten, doch in den nächsten Monaten sollen noch weitere Anwälte dazukommen.

Neuer Standort

Im August eröffnet DLA Piper ihr bereits länger angekündigtes Münchner Büro. Zum Start wechselt der Kölner DLA-Partner Dr. Thomas Jansen (42) mit zwei Associates an die Isar. Die Kanzlei hatte schon seit einiger Zeit Pläne geäußert, einen Standort in München zu etablieren und hatte deshalb auch mit einer Reihe von möglichen Quereinsteigern gesprochen.

Die Umsatzsteigerung der deutschen Praxis von Mayer Brown Rowe & Maw ist 2006 nicht ganz so hoch ausgefallen wie im Vorjahr: Mit 45,1 Millionen Euro steigerte sie ihn allerdings noch einmal um 20,6 Prozent. 2005 hatte Mayer Brown in Deutschland noch 37,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entsprach damals einer Steigerung um 41,1 Prozent. Der Gewinn der Büros in Frankfurt, Köln und Berlin vor Steuern steigerte sich 2006 dagegen nur leicht um 6 Prozent und betrug 17,8 Millionen Euro.

Die Kölner Kanzlei Legerlotz Laschet hat ihre Praxis im Öffentlichen Wirtschaftsrecht mit einem Quereinsteiger erweitert: Dr. Bruno Stephan (65), der bis Ende 2006 geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbands Chemiehandel e.V. war, schloss sich der Sozietät Anfang Juni als of Counsel an.

Beiten Burkhardt blickt auf ein ereignisreiches erstes Halbjahr zurück: Neue, deutlich größere Büroräume im Frankfurter Westhafen-Tower sowie der Abschied von den Standorten Leipzig und Köln sind Indizien dafür, dass das Wachstum der Kanzlei keinesfalls planlos abläuft. Managing Partner Frank Obermann erläutert die strukturellen Maßnahmen der Kanzlei.

Nicht weniger als sieben Insolvenzverwalter von White & Case kümmern sich um die Holding und verschiedene Tochtergesellschaften der Schieder-Möbel-Gruppe. Neben Dr. Sven Undritz, der im bereits eröffneten Verfahren über die Muttergesellschaft die Zügel in der Hand hält, bestellte das Amtsgericht Detmold auch Dr. Klaus Pannen, Dr. Biner Bähr, Claudia Jansen, Bettina Schmudde, Dr. Martin Heidrich und Sylvia Fiebig für insgesamt siebzig Produktions- und Vertriebsgesellschaften im gesamten Bundesgebiet. Mitte Juni war das Vorhaben gescheitert, Europas größten Möbelhersteller vor einer Insolvenz zu retten.

Der bekannte Berliner Öffentlichrechtler Siegfried de Witt (63) hat sich der Immobilienboutique Lill Rechtsanwälte angeschlossen. Bislang hatte die Kanzlei keine Expertise im Öffentlichen Recht. Lill Rechtsanwälte war im Sommer des vergangenen Jahres entstanden, als sich Namenspartner Bernhard Lill mit seinem Team von Pietschmann Rechtsanwälte trennte (JUVE 12/06).

Die Berliner IP-Boutique Lubberger Lehment hat zum Juni mit Dr. Ulrich Hildebrandt einen weiteren Partner unter ihrem Dach aufgenommen. Der 39-Jährige ist spezialisiert auf Marken- und Urheberrecht.Hildebrandt war zuletzt für fünf Monate im Berliner Büro von Preu Bohlig & Partner tätig, davor hatte er seit 2005 als Einzelanwalt in der Hauptstadt gearbeitet. Seine berufliche Laufbahn hatte er jedoch in Düsseldorf bei der IP-Boutique Siebeke Lange Wilbert begonnen.

Manfred Finken ist als Managing Partner der deutschen Praxis von Freshfields Bruckhaus Deringer für weitere drei Jahre bestätigt worden.Für den 57-Jährigen ist es die zweite Amtszeit. Außer für die deutsche ist er auch für die österreichische und die osteuropäische Praxis verantwortlich. Finkens Wiederwahl folgt auf eine Zeit des Umbruchs in der Sozietät: Im letzten Jahr gehörte die umfangreiche Reorganisation der Partnerschaft zu seinen Aufgaben (JUVE 08/06). Mehr als 15 deutsche Partner haben dabei die Sozietät verlassen.

DLA Piper erweitert mit dem Zugang des prominenten Strafrechts-Professors Dr. Erich Samson ihr Spektrum.Als Ergänzung zur Compliance-Beratung, die von der britisch-amerikanischen Kanzlei bereits in England geleistet wird, soll der 66-Jährige in Deutschland nun das Spezialfeld Corporate Crime & Investigation aufbauen.