Markt und Management

Latham & Watkins hat im September für ihr Washingtoner Büro Nicholas DeNovio als Steuerpartner gewonnen. Der 44-Jährige war zuvor Deputy Chief Counsel der US-Finanzbehörde Internal Revenue Service (IRS).De Novio war seit Ende 2002 beim IRS tätig und seit 2004 für technische materiellrechtliche Steueraspekte und die Steuerverwaltung verantwortlich. Seine fachlichen Schwerpunkte sind internationale Steueraspekte in grenzüberschreitenden M&A-Transaktionen, Jointventures und Unternehmensrestrukturierungen. Begonnen hatte DeNovio seine Laufbahn in eigener Praxis in New York. 1995 wurde er Partner bei Baker & McKenzie, 1999 wechselte er zu PricewaterhouseCoopers nach Washington.

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GSK Gassner Stockmann & Kollegen und ihre Londoner Kollegen von Nabarro Nathanson Cyrus Mehta werden in den nächsten drei Jahren die EU-Kommission auf den Gebieten Energie und Verkehr beraten. Die Kanzleien bekamen den Zuschlag für einen entsprechenden Rahmenvertrag, der europaweit ausgeschrieben worden war. Die Beratung wird nach derzeitiger Schätzung des GSK-Partners Wulf Clausen etwa ein Drittel der Tätigkeit seines Teams in Anspruch nehmen, zu dem auch die Associates Dr. Volker Maaß, Dr. Jens Brambring und Ine Mollenhauer gehören.

Die Frankfurter Transaktionsboutique Lachner Graf von Westphalen Spamer hat mit Prof. Dr. Peer Zumbansen einen international tätigen Wissenschaftler als of Counsel gewonnen. Der 38-Jährige soll die Kanzlei unter anderem dabei unterstützen, ihre Kontakte in die USA und nach Kanada zu intensivieren.Zumbansen hat derzeit einen Lehrstuhl an der Universität von Toronto inne. Zudem gibt er das englischsprachige 'German Law Journal' heraus, eine Internet-Fachzeitschrift zum Wirtschaftsrecht in Deutschland.

Clifford-Senior-Associate Peter Schaede ist im September zur HVB nach München gegangen. Der 38-Jährige wird dort als Managing Director Leiter des Advisory and Transaction Managements Equity Capital Markets. "Der Wechsel ins operative Geschäft der HVB bietet mir bessere Perspektiven und größere Unabhängigkeit", begründete Schaede seine Entscheidung, die nach längeren Verhandlungen mit dem Bankhaus fiel.

La Scala & Associati, das italienische Mitglied des Kanzleinetzwerks European Legal Alliance, zu dem auch Buse Heberer Fromm gehört, hat zum August ein Büro in Rom eröffnet. Sie hat sich dazu mit der Arbeitsrechtsboutique Lauro Sovani & Associati zusammengeschlossen. Inzwischen sind sieben Anwälte in der italienischen Hauptstadt tätig. Der Hauptsitz von La Scala ist in Mailand. Lauro Sovani war von den ehemaligen Lovells-Partnerinnen Francesca Lauro und Rosanna Sovani gegründet worden. Um Mandanten in Rom nun Fullservice bieten zu können, sind zwei Mailänder Partner nach Rom gewechselt. Vor Ort berät La Scala damit auch im Gesellschafts- und Bankrecht; Immobilienrecht sowie IT/IP deckt das römische Büro zunächst in standortübergreifender Zusammenarbeit mit den Mailänder Partnern an. Da das italienische Patentamt in Rom ist, soll mittelfristig ein IP-Anwalt nach Rom wechseln.

Von Minckwitz Erdl Kochenburger hat Ende August ihr Büro in Leipzig geschlossen. Namenspartnerin Ursula von Minckwitz arbeitet nun vom Münchner Standort aus. Die Bau- und Vergaberechtskanzlei war mit zuletzt insgesamt vier Anwälten in Leipzig. Zwei von ihnen werden das Angebot der Kanzlei annehmen und nach Frankfurt bzw. München wechseln. Ein Anwalt möchte aus persönlichen Gründen Leipzig nicht verlassen. Zur Entscheidung, den Standort zu schließen, erklärte von Minckwitz: "Die Mandatsstruktur und vor allem der anhaltende Anstieg der baurechtlichen Mandate in dem erst vor drei Jahren eröffneten Münchner Büro erfordert dort meine Präsenz. Durch diesen Wechsel ist die Schließung des von mir geführten Leipziger Büros bedingt."

Dr. Sandra Haak wird zum September neue Partnerin bei Jasper Rechtsanwälte in Düsseldorf. Die 32-Jährige war in den vergangenen drei Jahren bei Heuking Kühn Lüer Wojtek als Associate im Dezernat der renommierten Vergaberechtlerin Dr. Ute Jasper tätig.Außer dem Eintritt Haaks ist mit Carsten Böke ein weiterer Anwalt zum Partner bei Jasper ernannt worden. Damit besteht die Kanzlei nun aus drei Partnern sowie einem weiteren Mitarbeiter.

Annäherung

Die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) bemüht sich, Großkanzleien wieder stärker in die Aktivitäten der Anwaltsvertretung einzubinden. Daher lud sie gestern zum ersten Mal Vertreter von zehn großen deutschen Wirtschaftskanzleien nach Berlin ein.Auf dem Treffen offenbarten sich erhebliche atmosphärische Spannungen zwischen Verband und Großkanzleien sowie gegenseitige Informations- und Wahrnehmungsdefizite. So zeigten sich Großkanzleivertreter überrascht von der Existenz und der weit fortgeschrittenen Arbeit des BRAK-Ausschusses Internationale Sozietäten. Dagegen bezeichnete der Partner einer Großkanzlei die derzeit erarbeitete BRAK-Position zur Regelung von Interessenkonflikten als "bürokratisches Monster".

Zuwachs in Düsseldorf

Dr. Richard Schmidt, bis Mitte September Partner bei McDermott Will & Emery in Düsseldorf, ist nun bei Shearman & Sterling tätig. Der 40-jährige Steuerrechtler, der zunächst als Senior Associate bei Shearman eingestiegen ist, arbeitet vor allem transaktionsbezogen und passt von daher gut in die Praxis der US-Kanzlei. Schmidts Schwerpunkte liegen in der steuerlichen Strukturierung von nationalen und internationalen M&A-Transaktionen, Jointventures sowie von Private-Equity-Investments.

Grüße nach Moskau

Der langjährige Equity Partner der US-Kanzlei Salans, Philipp Windemuth, ist Anfang des Monats zu White & Case gewechselt. Der 46-Jährige, zuletzt im Salans-Büro in St. Petersburg tätig, verstärkt nun den Berliner Standort von White & Case.Windemuth, der als Anwalt in den USA und Frankreich zugelassen ist, war 14 Jahre bei Salans. Er hat für die US-Kanzlei mit starker Osteuropa-Präsenz die Standorte Moskau und St. Petersburg mit aufgebaut.

Beben in London

Tony Keal, einer der größten Anwaltsstars der Londoner City, kehrt Allen & Overy den Rücken. Der 54-Jährige geht im Oktober nach über 30 Jahren in der Magic-Circle-Kanzlei zu der hochprofitablen US-Sozietät Simpson Thacher & Bartlett. Englischen Presseberichten zufolge kündigte Keal Mitte September. Dem waren längere Auseinandersetzungen mit dem Management bezüglich der unterschiedlichen Leistungsstärke zwischen der Corporate- und der Financepraxis bei Allen & Overy vorausgegangen, heißt es.

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