Markt und Management

Nächster Abgang in New York

Der 52-Jährige Joe Cyr ist der nächste in der langen Reihe von Clifford Chance-Partnern in New York, der sich eine neue berufliche Heimat sucht: Seit Anfang April ist der erfahrene Litigation-Spezialist Partner im New Yorker Büro von Lovells.Cyr, 1980 als Anwalt zugelassen, war seit dem Jahr 2000 bei Clifford, zu der er von Morgan Lewis & Bockius kam. Sein Schwerpunkt liegt insbesondere bei Verfahren mit internationalen Komponenten, bei finanzrechtlich geprägten Auseinandersetzungen (etwa im Wertpapierrrecht) und Class-Action-Verteidigungen.

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Dr. Arnd Hermann baut für die Nachrichtenagentur Reuters AG in Deutschland eine Rechtsabteilung auf. Der 33-Jährige war bis zum 1. April Associate bei Baker & McKenzie in Frankfurt und dort im Arbeitsrechtsdezernat von Partner Dr. Ulrich Ziegler. Hermann erklärte, ihn habe insbesondere die Möglichkeit gereizt, für das Unternehmen als "Leiter Recht Germany" eine Rechtsabteilung zu etablieren und die Rechtsberatung zu strukturieren. "Der Kontakt kam dadurch zustande, dass Baker Reuters insbesondere arbeitsrechtlich beraten hat."

Unter Leitung des deutschen Rechtsanwalts Oliver Wiesike hat die französische Kanzlei Weissberg Gaetjens Ziegenfeuter & Associés im Februar ein Büro in Lyon eröffnet. Bevor Wiesike vor zwei Monaten zu Weissberg wechselte, war er knapp zwei Jahre lang Mitglied des German Desk von Landwell & Associés in Paris. Wiesike war 1999 nach dreieinhalb-jähriger Tätigkeit bei Fiedler & Forster in Frankfurt - schon damals mit einem hohen Anteil deutsch-französischer Mandate - nach Paris zu Coudert Brothers gekommen.

Morgan Lewis wird mit einem 15-köpfigen Anwaltsteam von der renommierten Pariser Kanzlei De Pardieu Brocas Maffei & Leygonie im Juni ein Büro in Paris eröffnen. Die Leitung dieses vierten europäischen Büros der US-Kanzlei soll der ehemalige De Pardieu-Namenspartner Jean Leygonie übernehmen. An seiner Seite werden drei weitere Partner und elf Associates von De Pardieu tätig werden.

Der Londoner Simmons & Simmons-Partner Rhys Williams ist in die Medien- und Telekommunikationsgruppe von Bird & Bird gewechselt. Williams war seit 1997 bei Simmons tätig und wurde 2002 zum Partner ernannt. Für den Wechsel zu Bird & Bird brach der Medien- und TK-Spezialist ein sechsmonatiges Secondment bei MCI als Chief International Counsel ab. Williams zählt zahlreiche nationale wie internationale IT- und TK-Unternehmen, darunter auch Swisscom Eurospot, sowie Behörden zu seinen Mandanten.

Der Immobilienrechtler Christopher Berry verlässt Jones Day. Für Hogan & Hartson wird er künftig die Immobilienrechtspraxis am Londoner Standort leiten. Über das genaue Datum seines Ausscheidens verhandeln die beteiligten Parteien derzeit noch. Mit Berry verliert Jones Day den ersten Partner aus der Riege der Gouldensanwälte seit der Fusion der beiden Kanzleien im Februar 2003 (JUVE 03/03).

Wie bereits seit einiger Zeit vermutet (JUVE 04/04) wird Lovells im Herbst ein Büro in Madrid eröffnen. Managing Partner wird José Maria Balañá (40), derzeit noch Leiter der Corporate/M&A-Praxis der renommierten spanischen Sozietät Cuatrecasas.Balañá selbst gilt als einer der führenden Corporate-Anwälte Spaniens. Er beriet unter anderem Vodafone beim Erwerb von Airtel und zählt 3i zu seinen Mandanten. Vor seiner Tätigkeit bei Cuatrecasas war er bis 1999 Partner bei Loeff Claeys Verbeke und leitete für die belgische Kanzlei, die 2001 mit Allen & Overy fusionierte, die spanische Niederlassung.

Justin Spendlove (48), der Ex-Managing Partner von Ashurst, ist Ende März zur New Yorker Sozietät Fried Frank Harris Shriver & Jacobson gewechselt. Der 48-Jährige besetzt im Londoner Büro von Fried Frank die neu geschaffene Position eines European-Managing Partners.Finance-Partner Spendlove, der seit 2000 Ashurst als Managing Partner leitete, wurde in dieser Funktion erst im Januar von Simon Bromwich (37) abgelöst. Spendlove hatte die knapp zehn Monate dauernden Fusionsverhandlungen mit Fried Frank maßgeblich betreut, die jedoch im Sommer 2003 gescheitert waren (JUVE 06/03). In das modifizierte Lockstep-System von Fried Frank wird er laut englischen Presseberichten mit einem geschätzten jährlichen Verdienst von 1,25 Millionen Dollar als 'Superpointer' einsteigen.

Der Amsterdamer KSU-Verlag hat auch in diesem Jahr seine Analyse des niederländischen Rechtsmarktes "De Stand van de Advocatuur" vorgelegt. Das Werk legt dabei besonderen Wert auf die statistische Erfassung der Anwaltschaft unter unterschiedlichen Gesichtspunkten. JUVE stellt hier die wichtigsten Trends aus dem jährlich erscheinenden Report vor. Außerdem: Ein Blick auf die Umsätze und Profite der Kanzleien. Größenstatistik

Der angesehene Londoner Immobilienrechtler David Taylor wechselt von Herbert Smith zu DLA. Dort wird er die Real Estate-Gruppe leiten. Mit diesem prominenten Neuzugang rückt DLA dem erklärten Ziel, ihrer immobilienwirtschaftlichen Praxis mehr Profil zu verleihen, einen deutlichen Schritt näher.Der bisherige Praxisgruppen-Leiter Philip Rooney wird sich englischen Presseberichten zufolge wieder ganz der Mandatsarbeit widmen. Taylor, der vor etwa vier Jahren überraschend Berwin Leighton (heute BLP) verlassen hatte, um Senior Counsel bei Herbert Smith zu werden, zählt unter anderem British Land, BG und Akeler zu seinen Mandanten. Taylor gilt zudem als besonders erfahren in der Entwicklung von Wohngebieten.

Der bisherige Haarmann Hemmelrath-Sozius und Steuerberater Andreas Braunwarth hat sich zusammen mit Philipp Weitmeier, einem Haarmann-Anwalt, im April selbstständig gemacht. In der Hansestadt eröffneten sie die Sozietät Braunwarth Weitemeier, die sich als Steuer- und Gesellschaftsrechtsboutique versteht."Wir halten es für erfolgversprechender, in einer fokussierten Einheit zu operieren", erklärte Braunwarth den Schritt weg von Haarman in die Selbständigkeit. "So ist man flexibler." Außerdem habe man anders als in einer Großkanzlei die Kontrolle über alle Vorgänge und könne seine eigenen Vorstellungen persönlicher Beratung umsetzen. Als weiteres Motiv nennt er das neue Vergütungssystem bei Haarmann (JUVE 03/04), das er "nicht für ausreichend attraktiv" hält. Bei Null fängt die Kanzlei nicht an. "Die meisten meiner Mandanten werden mitkommen", sagte Braunwarth.

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