Markt und Management

Paris

Fünf Partner und sechs Associates der renommierten Pariser Corporate-Kanzlei Sokolow Dunaud Mercadier & Carreras wechseln zum Januar in das Pariser Büro von Norton Rose. Mit von der Partie ist auch Namenspartner und M&A-Anwalt Jean-Francois Mercadier (47). Mit Mercadier wechseln außerdem die M&A-Partner Pascale Gallien (40) und Alain Malek (37), sowie Hervé Castelnau (39), Spezialist für Medien und Telekommunikation, und Alexandre Brabant (42), Partner im Bereich Schiedsverfahren (vormals Gide Loyrette Nouel).

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
CMS-Verbund

Seit dem 25. November operieren die deutschen, englischen und österreichischen Mitglieder des internationalen CMS-Netzwerkes in Prag unter einem Dach. In einem Jointventure-Vertrag besiegelten CMS Hasche Sigle, CMS Cameron McKenna und CMS Strommer Reich-Rohrwig Karasek Hainz ihre zukünftige Zusammenarbeit in Tschechien. Unter dem Namen 'CMS Cameron McKenna Voss' wird erstmals innerhalb des CMS-Verbundes auch eine finanzielle Partizipation stattfinden. "Bei dem Prager Büro handelt es sich um ein echtes Jointventure-Unternehmen, in dem Sinne, dass die beteiligten Partner das Ergebnis nach einem fest vereinbarten Schlüssel untereinander aufteilen", erklärte Cornelius Brandi, Managing Partner von CMS Hasche Sigle. "Im Zuge der EU-Erweiterung ist die Präsenz in Zentraleuropa ein wichtiger Aspekt der CMS-Strategie. Das Jointventure stellt daher einen strategischen Schritt und eine weitere Stärkung des CMS-Verbundes dar. Im Zusammenspiel können wir unsere Mandanten in Tschechien und Zentraleuropa noch effektiver beraten", so Brandi weiter. Vergleichbare Unternehmen seien auch in Warschau, Moskau und Budapest denkbar, bislang gäbe es jedoch noch keine konkreten Vorhaben.

Partnerabgänge

In den vergangenen Wochen hat Haarmann Hemmelrath erneut mehrere Steuerrechts-Partner verloren. Neben Dr. Hans-Georg Berg, der im Oktober vom Frankfurter Haarmann-Büro zu Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom wechselte (JUVE Rechtsmarkt 11/03), gingen nun auch der Stuttgarter Steuerberater Hans-Martin Eckstein, der Münchner Steuerstrafrechtler Jan-Olaf Leisner und der ebenfalls bislang in München tätige Steuer-Anwalt Michael von Waldthausen.Hans-Martin Eckstein (43) kehrt nach drei Jahren zurück zu PricewaterhouseCoopers, wo er bereits von 1985 bis 2001 tätig war. Ab März 2004 wird er die German Tax Group von PwC in New York leiten. Der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer war 2001 aus der Stuttgarter PwC-Präsenz als Partner zu Haarmann gekommen und gehörte zum Startteam des neu eröffneten Büros der Sozietät am Standort.

Mayer Brown Rowe & Maw geht das Thema Europa strategisch an: Ein international besetztes Steering Committee wird die weitere Entwicklung in der alten Welt unter die Lupe nehmen und vorantreiben.In regelmäßigen Meetings werden Paul Maher (Senior Partner London), Mark Wojciechowki (New York), die Briten David Allen und Stephen Bottomley, die Pariser Jean-Phillippe Lambert und Jean-Pierre Lee, die Frankfurter Reinhart Lange und Johann-Christoph Gaedertz und der Kölner Christof Gaudig das weitere Vorgehen erörtern. Mit ihren Vorplanungen und Ideen werden sie dann die Geschäftsführung unterstützen und beraten.

Ausbau in München

Erneut verzeichnet Heuking Kühn Lüer Wojtek einen Neuzugang im noch jungen Münchner Büro: Dr. Michael Lauterbach kommt von Arcon Rechtsanwälte Schmidt-Sibeth Heisse Weisskopf Kursawe und ergänzt die bayrischen Heuking-Kompetenzen insbesondere um das Bankrecht. Mit ihm wird die Associate Corinna Storf zu Heuking übersiedeln.Lauterbach war acht Jahre bei Arcon und dort Partner. Der 40-Jährige erklärte, ihn reize die Start-up-Situation des elf Anwälte zählenden bayrischen Büros, die sich mit "einer guten Struktur und einem professionellen Background" verbinde. Thomas Richter, Partner bei Arcon bedauerte den Weggang des langjährigen Kollegen, wies jedoch darauf hin, dass keine Know-how-Lücke entstehe und Bankrecht natürlich weiterhin eine wichtige Rolle im Beratungsgefüge der Kanzlei spielen werde.

Australien

Die australische Top-10-Kanzlei Blake Dawson Waldron hat zur Jahresmitte ihr eigenes German Desk gegründet. Maßgeblicher Initiator ist Dr. Wolfgang Hellmann, Senior-Associate und deutscher Rechtsanwalt aus dem Melbourner Büro.Mit der Errichtung des German Desks honoriert Blake Dawson nicht nur Hellmanns bisherige Arbeit, sondern weitet damit auch ihr bestehendes Angebot an internationale Mandanten aus. Die Kanzlei unterhält bereits ein French und ein Japanese Desk sowie ein starkes Büro in London. In ihrem German Desk bündelt sie künftig neben Hellmanns Expertise auch die von drei Partnern aus den Büros Melbourne, Perth und Sydney. Das Londoner Büro der Kanzlei ist mit den Partnern Geoff Hone und Sandra Lanigan sowie einem weiteren Anwalt im neuen Desk vertreten. Alle Beteiligten verfügen über langjährige Erfahrungen bei der Betreuung deutscher börsennotierter Unternehmen in Australien.

Laurent Cohen-Tanugi, seit zwölf Jahren Partner bei Cleary Gottlieb Steen & Hamilton in Paris, wechselt zum Jahresbeginn als General Counsel zu seinem Mandanten Sanofi-Synthelabo. Sein Wechsel wird als ernsthafter Verlust für das als sehr stark geltende französische Büro der US-Kanzlei betrachtet.Nach 20 Jahren bei Cleary habe er sich ein breiteres Aufgabenfeld gewünscht, erklärte der 46-jährige Corporate-Anwalt gegenüber der englischen Fachpresse. Sanofi, seit langem Mandant der französischen Praxis, ist eines der größten europäischen Pharma-Unternehmen mit weltweit mehr als 34.000 Mitarbeitern. Cohen-Tanugi, der seinen künftigen Arbeitgeber seit mehreren Jahren in Corporate-Angelegenheiten betreut hat, wird das weltweite Rechtsteam mit insgesamt 100 Juristen führen. Der bisherige Leiter, Jean-Pierre Kerjouan, wird Special Adviser des Konzerns.

Die Diskussion um die Trennung von Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung hat nun auch Frankreich erfasst. Nachdem sich vor einigen Monaten die KPMG-Kanzlei Fidal von ihrer WP-Mutter getrennt hatte, ist Ende Oktober bekannt geworden, dass auch die Deloitte & Touche-Tochtersozietät D&T Juridique et Fiscal in die Unabhängigkeit strebt.Allerdings wird die Trennung radikaler sein als bei KPMG. Die D&T-Kanzlei soll laut 'Legal Week' einen anderen Namen, neue Räumlichkeiten und eine neue Führung erhalten. Zudem wird es keine gemeinsame Gewinnverteilung oder gemeinsames Marketing mehr geben. Bei KPMG hingegen wurden bevorzugte Beziehungen zu Fidal aufrechterhalten.

Köln

Im Alter von 66 Jahren ist am 18. Oktober einer der bekanntesten Baurechtler in Deutschland verstorben. Prof. Dr. Walter Jagenburg machte sich über Jahrzehnte insbesondere durch seine umfangreiche publizierende Tätigkeit einen Namen und galt darüber hinaus auch als anerkannter Schiedsrichter.Jagenburg war Honorarprofessor der Universität zu Köln im privaten Baurecht. Der Anwalt dozierte zudem an der Immobilienakademie der European Business School und war Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Baurecht und der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung. Er war Autor zahlreicher Bücher, unter anderem des baurechtlichen Standardkommentars Jagenburg/Sieber/Mantscheff, und ständiger Mitarbeiter der Zeitschriften "baurecht" und der IBR. Erst im vergangenen Jahr ehrten ihn Kollegen zum 65. Geburtstag mit einer Festschrift.

Seiteneinsteiger

René Chaineux, ehemaliger Richter am Landgericht Düsseldorf, ist Mitte Oktober als Associate in die Aachener Kanzlei Delheid Soiron Hammer eingetreten. „Mir ist es wichtig, mit Menschen zusammen zu arbeiten, nicht nahezu ausschließlich mit Akten", so Chaineux (32). "Deshalb bin ich aus dem Richterdienst ausgeschieden, um wieder als Rechtsanwalt tätig zu sein." Nach zweieinhalb Jahren im Richteramt war er Ende 2002 aus dem Staatsdienst ausgeschieden und schrieb seitdem an seiner Doktorarbeit. Die Kanzlei Delheid war dem ehemaligen Richter aus seiner Nebentätigkeit in einer Anwaltskanzlei während des Referendariats bekannt. "Ich hatte sie öfter auf der Gegenseite, wo sie mir durch fundierte Arbeit auffiel", beschreibt er seinen damals gewonnenen Eindruck. Er bewarb sich bei Soiron, weil ihn "die gebotene Möglichkeit reizte, mich in angenehmem Umfeld als Anwalt auf Bau- und Mietrecht zu spezialisieren. Die Materie ist mir durchaus vertraut, da ich als Richter zu großen Teilen baurechtliche Verfahren bearbeitet habe", sagte Chaineux.

Großbritannien

Bereits den sechsten Partnerverlust innerhalb eines Jahres hat das Londoner Büro von Bird & Bird zu verzeichnen. Als jüngster Abgang verließ im Oktober der Steuerexperte Richard Ward die Kanzlei. Ward, der seit 1993 Partner bei Bird & Bird war, wird zukünftig die Leitung der britischen Steuerpraxis von Debevoise & Plimpton übernehmen. Nur kurze Zeit zuvor war ein weiterer Sesselwechsel bekannt geworden: Bank- und Finanzspezialist Matthew Lindsay wechselte zur City-Kanzlei Mishcon de Reya und wird dort Leiter der Praxisgruppe Banking. Lindsay war erst 2001 von Olswang zu Bird & Bird gekommen, um das Insolvenz- und Banking-Team der Kanzlei zu verstärken. Erst vor wenigen Monaten hatten auch die beiden Arbeitsrechts-Partnerinnen Corinne Aldridge und Helen Parker Bird & Bird den Rücken gekehrt, um eine eigene Kanzlei zu eröffnen.

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