Markt und Management

Die auf das Medienrecht spezialisierte Kanzlei Lausen aus München hat im Mai in Köln einen zweiten Standort eröffnet. Leiter des Büros ist der bisher in München tätige Partner Stephan Baur."Köln ist neben München der interessanteste Standort in der Medienbranche", erläuterte Stephan Baur den Schritt in die Rhein-Metropole. Ziel der Neueröffnung ist, bestehende Mandantsbeziehungen und Kontakte nach Nordrhein-Westfalen zu intensivieren und den Mandanten einen besseren Service vor Ort zu bieten.

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Der Bankrechtler Dr. Hans-Günther Nordhues (40) ist seit 1. Mai 2003 neuer Partner bei Nörr Stiefenhofer Lutz in Frankfurt. Der bisherige Leiter des Bereiches Bank- und Kapitalmarktrecht bei Ashurst Morris Crisp in Deutschland, der die Kanzlei vor kurzem verlassen hatte, kann sich damit nun neuen Aufgaben widmen.Nordhues soll die bank- und kapitalmarktrechtlichen Kompetenzen bei Nörr zusammenführen und der "stetig wachsenden Praxis weitere entscheidende Impulse geben", sagte Dr. Dieter Schenk, einer der Sprecher der Sozietät.

Die transatlantischen Fusionsverhandlungen zwischen Londoner der Top-Ten Kanzlei Ashurst Morris Crisp und der New Yorker Sozietät Fried, Frank, Harris, Shriver & Jacobson sind endgültig abgebrochen worden.Nachdem sich die Gespräche knapp zehn Monate lang hingezogen haben, teilten die Kanzleien am 6. Mai 2003 der Presse mit, dass “wir gemeinsam zu der Entscheidung gelangt sind, dass es zu viele Unsicherheiten auf dem Weg zu einem wirklichen Zusammenschluss der zwei großen und traditionsreichen Partnerschaften gibt.”

Schwarz Kelwing Wicke

Die bislang vor allem in München und Berlin präsente Sozietät hat sich zum Mai in Frankfurt mit Westpfahl Rechtsanwälte und in Dresden mit der Kanzlei Gregory Raven zusammengeschlossen. Die Praxis firmiert nun unter Schwarz Kelwing Wicke Westpfahl und beschäftigt 65 Anwälte an fünf Standorten.Nach Auskunft des Berliner Schwarz Kelwing-Partners Matthias Druba peilt die Kanzlei jetzt an, in allen noch fehlenden Wirtschaftszentren Deutschlands aufgestellt zu sein.

Prof. Dr. Martin Meißner verstärkt seit Mai 2003 die immobilienrechtliche Kompetenz von Latham & Watkins Schön Nolte. Der 39-jährige wird im Frankfurter Büro tätig sein, das weiter ausgebaut wird und bereits im vergangenen Jahr einige namhafte Zuwächse verzeichnete.Meißner, der als Partner bei Latham einsteigt, war zu Beginn seiner Karriere bei Wessing tätig, wechselte dann 1998 zu Andersen Luther. Drei Jahre später wurde er dort Partner und schließlich stellvertretender Leiter der German Real Estate Service Line bei Luther Menold. Der Anwalt bringt Erfahrung aus Projektentwicklungen, Privatisierungen und Immobilientransaktionen mit.

Zum 1. Mai 2003 ist Volker G. Heinz (59) als Partner bei Haarmann Hemmelrath in Berlin ausgeschieden, um sich am Kurfürstendamm selbstständig zu machen. 1999 war Heinz nach Stationen bei Wessing und Wilmer Cutler aus Einzelpraxis als Partner in das Berliner Büro von Haarmann eingetreten. Vor allem das Notariat war damals ein wichtiges Argument für Heinz' Wechsel in eine Großkanzlei. Haarmann hatte in Berlin noch keinen Anwaltsnotar und Heinz - auch englischer Barrister und Scrivener Notary in London - war an einer Internationalisierung des notariellen Service gelegen. Diese Rechnung scheint nicht aufgegangen zu sein. "Die ursprüngliche Überlegung, ein internationales Notariat unter Einbeziehung des Londoner Büros aufzubauen, war aufgrund des engen regulatorischen Umfelds nicht mit wirtschaftlich befriedigenden Ergebnissen realisierbar", erläuterte Heinz die Hintergründe. Auch in der Anwaltstätigkeit mit Schwerpunkten im nationalen und internationalen Immobilienrecht hätten sich nicht genug Synergien ergeben.

Dr. Robert von Steinau-Steinrück (39), seit 2001 assoziierter Partner in der wohl angesehensten deutschen Arbeitsrechtspraxis von Gleiss Lutz, wechselt zum 1. Juni 2003 in Berlin zu Luther Menold. Für die Gleiss-Arbeitsrechtler ist Steinau-Steinrück der erste Weggang überhaupt auf Partnerebene.Bei Luther wird Steinau-Steinrück das Arbeitsrecht am Berliner Standort leiten. Er ersetzt Dr. Katrin Arend, die zum Jahreswechsel als Leiterin Kollektivarbeitsrecht zum Deutschen Dialyse-Institut mit rund 6.000 Mitarbeitern gewechselt ist.

Jetzt ist es offiziell

Das europäische Kanzlei-Netzwerk Denton International (DI) wird spätestens bis Ende dieses Jahres formell beendet. "Ich rechne sogar mit einer einvernehmlichen Auflösung bereits im Spätsommer", sagte Dr. Dieter Bohnert, Düsseldorfer Partner des deutschen DI-Mitglieds Heuking Kühn Lüer Wojtek.Bohnert wies darauf hin, dass sich für die Mandanten durch den kurz vor Ostern von DI gemeinsam gefällten Entschluss zunächst nichts ändern werde. "Wenn Denton Wilde Sapte für einen Mandanten einen deutschen Anwalt braucht, geht sie auch weiterhin zu Heuking", sagte das Mitglied des Heuking-Managements.

Dr. Frank Zahn (35), Partner im Berliner Büro von Luther Menold und seit der Fusion einer der beiden Standortleiter, verlässt die MDP-Kanzlei und geht zu Görg Rechtsanwälte am Ort.Als Grund für seinen Schritt nannte Zahn den "größeren Charme", den eine unabhängige Anwaltskanzlei gegenüber einer WP-nahen Kanzlei habe. "An Görg reizt mich die Möglichkeit der unabhängigen Vertretung von Mandanten außerhalb der von MDP-Modellen bestehenden Beschränkungen", erklärte Zahn.

Securitisation

Einer der angesehensten jungen deutschen Securitisation-Anwälte, Dr. Jens Rinze, wird ab Mai 2003 Partner bei Lovells in Frankfurt. Der Wechsel des 35-jährigen bisherigen Hengeler-Associates untermauert endgültig, dass Bewegung in den hierzulande noch recht neuen Beratungsmarkt dieser Produktgruppe gekommen ist.Erst im Februar war Ulf Kreppel (36) als erfahrener Associate von Allen & Overy zu White & Case, Feddersen gegangen, um als Partner die dortige Securitisation-Praxis aufzubauen; bereits im vergangenen Jahr verließ Jörg Wulfken Clifford Chance Pünder in Richtung Mayer, Brown, Rowe & Maw Gaedertz.

Nach 13 Jahren bei Hölters & Elsing in Berlin ist Partner Dr. Thomas Miller aus der Kanzlei ausgeschieden. Seit Anfang April 2003 verstärkt der IP-Spezialist und Notar als neuer Partner Krohn Rechtsanwälte in der Hauptstadt.Krohn verfügt damit nunmehr über drei Partner sowie einen Associate am Berliner Standort.

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