Markt und Management

A&O und Cadwalader

Im englischen Insolvenzverfahren des amerikanischen Energieunternehmens TXU sind Allen & Overy und Cadwalader Wickersham & Taft in die Kritik geraten. Den Kanzleien werden Interessenkonflikte vorgeworfen, weil sie sowohl für verschiedene Gläubiger als auch für KPMG, einen der zwei Insolvenzverwalter, beratend tätig gewesen sind.Laut "The Lawyer" hat Allen & Overy neben der WP-Gesellschaft einen Gläubigerpool beraten, dem TXU rund 1,1 Millionen Euro schuldet, während Cadwalader die Inhaber von TXU-Anleihen vertritt.

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Richard Brown, bislang Executive Director bei Goldman Sachs in London ist in die Equity-Capital-Markets-Praxisgruppe von Lovells in der britischen Hauptstadt gewechselt.Brown war zuvor drei Jahre lang bei Goldman Sachs beschäftigt, wo er vor allem europäische Kapitalmarkt-Transaktionen betreute.

Enron

Die Ermittlungen in der Enron-Pleite gehen weiter: Sonderermittler Neal Batson (Alston & Bird) hat nun auch die drei US-Kanzleien Weil, Gotshal & Manges; Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom und Milbank, Tweed, Hadley & McCloy im Visier.Wegen ihrer zentralen Beraterrolle im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der Enron-Pleite müssen die Kanzleien Mandatsunterlagen an den vom New Yorker Southern District Bankcruptcy Court als Sonderermittler eingesetzten Batson übergeben. Das berichtete Mitte Februar der "New York Lawyer".

Anwältinnen in Spitzenpositionen sind auch in England unterrepräsentiert. Dies ergab eine Erhebung des Marktforschungsunternehmens Winmark, über die "Legal Week" berichtete.Danach beläuft sich der Anteil weiblicher Partner in britischen Sozietäten auf durchschnittlich nur 18 Prozent, obwohl die Zahl der Anwältinnen seit Jahren stetig wächst und es bald mehr Frauen als Männer in der Anwaltschaft geben dürfte.

Ende 2002 hatten die chinesischen Behörden der US-Kanzlei die nötige Lizenz für ein Büro in Schanghai erteilt und damit grünes Licht für die Expansionsvorhaben im Reich der Mitte gegeben. Managing Partner im neuen Büro wurde Danian Zhang, der bislang im Pekinger Standort tätig war. Die stark gestiegene Anzahl ausländischer Investitionen und der wirtschaftliche Erfolg des vergangenen Jahres werden nach Ansicht von Zhang die Modernisierung Chinas beschleunigen. Mit nunmehr zwei Büros im Lande sei Baker & McKenzie gut positioniert, dem zunehmenden Bedarf an internationaler Rechtsberatung entgegenzukommen.

Mit dem Seiteneinstieg eines bekannten Prozessrechtlers hat die ursprünglich aus Großbritannien stammende Sozietät Allen & Overy einen bedeutsamen Schritt beim Aufbau ihres New Yorker Büros gemacht.Michael Feldberg, Leiter der Litigation-Praxisgruppe der New Yorker Kanzlei Schulte Roth & Zabel steigt als Partner bei A&O ein. Hinzu kommt Senior Counsel Pamela Rogers Chepiga, die bislang bei Cadwalader Wickersham & Taft tätig war.

Der Mannheimer Shearman & Sterling-Partner Dr. Heino Rück (42) ist seit Februar Aufsichtsratsvorsitzender der Drogeriekette dm. Rück ist damit Teil der neuen Unternehmenspolitik: Das Kontrollgremium wurde bei der dm Drogeriemarkt GmbH & Co. KG neu geschaffen.In das Amt wurde der Anwalt aufgrund seiner guten Kontakte zum Gründer und geschäftsführenden dm-Gesellschafter Götz Werner berufen, den Rück bereits seit 1994 in gesellschaftsrechtlichen Fragen berät.

Die in der Arbeitnehmervertretung renommierte Münchner Arbeitsrechtsboutique Seebacher & Helm hat sich bereits zum Oktober vergangenen Jahres getrennt. Die beiden ehemaligen Namenspartner Krikor R. Seebacher (49) und Rüdiger Helm (38) firmieren am Ort seitdem in den neuen Kanzleien Seebacher Fleischmann Müller bzw. Kanzlei Rüdiger Helm.Die neue Praxis Seebachers umfasst insgesamt sechs Anwälte, Helm ist mit drei weiteren Anwälten tätig. Als besondere Teilschwerpunkte gelten bei Seebacher Finanzdienstleister, bei Helm Handelsunternehmen. Seebacher vertritt unter anderem Betriebsräte von Deutsche Post und Vodafone sowie von einigen großen Versicherern und Banken, während Helm etwa bei

Osborne Clarke hat im vergangenen Jahr in Großbritannien insgesamt 23 Partner verloren. Der neue Managing Partner der Kanzlei, Simon Beswick, gestand gegenüber "Legal Week" ein, dass man den Konjunkturabschwung nicht rechtzeitig bemerkt und deshalb in 14 Fällen Partnern sogar den Weggang nahe gelegt habe."Die Praxen hatten sich als nicht mehr profitabel genug erwiesen", brachte es ein anderer OC-Partner auf den Punkt. In den weiteren Fällen habe es jedoch andere Gründe für das Ausscheiden gegeben.

Hochkaräter verlassen die Magic Circle-Kanzleien Linklaters, FBD und A&O: Zum ersten Mal seit fünf Jahren haben US-Kanzleien wieder schlagzeilenträchtige Recruitment-Erfolge in London erzielt. Shearman & Sterling, Davis Polk and Wardwell und Milbank Tweed Hadley & McCloy gaben fast zeitgleich den Zugang renommierter Anwälte bekannt.Vor allem der Wechsel von Linklaters-Partner Peter King zu Shearman sorgte für Aufruhr, viele Londoner Anwälte wurden von dem angekündigten Einstieg überrascht. King wird als einer der führenden Corporate- und Kapitalmarktanwälte im Londoner Büro betrachtet. Der Anwalt, der in den Jahren 2000 und 2001 auch bei Linklaters in Deutschland tätig war, verfügt über einen guten Mandantenstamm hierzulande sowie enge Kontakte zu Merrill Lynch.

Jürgen Evers (41), Namenspartner der Göttinger Vertriebsrecht-Boutique Küstner, von Manteuffel & Evers (KME) ist bereits zum 01.12.02 zu Blanke & Meier nach Bremen gewechselt. Evers neue Kanzlei plant, perspektivisch ihren Namen in Blanke Meier Evers zu ändern.Der Anwalt gehört zu den bundesweit führenden Namen im Vertriebsrecht. Seine Tätigkeit umfasst vor allem die Beratung von Unternehmen sowie Vertretern der Versicherungsbranche, aber auch das allgemeine Handelsvertreterrecht.

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