Markt und Management

Einigung bei Safe Harbor

Das Safe-Harbor-Abkommen wird vom EU-US-Privacy-Shield ersetzt. Die Regelung soll eine neue rechtliche Basis für den Datentransfer in die USA schaffen. Das verkündete gestern Abend EU-Justizkommissarin Vera Jourová auf einer Pressekonferenz in Straßburg. Damit ist zumindest politisch eine Nachfolgeregelung für die im Oktober vom EuGH gekippte Safe-Harbor-Entscheidung gefunden.

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Stuttgart

Heuking Kühn Lüer Wojtek verstärkt ihr Stuttgarter Büro zum März mit einem Quereinsteiger von der lokalen Wettbewerberin Menold Bezler: Der Prozessexperte Jens-Hendrik Janzen (38) stößt als Equity-Partner hinzu. Bei Menold war er erst kürzlich zum Associated Partner ernannt worden, was in anderen Kanzleien der Position eines Salary-Partners entspricht.

Umsatztrend für 2015

Die ersten Umsatzzahlen, die für 2015 aus den größten Wirtschaftskanzleien hierzulande bekannt werden, deuten auf ein neues Rekordjahr der Branche hin. Die Abstände zwischen den zehn umsatzstärksten Kanzleien werden dabei immer geringer. Nach einer weiteren kräftigen Steigerung rückt Heuking Kühn Lüer Wojtek erstmals unter die Top Ten vor, der Sprung von Noerr unter die Top 5 scheint nach einem ebenfalls klaren Plus greifbar.

EPA

Die Reform, die zu mehr Unabhängigkeit der Beschwerdekammern des Europäischen Patentamts (EPA) führen soll, verzögert sich noch bis mindestens März. Laut Berichten aus dem Umfeld der Münchner Patentbehörde folgte der Verwaltungsrat in seiner Sitzung vor Weihnachten dem vorgelegten Reformvorschlag des Amtspräsidenten nicht in allen Punkten. Ein Gremium des Verwaltungsrats soll nun neue Leitlinien erarbeiten. Eine untergeordnete Rolle spielen dabei nach JUVE- Informationen eine mögliche leistungsbezogene Vergütung der EPA-Richter sowie der künftige Standort der Beschwerdekammern.

Hamburg

Die multidisziplinäre Kanzlei BRL Boege Rohde Luebbehuesen hat für ihr Hamburger Büro einen erfahrenen Immobilienrechtler als Equity-Partner dazugewonnen. Zum Februar wechselte Michael-Alexander Rojnic (47) von Watson Farley & Williams, wo er Fixed-Share-Partner war.

Wirtschaftsstrafrecht

Die auf Steuer- und Wirtschaftsstrafrecht spezialisierte Kanzlei Roxin vermeldet den Wechsel von zwei Salary-Partnern: Der in Düsseldorf und München tätige Dr. Alexander von Saucken (39) verließ die Kanzlei im Januar und ging zu Amelung Albrecht. An seine Stelle rückt in Düsseldorf zum März Philipp Külz (37), bislang Salary-Partner bei Flick Gocke Schaumburg in Bonn.

Flaute am Jahresbeginn

Die 50 umsatzstärksten Sozietäten hierzulande haben zum Jahresbeginn 2016 deutlich weniger Anwälte aus den eigenen Reihen in ihre Equity-Partnerriegen aufgenommen als vor Jahresfrist. Dies ergab eine aktuelle JUVE-Umfrage. In den 28 Kanzleien, die aus dem Kreis zum Januar ihre Partnernennungen vornehmen, stiegen nun lediglich 44 Anwälte zum Equity-Partner auf, im Vorjahr waren es noch 51. Die Zahl weiblicher Neupartner ist verschwindend gering.

Stahlbranche

Der Stahlproduzent Schmolz + Bickenbach hat seit Jahresbeginn eine neue Chefjuristin: Juliane Drerup-Hero (38), die zuvor schon einige Jahre die Rechtsabteilung bei SKW Stahl-Metallurgie führte, übernahm die Leitung der neu aufgestellten Konzernrechtsabteilung von Schmolz + Bickenbach in Luzern.

Iran

Unter dem Namen CMS Pars ist CMS Hasche Sigle seit Februar in Teheran präsent. Die Gesellschaft nach iranischem Recht ermöglicht es der Sozietät, im Iran anwaltlich zu beraten. CMS ist damit die erste internationale Großkanzlei, die mit einem eigenständigen Büro in Teheran vertreten ist. Schon im Frühjahr 2015 hatte die Hamburger MDP-Kanzlei Wülfing Zeuner Rechel den Schritt in den Iran gewagt.

Köln

Die Kölner Kanzlei Michels pmks baut ihren arbeitsrechtlichen Schwerpunkt weiter aus: Zum Februar kam Maximiliane Kempermann aus der Bonner Sozietät Flick Gocke Schaumburg als Partnerin dazu. Die 39-Jährige war bei Flick Gocke als Assoziierte Partnerin tätig, was dem Status einer Salary-Partnerin entspricht.

Umsatz

CMS Hasche Sigle hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr so stark gesteigert wie zuletzt im Boomjahr 2006. Mit einem Plus von acht Prozent im Vergleich zu 2014 kam die Sozietät auf einen Umsatz von rund 286 Millionen Euro. Zudem blieb - anders als in den beiden vergangenen Jahren - der Umsatz pro Berufsträger (UBT) beim Wachstum nicht auf der Strecke.