Markt und Management

Düsseldorf

Die beiden Düsseldorfer Gesellschaftsrechtspartner Klaus Grossmann (49) und Gustaf-Rudolf Schlieper (57) haben Clifford Chance verlassen und sich zum Oktober Taylor Wessing angeschlossen. Die anerkannten Partner kehren damit nach mehr als einem Jahrzehnt zu ihrer einstigen Kanzlei beziehungsweise deren Nachfolgerin zurück, denn schon bis zu ihrem Wechsel zu Clifford im September 1997 arbeiteten beide als Partner für Wessing, die 2002 mit der britischen Kanzlei Taylor Joynson Garret fusionierte. Wie auch jetzt, wechselten Grossmann und Schlieper bereits vor zwölf Jahren gemeinsam, um seinerzeit für Clifford ein Düsseldorfer Büro aufzubauen.

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Neu in Brüssel

Zum Oktober eröffnet Kapellmann & Partner ein auf Kartell- und Europarecht ausgerichtetes Büro in Brüssel. Es ist das siebte Büro der Sozietät und ihr erstes im Ausland.Für den Start holte Kapellmann mit Dr. Robin van der Hout (35) von der Brüsseler EU-Rechts-Boutique KRB Kemmler Rapp Böhlke einen brüsselerfahrenen Anwalt als Salary-Partner.

Berlin

Drei Gründungspartner verlassen die Berliner Kanzlei Loh von Hülsen Michael. Anfang Oktober schließen sich Dr. Karl-Christoph von Hülsen (51), Dr. Gerhard Michael (45) und Dr. Jürgen Kemper (51) zu einer neuen Kanzlei mit Schwerpunkten im Immobilien- und Verwaltungsrecht zusammen.

Mainz

Die Mainzer Kanzlei RoosLegal wächst auf Partnerebene: Der 31-jährige Steuerberater und Diplom-Kaufmann Sven Grundmann, zuletzt in eigener Kanzlei in Frankfurt tätig, verstärkt die noch junge Sozietät des angesehenen Transaktionsrechtlers und Namenspartners Dr. Michael Roos. "Sven Grundmann ist ein exzellenter Steuermann. Ich schätze seine Kompetenz und sein unternehmerisches Denken", sagte Roos, der Grundmann aus gemeinsamer Zeit bei SJ Berwin in Frankfurt kennt. "Er passt mit seinem steuerlichen und wirtschaftlichen Können ideal ins Team, und zwar sowohl im Transaktionsgeschäft als auch im Bereich M&A-Litigation, bei dem regelmäßig bilanzielle und steuerliche Themen eine große Rolle spielen", so Roos weiter, dessen erst im Mai 2009 gestartete Kanzlei mit Grundmann auf drei Berufsträger wächst.

Köln

Die Kölner Medien- und Markenrechtsboutique Dorenz & Ströll hat sich mit Julia Rönneper verstärkt. Rönneper ist auf Beratung sowie Prozessführung im Gewerblichen Rechtsschutz und dem Urheber- und Kunstrecht spezialisiert und stieg, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits im August als Partnerin ein. Zuletzt war die 34-Jährige als Associate im Kölner Büro der auf die Bereiche Kunst, Kultur und Medien fokussierten Kanzlei Andri Jürgensen tätig.

Gewählt

In den neuen Deutschen Bundestag ziehen insgesamt 83 Anwälte ein, rund jedes 8. Mitglied der insgesamt 622 Volksvertreter im Parlament ist damit Jurist. Davon sind 20 Anwälte in Wirtschaftskanzleien tätig. Aus den Reihen von White & Case schafften dabei gleich zwei Anwälte den Sprung in den Bundestag. Der Düsseldorfer White & Case-Associate Marco Buschmann vertritt künftig die FDP, der Hamburger Associate Dr. Ole Schöder die CDU. Von Schilling Zutt & Anschütz zieht Partner Dr. Stephan Harbarth für die CDU ein, der Hengeler Mueller-Associate Dr. Jan-Marco Luczak holte das Direktmandatfür im Berliner Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg, ebenfalls für die CDU.

Urteil

Eine Counsel aus dem Allen & Overy-Büro in Frankfurt hat vor dem Arbeitsgericht erfolgreich auf ihre Wiedereinstellung geklagt: Die 9. Kammer entschied am Mittwoch, dass die Sozietät die Anwältin weiterbeschäftigen muss. Die schriftliche Urteilsbegründung steht noch aus, gegen das erstinstanzliche Urteil kann Berufung eingelegt werden.

Köln

Die IP-Boutique Jonas hat einen Kooperationsvertrag mit Bergmann Rechtsanwälte, der Kanzlei der Kartell- und EU-Rechtlerin Dr. Bettina Bergmann, vereinbart. Die beiden Kanzleien wollen sich ab sofort nicht nur in Mandaten ergänzen, sondern auch bei Akquise- und Marketing-Maßnahmen zusammenarbeiten.

Inhouse

Die SMA Solar Technology aus Niestetal bei Kassel gründet eine neue Rechtsabteilung. Für die neu geschaffene Funktion des General Counsel holte sie Anfang September den bisherigen Leiter Recht der Schott Solar aus Mainz, Ulrich Hadding (41). Die Abteilung geht mit zwei weiteren Syndizi an den Start. Zu Haddings Nachfolge bei Schott Solar wurde bis Redaktionsschluss nichts bekannt.Hadding war erst zum Jahresanfang aus der Rechtsabteilung der Schott-Muttergesellschaft zu Schott Solar gewechselt, um dort eine eigene Rechtsabteilung aufzubauen. In der neuen Rechtsabteilung liegen die Schwerpunkte neben dem operativen Geschäft vor allem in den Bereichen Compliance und Gesellschaftsrecht.

Bonn

Zum Oktober fusioniert Dr. Caspers Mock & Partner mit der auf Bau- und Immobilienrecht spezialisierten Sozietät Bellgardt Dr. Sangenstedt & Coll. aus Bonn. Das Büro firmiert künftig unter dem Namen Dr. Caspers Mock & Partner. Für die Koblenzer Kanzlei ist es der vierte Standort in Deutschland. Die bisherigen Namenspartner, Erich Bellgardt (68) und Prof. Dr. Hans Rudolf Sangenstedt (64), werden das Büro in Bonn mit zwei Associates weiterführen.

Fusion

Die österreichische Großkanzlei CHSH Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati verstärkt durch den Zusammenschluss mit der ungarischen Kanzlei Dezsö & Partners ihr Budapester Büro. Ab Oktober firmiert die Kanzlei in Budapest unter dem Namen CHSH Dezsö & Partners. Namenspartner Dr. Attila Dezsö (50) löst dann als Managing Partner Dr. Tamás Polauf (33) ab. Das bisherige CHSH-Büro wird vollständig in CHSH Dezsö & Partners integriert.Dezsö & Partners ist seit knapp zwanzig Jahren in verschiedenen Konstellationen am ungarischen Markt tätig. Mit 25 Berufsträgern zählt Dezsö zu den größten unabhängigen Wirtschaftskanzleien in Ungarn. Nachdem sie in den 1990er-Jahren eng mit der deutschen Pünder-Gruppe sowie zwischen 2000 und 2004 mit PricewaterhouseCoopers zusammengearbeitet hatte, entstand schließlich die Kanzlei in ihrer heutigen Form. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Vergaberecht, M&A, Immobilienrecht und Projektfinanzierung. Zuletzt beriet die Kanzlei etwa die Commerzbank im Rahmen der Dresdner Bank-Übernahme. Mitte 2007 begleitete Dezsö ihren langjährigen Mandanten Hochtief Airport bei der 1,9 Milliarden Euro schweren Übernahme des Flughafens Budapest von der britischen BAA.

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