Markt und Management

Seitenwechsel

Michael Järkel, bislang General Counsel bei Arques Industries, hat sich zum März selbstständig gemacht. Der 42-Jährige leitete vier Jahre lang die sechsköpfige Rechtsabteilung des auf Restrukturierungsfälle spezialisierten Starnberger Finanzinvestors. Davor war er zehn Jahre als Anwalt tätig, zuletzt als Partner bei Heussen. "In den vier Jahren bei Arques habe ich rund 65 Transaktionen betreut. Ich sehe mich mit dieser Erfahrung gut gerüstet, Themen wie M&A und Distressed Business als selbstständiger Rechtsanwalt zu betreuen", sagte Järkel. "Ich freue mich sehr auf die neue Phase, die nun beginnt, und bin hoch motiviert."

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Frankfurt

Görg hat die gesellschaftsrechtliche Praxis in ihrem Frankfurter Büro erweitert: Mit Dr. Wilhelm Niemeier kam Anfang März ein erfahrener of Counsel hinzu. Der 59-Jährige kam von KPMG Legal und bringt aus einer Reihe Inhouse-Tätigkeiten gesellschafts- und kartellrechtliche Erfahrung mit. So war Niemeier unter anderem in der Konzernrechtsabteilung des Baustoffhändlers Raab Karcher tätig.

Wiedersehen bei E&Y Law

Die Rechtsanwaltsgesellschaft des Big-Four-Wirtschaftprüfungsunternehmens Ernst & Young, E&Y Law, hat binnen weniger Wochen drei Quereinsteiger von Luther geholt. Wie jetzt im Markt bekannt wurde, wechselten Mitte Februar in Eschborn der Corporate-Anwalt Dr. Ansgar Becker (38) und der Immobilienrechtler Raphael Slowik (39), wenige Tage darauf kam in München der Arbeitsrechtler Dr. Karsten Umnuß (46) als neuer Partner hinzu. Alle Neuzugänge waren zuvor Salary-Partner bei Luther.Mit Umnuß geht der einzige Arbeitsrechtspartner im Münchner Luther-Büro von Bord. Er gehörte der Sozietät und deren Vorgesellschaften seit 1998 an und leitete zuletzt das Mitarbeiterbeteiligungsteam der Kanzlei. Die Planung und Konzeption von Beteiligungsprogrammen einschließlich deren gesellschaftsrechtlicher Umsetzung ist einer seiner Schwerpunkte. Nach dem Weggang von Umnuß besteht die Arbeitsrechtspraxis vor Ort noch aus drei Associates.

Inhouse

Dr. Jens Lütcke, Gründungspartner der Münchner Kanzlei MLT Tatabochia & Lütcke, ist in den Vorstand von Payment Network aufgerückt. Der 37-Jährige ist seit Februar Chief Financial Officer (CFO) des Unternehmens und in dieser Funktion auch für Recht und internationale Entwicklung zuständig. Lütcke war zuvor bereits seit Dezember 2005 Aufsichtsratsmitglied bei Payment Network und beriet den Anbieter von Online-Verifizierungssystemen als Anwalt auch juristisch.

Frankfurt

Die Frankfurter Sozietät Schiedermair hat ihre IT-Praxis mit einem Equity-Partner ausgebaut: Zum März kam Dr. Christopher Breith von Haarmann, wo er seit gut einem Jahr als Senior Associate tätig war. Zuvor hatte der 36-jährige IT-Rechtler fünf Jahre lang für Graf von Westphalen in Köln gearbeitet. Breith berät insbesondere bei Projekt- und Vertriebsverträgen im Rahmen von Outsourcings sowie bei Verträgen auf dem Gebiet der Hard- und Softwarebeschaffung. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Begleitung von Unternehmen der Gesundheitsbranche in vertragsrechtlichen und regulatorischen Fragen.

Beihilferecht

Der von der EU-Kommission Ende Februar erlassene „Leitfaden für den Umgang mit Risikoaktiva im EU-Bankensektor“ dürfte dem Bemühen europäischer Regierungen, so genannte Bad Banks für wertgeminderte Finanztitel zu gründen, weiteren Auftrieb verleihen. Zugleich verkompliziert das EU-Papier die Rechtslage, denn die Kommission hat die Unterscheidung des Bankensektors in grundsätzlich gesunde Institute und solche mit strukturell bedingten Solvenzproblemen im Falle von Bad Banks aufgegeben. Diese Abgrenzung war seit Oktober 2008 für die Kommission ein wesentliches Kriterium, um in der Finanzkrise Banken-Rettungsmaßnahmen und deren Folgen beihilferechtlich zu beurteilen.Dadurch, so der EU-Rechtsexperte Dr. Thomas Jestaedt, waren die Konsequenzen für Banken bislang sehr unterschiedlich. „Ein grundsätzlich gesundes Haus ist nach der bisherigen Lesart nur aufgrund der momentan außergewöhnlichen Umstände in Bedrängnis geraten. Akute Beihilfezahlungen musste die Bank daher nur relativ niedrig vergüten, eine Reorganisation oder Rationalisierung ihrer Tätigkeiten war nicht erforderlich.“ Anders sei dies bei einer Bank mit so genannten endogenen Existenzproblemen gewesen. Die Vergütung für Beihilfen habe über dem Marktzins gelegen, sechs Monate nach Erhalt der jeweiligen Beihilfe forderte die EU-Kommission eine Umstrukturierung der Bank, etwa durch drastische Reduzierung ihrer Bilanzsumme.

Patentrecht

Nach dem kürzlich erzielten gerichtlichen Erfolg des umstrittenen Patent-Rechteverwerters IPCom dürfte in Deutschland die Diskussion um so genannte Patenttrolls neue Nahrung bekommen.

Singapur

Die US-Sozietät K&L Gates hat im März ein Büro in Singapur eröffnet. Damit verfügt die Kanzlei mit Peking, Hongkong, Shanghai und Taipeh nun in der Region über fünf Büros. "Die Eröffnung des Büros in Singapur in der jetzigen weltwirtschaftlichen Situation ist ein klares Bekenntnis zum Standort Asien und dokumentiert das Vertrauen, das wir in das Wachstum und die Entwicklung dieser Region setzen", sagte David Tang, Managing Partner für Asien, der in Seattle und Peking arbeitet.

München

Die beiden Linklaters-Steuerrechtler Dr. Uwe Clausen (67) und Dr. Karl Schäfer (54) verlassen die Kanzlei: Sie wechseln zum Abschluss des Geschäftsjahres Ende April in das Münchner Büro von Oppenhoff & Rädler. Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft ist der Sozietät seit der Trennung im vergangenen Jahr, in dessen Zuge auch der damalige Equity-Partner Dieter Heidemann bei Linklaters ausschied, noch immer verbunden. Mit Heidemann treffen Schäfer und Clausen auf einen Juristen, den sie seit rund 20 Jahren kennen: Sie arbeiteten schon zu Rädler Raupach & Partner-Zeiten zusammen.

Nervenkitzel geht weiter

Der Einzug von Rolf Koerfer in den Aufsichtsrat von Conti ist zumindest vorläufig gestoppt: Das Landgericht Hannover hat in einem Beschwerdeverfahren einstweilig angeordnet, dass vor seiner Bestellung zum Aufsichtsratsvorsitzenden noch Stellungnahmen der restlichen Aufsichtsratsmitglieder eingeholt werden müssen.Als Beschwerdeführer agierte Christian Strenger, der als Conti-Aktionär vor Gericht zog, aber auch zugleich der Regierungskommission Corporate Governance angehört. Strenger sieht einen Interessenkonflikt Koerfers, der Schaeffler seit Anfang an in dem Machtkampf um Conti berät. Ende Januar war bekannt geworden, dass der Düsseldorfer Allen & Overy-Partner Koerfer Hubertus von Grünberg als Aufsichtsratsvorsitzenden des Hannoveraner Automobilzulieferers ablösen soll. (mehr...)

Rückzug aus Osteuropa

Freshfields Bruckhaus Deringer schließt ihr letztes verbliebenes Büro in Osteuropa: Die rund zehn Anwälte in Bratislava verteilen sich zum Ende des Geschäftsjahres im April auf unterschiedliche slowakische Sozietäten. "Die Entscheidung, das Büro in Bratislava zu schließen, steht in Übereinstimmung mit unserer Strategie zur Begleitung unserer Mandanten in Osteuropa und den angrenzenden Regionen", sagte Manfred Finken, Managing Partner für Deutschland, Österreich und die Region Zentral- und Osteuropa.