Markt und Management

Köln

Nach rund acht gemeinsamen Jahren zerfällt die Kölner Sozietät Hecker Werner Himmelreich & Nacken in zwei Teile. Zum August gehen Rechtsanwälte und Steuerberater wieder getrennte Wege. Der anwaltliche Teil wird als Hecker Werner Himmelreich Rechtsanwälte Partnerschaft firmieren, die Steuerberater und Wirtschaftprüfer treten als Nacken Hillebrand Partner auf.Die Partner reagierten damit auf die unterschiedliche strategische Entwicklung innerhalb beider Beratungszweige: So haben sich die Rechtsanwälte bei Hecker Werner zunehmend in ihren Fachbereichen spezialisiert. Bekannt sind dort vor allem die Praxen im Privaten Baurecht und Immobilienrecht, die die Kanzleischwerpunkte am Kölner Stammsitz und den Standorten Berlin und Leipzig bilden. Zudem wurden die Rechtsanwälte in den vergangenen Jahren neben ihrer traditionell regionalen Ausrichtung zunehmend bundesweit mandatiert.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Maxdata-Insolvenz

Der Computerproduzent Maxdata hat Insolvenzantrag gestellt. Verwalter des Marler Unternehmens ist Dr. Winfrid Andres, Namenspartner der Sozietät Andres Schneider, der in der vergangenen Woche vom Amtsgericht Essen bestellt wurde.Betroffen von der Insolvenz sind mehrere deutsche Gesellschaften der Maxdata-Gruppe sowie alle Auslandsgesellschaften mit Ausnahme der Töchter in den Niederlanden und der Schweiz. Maxdata produziert unter anderem Monitore der Marke Belinea und hatte 2007 einen Umsatz von 468 Millionen Euro erzielt. Aktuell beschäftigt die Gesellschaft rund 900 Mitarbeiter.

Hamburg

White & Case stärkt ihr Corporate/M&A-Team: Zum Juli wechselt Dr. Markus Althoff als Local Partner in das Hamburger Büro. Der 37-Jährige war zuvor Manging Associate bei Linklaters in Frankfurt.Althoff arbeitete sechs Jahre für Linklaters. Währenddessen war er etwa bei der Beratung von Dow Chemical beim Erwerb der Wolff Walsrode von Bayer beteiligt. Auch gehörte er zu den Teams, die 2004 BP beim Verkauf ihres Fasergeschäfts an die Sterling-Gruppe und 2003 IS Innovative Software bei der Verschmelzung mit OnVista Technologies begleiteten.

Die vor allem aus der Immobilienbranche bekannte Kanzlei Zirngibl Langwieser hat erstmal einen Managementausschuss gewählt. Zwei Partner aus dem Stammsitz München, Dr. Lars Adler und Dr. Dieter Lehner, fungieren künftig als Managing Partner.Die Entscheidung für die neue Struktur fiel auf der jährlichen Strategietagung im Mai. "Bislang waren unsere Managementaufgaben dezentral verteilt“, sagte Adler. „Mit nunmehr über 42 Berufsträgern an drei Standorten haben wir unsere Organisation optimiert und den veränderten Bedürfnissen angepasst."

Im Insolvenzfall der Göttinger Gruppe ist Prof. Rolf Rattunde von Leonhardt Westhelle seit Juni auch Verwalter der wichtigsten Gruppengesellschaft Securenta. Er löst den bisherigen Insolvenzverwalter, Steuerberater Peter Knöpfel von der Treugarant AG, ab.Knöpfel selbst hatte nach langen Streitigkeiten mit Anlegeranwälten und einer abgebrochenen Gläubigerversammlung seine Bestellung zurückgegeben, das Amtsgericht Göttingen beauftragte Rattunde. Der ist bereits seit einem Jahr Verwalter der Göttinger Gruppe Finanzholding in Berlin. Beobachter hatten Mitte 2007 mit Kopfschütteln auf die mangelnde Zusammenarbeit der Insolvenzgerichte reagiert, die es versäumten, die Insolvenzen beider Gesellschaften an einem Standort und bei einem Verwalter zu bündeln. Das Berliner Verfahren betrifft rund 90.000 Gläubiger, in Göttingen warten 250.000 Securenta-Anleger auf Geld. Insgesamt sind vermutlich 1,5 Milliarden Euro verschwunden. Über die Bewertung der Forderungen herrscht Uneinigkeit: Wenn die Anleger als stille Teilhaber behandelt werden, könnten ihnen neben den Verlusten sogar noch Nachforderungen drohen. Können sie als normale Gläubiger auftreten, bliebe ihnen das erspart. +++

Es ist schon eine verkehrte Welt. Allmählich werden die aktuellen Jahresergebnisse der internationalen Kanzleien mit britischem Mutterhaus bekannt. Der klare Trend: Die kontinentaleuropäischen Praxen schneiden gut ab, und daran ist nicht nur der starke Euro schuld. Nach Auskunft der meisten Managing Partner ist auf dem Kontinent von einer

Dr. Stephan Eilers (48) ist Vorsitzender des Finance Committee von Freshfields. Das neunköpfige Gremium ist weltweit verantwortlich für die Kanzleifinanzen, also etwa Umsatzerfassung, Steuern und Rechnungslegung. Eilers ist im Juni seit zehn Jahren Mitglied und wurde kürzlich für eine weitere Amtszeit von den Seniorpartnern eingesetzt. Der Kölner Steuerrechtspartner gehörte auch bei der Restrukturierung der Partnerschaft und der Umstellung des Pensionssystems zum engeren Kreis der Entscheidungsträger. JUVE: Herr Dr. Eilers, welche Rolle spielen Währungsschwankungen in der Finanzplanung und -analyse einer internationalen Kanzlei?

Wiederaufbau in Hamburg

Buse hat den Wiederaufbau ihres Hamburger Büros in Angriff genommen: Zum Juli tritt der Bau- und Immobilienrechtler Dr. Jürgen Miegel als Partner in die Kanzlei ein. Der 49-Jährige arbeitete zuvor bei Brock Müller Ziegenbein in Flensburg. Miegel ist seit über zehn Jahren im privaten Bau- und Immobilienrecht sowie im Architekten- und Ingenieurrecht tätig. Er berät Architekten zu Haftungs- und Honorarthemen und betreut daneben vor allem Projekte für Unternehmen aus den Branchen Maschinen- und Anlagenbau sowie Logistik und Informationstechnologie.

Seitenwechsel

Der Leiter der Steuerrechtspraxis von Beiten Burkhardt, Dr. Hans Volckens, wechselt aus dem Münchner Büro der Kanzlei in die Geschäftsführung des Finanzdienstleisters Hannover Leasing. Der 38-Jährige wird ab August neuer Geschäftsführer für den Bereich Immobilienfonds am Sitz der Gesellschaft in Pullach bei München.Volckens hatte sich als Anwalt in der Strukturierung von Immobilienfonds und Finanzprodukten einen Namen gemacht, aber auch im Rahmen der Gesetzgebung um den German REIT (G-Reit), einem steuerbegünstigten Immobilienanlageprodukt. Bei der Hannover Leasing wird er nun operativ verantwortlich sein für den An- und Verkauf sowie die Strukturierung und den Vertrieb von Immobilien und Immobilienfonds.

Neue Funktion

Der Leiter Arbeits- und Sozialrecht des Softwarekonzerns SAP, Dr. Philipp Klarmann, wird innerhalb des Unternehmens neuer Counsel in der globalen internen Revision. Dafür wechselt der 35-Jährige zum September nach Singapur. Klarmann ist damit nah an den SAP-Vorstandssprechern angesiedelt und berichtet direkt an den Leiter der internen Revision in Walldorf, dem Hauptsitz des Unternehmens.

Karrierestufe

Gleiss Lutz hat nachgezogen: Auf ihrer Partnerversammlung hat die Kanzlei kürzlich ein Counsel-Modell verabschiedet, das Wettbewerber wie etwa Lovells bereits seit einiger Zeit anbieten.Die Grundlagen waren bereits im Herbst diskutiert worden, jetzt hat sich die Sozietät einstimmig auf Details verständigt. Der Counsel steht als weiterer Status neben dem Equity-Partner. Er ist gedacht für assoziierte Partner, die zwar erstklassige Juristen und erfolgreich in der Mandatsarbeit sind, aber nicht die Voraussetzungen für den Schritt zum Equity-Status erfüllen.