Inhouse

Ärger bei der Deutschen Bank

In der Deutschen Bank eskalieren im Aufsichtsrat Konflikte um die Aufarbeitung von Skandalen der Vergangenheit – vor allem der renommierte Wirtschaftsanwalt Georg Thoma wird heftig attackiert. Für Ärger sorgen auch externe Mandatierungen.

ZF Friedrichshafen

Nach der milliardenschweren Übernahme des Automobilzulieferers TRW vor einem Jahr ist der deutsche Technologiekonzern ZF Friedrichshafen im Integrationsmodus. Im JUVE-Interview erläutert Werner Stuffer, der im vergangenen Sommer als neuer Steuerabteilungsleiter kam, die strikte Zentralisierungs- und Outsourcingstrategie seiner Abteilung.

Umsätze 2015

Den mittelständischen Wirtschaftskanzleien in Deutschland geht es gut – zumindest, wenn man ihre Zuwachsraten beim Umsatz betrachtet. Im Schnitt legten sie 2015 um 4,2 Prozent zu. Gemeinsam erwirtschafteten die größten von ihnen rund 950 Millionen Euro. Diese exklusive JUVE-Analyse berücksichtigt aber nur jene 34 Sozietäten, die ihr Geschäftsjahr zum 31.12. abgeschlossen und über 10 Millionen Euro verdient haben. Noch bemerkenswerter: Auch den Umsatz pro Berufsträger (UBT) konnten viele Kanzleien steigern. Die Folge ist ein neuer Rekord beim UBT-Durchschnittswert. Illustrieren lässt sich dies am besten am Beispiel von zwei größeren Einheiten.

ADAC-Grabenkämpfe

Beim ADAC spitzen sich kurz vor der Hauptversammlung Anfang Mai interne Auseinandersetzungen zu: Zwei JUVE vorliegende Hinweise an die Compliance-Abteilung bringen den ADAC-Präsidenten Dr. August Markl und den langjährigen Generalsyndikus Werner Kaessmann in Erklärungsnot. Der Dortmunder Anwalt Kaessmann hatte kürzlich angekündigt, Ende Mai sein Amt aufzugeben.

Compliance

Die Deutsche Bank hat die weltweiten Führungsposten ihrer Compliance- und Anti-Geldwäscheabteilungen neu besetzt: Die Amerikanerin Pamela Root kommt im Juni als weltweite Compliance-Beauftragte, der Brite Peter Hazlewood einen Monat später als weltweite Spitze für Anti-Financial Crime (AFC). Beide berichten an Sylvie Matherat, die seit Januar im Vorstand die Compliance-Themen verantwortet.

Panama Papers

Nach den Enthüllungen der sogenannten Panama Papers vor wenigen Tagen ist die Kanzlei Mossack Fonseca durch ihre Geschäfte mit Briefkastenfirmen weltweit in aller Munde – die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt unterdessen bereits seit einem Jahr gegen die Kanzleichefs Jürgen Mossack und Ramon Fonseca. Sie geht Hinweisen über einen Verdacht auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung nach. Mehrere Banken zahlten im Zusammenhang mit Panama-Geschäften schon 2015 millionenschwere Bußgelder.

Deutsche Bank

Das Personalkarussell in der Rechtsabteilung der Deutschen Bank dreht sich weiter. Die 350 Juristen der Bank in Deutschland haben neben Matthias Otto nun einen weiteren Chef: Dr. Thorsten Seyfried ist neuer Co-General Counsel. Der Posten war vakant, nachdem Dr. Florian Drinhausen kurz vor Ostern zum Chief Governance Officer ernannt worden war und damit zum Nachfolger von Daniela Weber-Rey.

Industrie 4.0

Die unternehmensübergreifende Vernetzung der Wirtschaft bringt eine Fülle neuer Rechtsfragen mit sich. Die Industrie 4.0 beschäftigt Verbände, Politik und Rechtsabteilungen gleichermaßen. Zumindest Verbände und Rechtsabteilungen sind sich einig: Die Politik sollte sich mit übereilten Gesetzesinitiativen zurückhalten.

Pharma

Zum April übernimmt Dr. Thomas Münnich bei der Takeda Pharma Vertrieb in Berlin die Position des Head of Legal. Der 36-Jährige war zuletzt als Associate im Düsseldorfer Pharmateam von Clifford Chance tätig. Münnichs Vorgängerin Silvia Nicht hat bereits seit Längerem andere Aufgaben im Unternehmen übernommen.

Nach Compliance-Kritik

Ende Mai wird der Generalsyndikus des ADAC, der Dortmunder Anwalt Werner Kaessmann, sein Amt aufgeben. Er war im Vorjahr in die Kritik geraten, nachdem interne Untersuchungen ergeben hatte, dass es zu Ungereimtheiten bei der Vergabe größerer Bauaufträge des Regionalclubs Westfalen gekommen war. Für den Regionalclub war Kaessmann ebenfalls tätig.

Deutsche Bank

Das Personalkarussell bei der Deutschen Bank dreht sich weiter. Die Governance- und Compliance-Expertin Daniela Weber-Rey (58) verlässt Deutschlands größtes Geldhaus. Neuer Chief Governance Officer wird ab April Dr. Florian Drinhausen (47), zuletzt Co-General Counsel für Deutschland bei der Deutschen Bank.