Verfahren

  Juve Plus Präzedenzfall

Der Telekommunikationsanbieter 1&1 muss nur 900.000 Euro Bußgeld für einen Datenschutzverstoß zahlen. Das hat das Landgericht Bonn heute entschieden. Damit reduzierte das Gericht den ursprünglichen Bescheid in Höhe von 9,55 Millionen Euro deutlich und stellte das Berechnungskonzept der Datenschutzbehörden infrage. Es ist soweit bekannt das erste Urteil eines deutschen Gerichts zu einem DSGVO-Bußgeld.

  Juve Plus Telemedizin

Teleclinic muss Online-Sprechstunden mit Vergabe apothekenpflichtiger Rezepte weitgehend unterlassen. Die Zur Rose-Tochter darf dies nur noch, wenn eine Möglichkeit für jede niedergelassene Apotheke in Deutschland besteht, diese Verschreibung auch tatsächlich einzulösen. So entschied das Landgericht Aschaffenburg in einem einstweiligen Verfügungsverfahren.

  Juve Plus Reproduktionsmedizin

Eizellen im Vorkernstadium, die bei einer Kinderwunschbehandlung übrig bleiben, dürfen nicht an eine andere Frau übertragen werden, Embryonen jedoch schon. Das hat das Bayerische Oberste Landesgericht in letzter Instanz entschieden. Damit haben die Angeklagten vom „Netzwerk Embryonenspende“, die Paaren kostenlos Eizellenspenden vermittelt hatten, für ihre Praxis nur teilweise Rechtssicherheit erlangt.

  Juve Plus Fehmarnbeltquerung

Das Bundesverwaltungsgericht hat sechs Klagen gegen den geplanten Bau des Ostseetunnels zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland abgelehnt. Damit kann das umstrittene Milliardenprojekt auch auf deutscher Seite gebaut werden. Erstmals seit langer Zeit winkt das Bundesverwaltungsgericht mit seiner Entscheidung zum Bau des Fehmarnbelttunnel ein Infrastrukturprojekt durch.

  Juve Plus Kein Solo

Die V-förmigen E-Gitarren des sächsischen Herstellers Warwick sind nicht mit den Flying V-Gitarren von Gibson zu verwechseln und dürfen daher weiter verkauft werden. Das hat das Oberlandesgericht Hamburg entschieden. Auch wenn beide Gitarren die gleiche Form haben, sahen die Richter keine Verwechslungsgefahr und auch keinen unlauteren Imagetransfer.

  Juve Plus Pharmaforschung

Erfolg für AOP Orphan Pharmaceuticals vor einem Frankfurter ICC-Schiedsgericht: Das Wiener Pharmaunternehmen setzte sich mit der Ansicht durch, dass ein Vertrag mit dem taiwanesischen Arzneimittelhersteller Pharmaessentia weiter Bestand hat und bekam in dem Verfahren 143 Millionen Euro zugesprochen, unter anderem für Schadenersatz und Kosten.

  Juve Plus Rechtswahlklausel

Der Rechtsdienstleister RightNow kauft Ansprüche von Fluggästen, um sie geltend zu machen. Gegen das Vorgehen kämpft Ryanair oft mit Verweis auf die Rechtswahlklausel. Das Flugunternehmen argumentiert dann, dass Abtretungsmodelle nach irischem Recht nicht erlaubt sind. Gegen diese Strategie konnte RightNow nun vor zwei Landgerichten in Kleve und Berlin punkten.

  Juve Plus Endgültig durchgesetzt

Das rechtliche Tauziehen um die Salzburgleitung ist beendet: Der Verwaltungsgerichtshof wies letzte Rechtsmittel gegen die Genehmigung der Starkstromtrasse von Oberösterreich ins Bundesland Salzburg zurück. Die 128 Kilometer lange Leitung der Austrian Power Grid ist bereits in Bau und soll 2026 fertiggestellt sein.

  Juve Plus Ohne Polizeikosten

Die Kosten für die Verkehrspolizei dürfen nicht in die Berechnung der Lkw-Maut einfließen. Das hat der Europäische Gerichtshof am Mittwoch entschieden. Eine polnische Spedition hatte die Bundesrepublik Deutschland auf die Rückzahlung überhöhter Mautkosten verklagt. Den Bund könnte die Entscheidung eine Menge Geld kosten.

  Juve Plus Prozesslawine

Der Fall ist außergewöhnlich, und die Mittel sind es auch: Mehrere Stadtwerke klagen gegen den großen Deal, mit dem sich die Energieriesen E.on und RWE neu sortieren – und werfen Wirtschaftsminister Peter Altmaier in einem offenen Brief vor, er habe sich zum Nachteil von Verbrauchern und kommunalen Energieversorgern auf die Seite der beiden „marktbeherrschenden Unternehmen“ geschlagen. Gestritten wird mittlerweile vor Gericht in Deutschland, Luxemburg und den USA.

  Juve Plus VfGH

Die Auseinandersetzung um eine Betriebserweiterung des Fruchtsaftherstellers Rauch in Ludesch setzte der Verfassungsgerichtshof juristisch auf Start: Er erklärte eine Volksabstimmung vom November 2019 für nichtig, sodass dem Prozedere für eine Umwidmung der strittigen Flächen nichts im Wege steht. Im gleichen Zug hob der VfGH Teile des Vorarlberger Landes-Volksabstimmungsgesetzes und des Gemeindegesetzes auf.

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