Verfahren

  Juve Plus Äquivalente Patentverletzung

Das Bielefelder Start-up Losyco darf sein Industrieschienensystem weiter in Deutschland herstellen und vertreiben. Das hat das Landgericht Düsseldorf entschieden. Die Wettbewerberin Strothmann hatte Losyco wegen Verletzung des deutschen Teils ihres Europäischen Patents verklagt und Schadensersatz sowie Rückruf gefordert.

  Juve Plus Pharmastreit

Pharmaunternehmen dürfen gegen Entscheidungen im dezentralen Zulassungsverfahren für Arzneimittel in Europa vor den zuständigen Gerichten in jedem der betroffenen Staaten klagen. Diese dürfen aber nicht jede Frage prüfen. Das hat der EuGH im Streit zwischen dem forschenden Pharmaunternehmen Astellas und dem Generikahersteller Helm entschieden.

  Juve Plus Wurstkartell

Spektakuläre Wende bei der Aufarbeitung des sogenannten Wurstkartells: Vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf hat erstmals ein Hersteller sein Bußgeld im Beschwerdeverfahren auf Null reduziert. Nebenbei kam heraus: Das Kartellamt hat bei der Aktenführung manipuliert und die Gerichte zur Quelle des Kartellverdachts belogen.

  Juve Plus Beluga-Prozess

Der frühere Unternehmer Niels Stolberg muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das entschied heute das Landgericht Bremen im sogenannten Beluga-Verfahren. Damit endete eines der längsten Wirtschaftsstrafverfahren der vergangenen Jahre. Die weiteren Beschuldigten erhielten Strafen, die zur Bewährung ausgesetzt wurden.

  Juve Plus Kabelschachtstreit, die Zweite

In einem weiteren Verfahren um Kabelschachtmieten hat sich die Deutsche Telekom gegen den Kabelnetzanbieter Unitymedia durchgesetzt. Das Oberlandesgericht in Düsseldorf entschied, dass die Telekom zu Recht Miete für die Nutzung ihrer Kabelschächte verlangt und damit nicht ihre Monopolstellung missbraucht. Eine Revision wurde nicht zugelassen.

  Juve Plus BGH zu Sal. Oppenheim

Der Bundesgerichtshof hat die Revisionen gegen die Urteilssprüche über die ehemalige Führungsriege der Bank Sal. Oppenheim verworfen. In einer dürren Mitteilung verkündete das Gericht seine Entscheidung ohne weitere Begründung. Damit ist die Entscheidung des Kölner Landgerichts aus dem Sommer 2015 rechtskräftig. Der frühere Risiko-Chef der Bank, Friedrich Janssen, war zu einer Haftstrafe verurteilt worden, die übrigen Angeklagten zu Bewährungsstrafen.

  Juve Plus Schienenkartell

Im Schadensersatzstreit zwischen kommunalen Verkehrsbetrieben und Unternehmen des sogenannten Schienenkartells gibt es ein weiteres Urteil. Das Oberlandesgericht (OLG) München hält die Ansprüche der klagenden Stadt München grundsätzlich für berechtigt. Auch Altfälle halten die Richter für nicht verjährt. Damit legen sie einen 2005 eingeführten Artikel im Kartellgesetz klägerfreundlich aus, über den derzeit viel gestritten wird, weil es auf ihn in vielen millionenschweren Verfahren ankommt. Entscheidend wird ein BGH-Urteil im Sommer sein.

  Juve Plus Ruhig Blut

Im Patentstreit um Marktanteile bei Beruhigungsmitteln mit dem Wirkstoff Dexmedetomidin hat Orion Pharma eine Schlappe hinnehmen müssen. Der finnische Pharmahersteller scheiterte mit seinem Anliegen vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf, den Vertrieb des Generikums von Ratiopharm per Einstweiliger Verfügung zu untersagen. Das Gericht lehnte Anfang März einen entsprechenden Berufungsantrag von Orion ab. Schon das Landgericht Düsseldorf sah in erster Instanz keinen Grund, Ratiopharm den Vertrieb seines Medikaments zu untersagen.

  Juve Plus Werbung

Die Deutsche Telekom darf neue Klauseln verwenden, um die Einwilligung von Verbrauchern zu Werbezwecken einzuholen. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofes hervor. Gegen die Klauseln hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen geklagt. Nach zuletzt eher einschränkenden neuen Regelungen vereinfacht diese Entscheidung der Werbewirtschaft die Kommunikation mit privaten Konsumenten.

  Juve Plus Nach dem EuGH-Urteil

Einem Großteil der Öffentlichkeit sind Investor-Staat-Schiedsverfahren spätestens seit der TTIP-Debatte suspekt. Nun schießt aber auch der Europäische Gerichtshof (EuGH) ganz im Sinne der EU-Kommission gegen Schiedsgerichte: Investitionsschutzabkommen zwischen EU-Staaten sind nach dem sogenannten Achmea-Urteil unzulässig. Die Entscheidung hat ein mittleres Erdbeben in der Szene ausgelöst. Die Reaktionen schwanken zwischen Freude, Wut und Ratlosigkeit – lachender Dritter könnte ausgerechnet Großbritannien nach dem Brexit werden.

  Juve Plus Wichtiger Etappensieg für Noerr-Mandanten

Der D&O-Versicherer AIG Europe muss für die Kosten eines Rechtsstreits zwischen den beiden Ex-Olympus-Managern Michael Woodford und Paul Hilman und ihrem ehemaligen Arbeitgeber aufkommen. Das hat der Londoner High Court of Justice entschieden. Der Rechtsstreit ist bemerkenswert, weil sich Versicherer und Manager normalerweise eher auf eine gemeinsame Strategie verständigen, als sich miteinander zu streiten.

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