Deals

  Juve Plus Machtkampf um Monier

Beim finanziell angeschlagenen Dachziegelhersteller Monier aus Oberursel kündigt sich ein Eigentümerwechsel an. Im Rahmen einer finanziellen Restrukturierung wollen die vorrangigen Gläubiger unter Führung der Distressed-Investoren Apollo Management, Tower Brook Capital und York Capital das Ruder übernehmen. Die frühere Lafarge-Tochter Monier gehört seit April 2007 dem französischen Private-Equity-Haus PAI Partners. Laut Presseberichten leidet der Baustoffproduzent unter einer Verschuldung von 2,1 Milliarden Euro.PAI übernahm Monier für 2,4 Milliarden Euro und hatte dem Unternehmen diese Verschuldung aufgebürdet. Das Private-Equity-Haus hatte anfänglich rund 200 Millionen Eigenkapital in Monier gesteckt und im Anschluss nachrangige Verbindlichkeiten von 25 Millionen Euro aufgekauft. Jedoch kam es aufgrund der Wirtschaftskrise zu einem deutlichen Umsatzrückgang bei Monier. Zudem werden Ende diesen Monats zahlreiche Kreditbedingungen gebrochen. So zeichnet sich ab, dass Monier fällige Zinsen nicht wird zahlen können, was die Unternehmensführung jedoch entschieden zurückweist.

Deal-Ticker

Wer kauft was mit wem? Die neuesten M&A-Deals im übersichtlichen Newsticker. Alle ansehen
  Juve Plus HeidelbergCement

Durch eine Refinanzierung bleibt der Baustoffkonzern HeidelbergCement weiterhin handlungsfähig. Mit einem internationalen Konsortium aus über 50 Gläubigerbanken hat das Unternehmen eine Neuvereinbarung über ihre bestehenden Verbindlichkeiten getroffen, wonach die Kreditlinien von 8,7 Milliarden Euro bis Dezember 2011 verlängert wurden. Das Bankenkonsortium wird durch die Deutsche Bank, Commerzbank, die Royal Bank of Scotland und Nordea angeführt. Diese lockerten ihre strengen Auflagen bezüglich der Kündigungsmöglichkeiten. So wurden die Kreditvereinbarungen der Refinanzierung laut HeidelbergCement dem Niveau des veränderten wirtschaftlichen Umfelds angepasst. Allerdings muss der Baustoffhersteller nun höhere Abschläge gegenüber dem Interbankensatz Euribo zahlen.

  Juve Plus Hilfe aus Katar

Das Emirat Katar will sich am Stuttgarter Automobilhersteller Porsche beteiligen. Im Wege einer möglichen Kapitalerhöhung ist der Erwerb von mindestens 25 Prozent plus einer Aktie an der Porsche SE geplant. Dafür soll das Emirat über seinen Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) über zwei Milliarden Euro in Porsche investieren.Nach Medienberichten war die Due Diligence am vergangenen Wochenende abgeschlossen worden und die Verhandlungen zwischen QIA und Porsche, deren Stammaktien sich zu 100 Prozent in den Händen der Porsche- und Piëch-Familien befinden, in die entscheidende Phase getreten. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking war bereits seit längerem auf der Suche nach einem neuen Ankerinvestor für den hoch verschuldeten Autobauer. Nach der Unternehmensstrategie ist eine Kapitalerhöhung zwischen 4,5 bis 5 Milliarden Euro geplant. Neben der Investition des Emirats sollen die Familien den Rest beisteuern. Diese notwendige Kapitalerhöhung muss jedoch erst vom Aufsichtsrat von Porsche genehmigt werden.

  Juve Plus Wasser marsch

Das österreichische Elektrizitätsunternehmen Verbund hat 13 Wasserkraftwerke mit einer Leistung von rund 300 Megawatt von E.on erworben. Medienberichten zufolge lag das Transaktionsvolumen bei mehr als einer Milliarde Euro, daneben erhält E.on auch Strombezugsrechte über 20 Jahre aus österreichischen Speicherkraftwerken.Der Verkauf der am bayrischen Inn gelegenen Kraftwerke steht im Zusammenhang mit der Zusage gegenüber der EU-Kommission, zur Marktbelebung in Deutschland unter anderem 5.000 Megawatt Kraftwerkskapazitäten abzugeben.

  Juve Plus Insolvent

Der Handelskonzern Arcandor ist seit gestern insolvent, die umfangreichen Rettungsbemühungen sind damit gescheitert. Die Bundesregierung hatte kurz zuvor einen Antrag auf Staatshilfe abgelehnt. Eine anschließende Frist zur Nachbesserung des Rettungskonzepts ließ Arcandor verstreichen. Die Gruppe konnte sich weder mit den Kreditgebern noch den Großaktionären, etwa die Unternehmerin Madeleine Schickedanz sowie die Bank Sal. Oppenheim, einigen. Zu den bedeutendsten Kreditgebern des Unternehmens zählen Medienberichten zufolge die Bayerische Landesbank, die Commerzbank und die Royal Bank of Scotland.

  Juve Plus

Nach gut zwei Jahren hat der Fußball-Trainer Christoph Daum den Bundesligisten 1. FC Köln verlassen und trainiert zukünftig den türkischen Spitzenklub Fenerbahce Istanbul. Mit dem 55-Jährigen wechselt auch sein Trainerstab einschließlich einem Mannschaftsarzt an den Bospurus. Daum hatte Ende Mai von einer Vertragsoption Gebrauch gemacht, wonach ihm ein einseitiges Sonderkündigungsrecht zum Ende eines Halbjahrs zustand. Sein Vertrag mit dem 1. FC Köln hatte eine reguläre Laufzeit bis Sommer 2010. Bei Fenerbahce verpflichtete sich Daum für drei Jahre, für die er laut Presseberichten insgesamt rund 10,5 Millionen Euro an Gehalt erhalten soll.

  Juve Plus Premiere

E.on hat Teile seiner Kraftwerkskapazitäten verkauft. Das Unternehmen erfüllt damit Absprachen mit der EU aus dem vergangenen Jahr. Der Wettbewerber EnBW Energie Baden-Württemberg übernahm E.ons Anteil von 50 Prozent an einem Block des Braunkohlekraftwerks Lippendorf bei Leipzig. Auch der 8,3-prozentige E.on-Anteil an dem Steinkohlekraftwerk Bexbach bei Homburg im Saarland ging an EnBW.

  Juve Plus Opel

Die Opel-Übernahme konkretisiert sich. Nachdem der Autozuliefer Magna sich Ende vergangener Woche mit der Bundesregierung grundsätzlich einigte, übernimmt eine Treuhandgesellschaft vorübergehend die operative Leitung des angeschlagenen europäischen Geschäfts des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM). Alfred Hagebusch, Partner der Insolvenzkanzlei Wellensiek, soll Geschäftsführer werden.

  Juve Plus

Die zum Zeppelin-Konzern gehörende Zeppelin Silos & Systems GmbH aus Friedrichshafen am Bodensee hat rückwirkend zum Januar dieses Jahres den Kasseler Anlagenbauer Reimelt Henschel erworben.Verkäufer war die Beteiligungsgesellschaft MBB Industries. Reimelt Henschel, die zuletzt rund 104 Millionen Euro umsetzte, war die größte Beteiligung von MBB. Das Unternehmen erwirtschaftete rund 50 Prozent des MBB-Umsatzes. Reimelt Henschel baut mit weltweit 570 Mitarbeitern vor allem Anlagen und Systemlösungen für die Rohstoffverarbeitung in der chemischen und kunststoffverarbeitenden Industrie sowie für flüssige Nahrungsmittel, Pharmaprodukte und Kosmetik. MBB Industries hatte Reimelt Henschel im August 2007 erworben, damals lag der Umsatz bei etwa 80 Millionen Euro.

  Juve Plus Scheinbar unscheinbar

Mit der Büroeröffnung in Düsseldorf vor gut eineinhalb Jahren (JUVE 11/07) hatte sich Linklaters zum Ziel gesetzt, noch stärker in die Beratung großer Industriekonzerne vorzudringen. Mit Dr. Ralph Wollburg und Achim Kirchfeld holte sie deswegen damals von Freshfields Bruckhaus Deringer zwei Corporate-Schwergewichte an Bord. Scheinbar nicht ungewöhnlich also, dass die Kanzlei bei diesem Vorhaben nun einen wichtigen Erfolg erzielt hat und den Fuß beim Energieriesen RWE in die Tür bekommen hat. Scheinbar. Denn dass dies dem renommierten Corporate-Spezialisten Wollburg nun ausgerechnet direkt in einer hochkomplexen und für RWE strategisch bedeutsamen Phase gelang, ist trotzdem bemerkenswert. Und ungewöhnlich ist auch, dass es bei einer Transaktion stattfand, bei der RWE scheinbar gar nicht beteiligt war. Scheinbar. Was war passiert? Die deutsche Tochter des niederländischen Energieversorgers Essent verkauft 51 Prozent an den Bremer Stadtwerken (swb) für 680 Millionen Euro an die Stadt Bremen. Die wiederum veräußert im Anschluss daran 25,9 Prozent an das Oldenburger Energieunternehmen EWE weiter. Für die verbleibenden Anteile will Bremen einen strategischen Partner finden.

  Juve Plus

Eine Investorengruppe unter Beteiligung des Managements hat die Bochumer Schrauben und Draht Union (SDU) übernommen. Hinter den Investoren steht dem Vernehmen nach die frühere Geschäftsleitung des deutschen Automobilzulieferers Knipping.Verkäufer war die französische LISI Gruppe, die Verbindungselemente und Komponenten für die Automobil- und Luffahrtindustrie herstellt und über Knipping an SDU beteiligt war. Das Bochumer Unternehmen vertreibt technische Produkte für die Industrie und Bergbau in Deutschland und Polen. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte SDU einen Umsatz von 28 Millionen Euro.

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