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Der Fortbestand des Bezahlfernsehsenders Premiere ist vorerst gewährleistet. Der in Schwierigkeiten geratene Münchner Sender einigte sich mit seinem Großaktionär NewsCorp und einem Bankenkonsortium auf eine neue, langfristige Finanzierungsstruktur.

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Die japanische Kyocera Mita Corporation hat den Aktionären des Bürokommunikationsunternehmens TA Triumph-Adler ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot vorgelegt. Vor diesem Angebot hielt der fernöstliche Kopierer- und Druckerhersteller bereits 29,99 Prozent an dem deutschen Unternehmen. Kyocera bietet 1,90 Euro je Aktie und besitzt Presseberichten zufolge inzwischen bereits mehr als 50 Prozent der Aktien. Angestrebt ist eine Beteiligung in Höhe von 60 bis 75 Prozent. TA soll börsennotiert bleiben, ein Squeeze-out soll nicht geplant sein. Die Übernahme soll im Februar abgeschlossen sein.

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Der Stuttgarter Autokonzern Daimler und der Essener Mischkonzern Evonik Industries sind eine strategische Kooperation zur Entwicklung und Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien eingegangen.Daimler investiert Presseberichten zufolge einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag hierfür. Der Stuttgarter Autobauer hat 49,9 Prozent der aus Evonik hervorgegangenen sächsischen Li-Tec Vermögensverwaltung übernommen, die restlichen Anteile verbleiben bei Evonik. Ein dritter Gesellschafter, der über Kompetenzen in der Systemintegration Elektrik/Elektronik verfügt, soll ebenfalls an Li-Tec beteiligt werden.

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Der Internetprovider United Internet AG aus Montabaur hat United-Domains AG aus Starnberg, Spezialist für das Registrieren von Internetdomains, erworben. Verkäufer ist der Internetportalbetreiber Lycos Europe. United-Domains wird für die Transaktion mit rund 34 Millionen Euro bewertet. Die endgültige Höhe des in bar zu begleichenden Kaufpreises wird nach Vorliegen des Jahresabschluss für das laufende Geschäftsjahr und einer auf den Vollzugstag zu erstellenden Abgrenzungssrechnung ermittelt. United-Domains verwaltet mehr als 1,1 Millionen Domains von rund 180.000 Kunden. Die Transaktion muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

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Der russische Rohstoffproduzent MMC Norilsk Nickel hat Finanzierungsverträge für den Erwerb von vier arktistauglichen Containerschiffen abgeschlossen. Das Finanzierungsvolumen von 280 Millionen Euro trägt ein Konsortium von vier Banken: die Bayerische Landesbank, die Crédit-Agricole-Tochter Calyon Deutschland, die DZ Bank und die ING Bank. In der ehemaligen Aker-MTW-Werft in Wismar werden die Schiffe gebaut, das letzte wird Anfang 2009 ausgeliefert.

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Das weltweit größte Stahlunternehmen ArcelorMittal hat knapp über 21 Prozent seiner Anteile an der saarländischen DHS Dillinger Hütte Saarstahl verkauft. Erwerber sind die ebenso im Saarland ansässige SHS Struktur-Holding Stahl sowie die DHS selbst. Der Kaufpreis von 777 Millionen Euro enthält die Dividende für 2008. ArcelorMittal ist weiterhin mit knapp über 30 Prozent an DHS beteiligt. Der internationale Stahlkonzern hatte laut Presseberichten seit Jahren versucht seine Anteile an DHS zu erhöhen, scheiterte jedoch am Widerstand verschiedener Parteien in dem Bundesland, die die Kontrolle über die zwei Konzerne in saarländischer Hand behalten wollten.

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Der IT-Dienstleister Cancom IT-Systeme mit Zentrale in Scheppach bei Augsburg hat 75,5 Prozent der Anteile an Home of Hardware (HoH) übernommen und ist damit neuer Mehrheitseigener des Internethändlers.Einen symbolischen Euro erhielten der Pay TV-Sender Premiere, der 65 Prozent veräußerte, und die Gesellschafter Martin Wild und Frank Kreichauf für ihre verkauften Anteile in Höhe von 10,5 Prozent. Für ihre übrigen Unternehmensanteile wurden Übernahmeoptionen auf erfolgsabhängiger Basis vereinbart. Home of Hardware hat seinen Sitz im bayerischen Westendorf bei Augsburg.

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Voxeo, ein Entwickler von Sprachanwendungsplattformen, hat VoiceObjects übernommen. Ihm Rahmen eines Assetdeals gingen die US-Mutter, Sitz der Firmenzentrale ist in San Mateo, Kalifornien, und die europäischen Tochtergesellschaften auf den Käufer über. VoiceObjects wurde 2001 gegründet und gilt als weltweit führender Anbieter von Voice Application Management Systemen für automatisierte Sprachanwendungen. Diese werden primär im Servicebereich eingesetzt. Zu den Kunden zählen Unternehmen wie Adobe, Ikea, SAP, T-Mobile, Vodafone und Volkswagen. Unternehmensangaben zufolge werden insgesamt mehr als 500 Millionen Anrufe pro Jahr mit der Software bedient.

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Die Münchner Industrieholding Aurelius hat von dem Automobilzulieferer Robert Bosch deren traditionsreiche Marke Blaupunkt übernommen.Blaupunkt produziert neben Autoradios und Auto-Hifi-Komponenten auch Navigationsgeräte und erzielte 2008 einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro. Nach Branchenkreisen fiel dabei zuletzt ein Verlust zwischen 15 und 20 Millionen Euro an. Blaupunkt soll als eigenständiges Unternehmen unter der bekannten Marke von Hildesheim aus weitergeführt werden. Die Kartellbehörden müssen dem Verkauf noch zustimmen.

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Der niederländische Private-Equity-Investor Gilde Buy-Out Fund hat die Powerlines-Gruppe von Invest Equity übernommen. Die vorrangig besicherte Senior-Finanzierung übernahm ein Konsortium aus der Deutschen Bank, Sal. Oppenheim und Investkredit, die Mezzanine-Finanzierung wurde durch Nordic Mezzanine gestellt. Powerlines ist auf die Planung und Erstellung von Fahr- und Freileitungssystemen für Schienenverkehr und Stromtransport sowie auf Kabelanlagen für Telekommunikation und Datentransfer spezialisiert.

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Das Starnberger Beteiligungsunternehmen Arques Industries hat den britischen Fahrzeugglas-Spezialisten Auto Windscreens übernommen.Verkäuferin ist RAC, die britische Tochter von Aviva, einer der weltweit größten Versicherungen, die sich künftig auf ihr Kerngeschäft konzentriert. Auto Windscreens ist der zweitgrößte Fahrzeugglas-Spezialist in Großbritannien und erwirtschaftete 2007 mit ca. 1.800 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von rund 120 Millionen Euro.