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Goldman Sachs hat zum dritten Mal ein Auktionsverfahren um notleidende Kredite (Non Performing Loans) der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank (HVB) für sich entschieden. Der Finanzinvestor übernimmt durch die Transaktion Darlehen von mehr als 1.100 HVB-Kunden. Rund 60 Prozent der Kredite sind dem Bereich Real Estate Restructuring (RER) zuzuordnen. Die Immobilienfinanzierungsbestände haben ein Gesamtvolumen von 960 Millionen Euro und umfassen sowohl gewerbliche als auch wohnwirtschaftliche Immobilien.

Deal-Ticker

Wer kauft was mit wem? Die neuesten M&A-Deals im übersichtlichen Newsticker. Alle ansehen
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Die Gerling-Gesellschaften des Versicherungskonzerns Talanx haben einen Teil ihrer Immobilien verkauft. Das so genannte Gerling-Areal im Kölner Friesenviertel ging an Objektgesellschaften der Frankonia Eurobau und der ImmoFinanz. Der Komplex verfügt über eine Bürogeschossfläche von 130.000 Quadratmetern. Parallel dazu mietete Gerling rund 80.000 Quadratmeter in den derzeit in der Neurealisierung befindlichen historischen Kölner Messehallen von SKB an. Dritter Teil der Immobilienmaßnahmen des Versicherers war der Verkauf von rund 1.700 Wohnungen und 23 Gewerbeeinheiten in verschiedenen deutschen Städten an die Immobiliengruppe Corpus. Einen Teil dieser Gewerbeobjekte wird Gerling bis zum Einzug in die Messehallen 2009 weiter nutzen.

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Die Wiesbadener General Motors-Tochter GMAC-RFC hat ein nicht-gewerbliches deutsches Immobiliendarlehen im Umfang von rund 700 Millionen Euro verbrieft. Die Platzierung am internationalen Kapitalmarkt erfolgte über eine speziell für diese Transaktion gegründete niederländische Zweckgesellschaft (E-MAC DE 2006-II B.V.). Die Anleihe ist mittelbar durch ein diversifiziertes Portfolio von deutschen Wohnbaudarlehen an Privatpersonen besichert.

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Das Bundeswehr IT-PPP Herkules ist nach fünf Jahren erfolgreich vergeben worden. Ein Konsortium aus Siemens AG und IBM Central Holding GmbH erhielt den Zuschlag. Damit ist das Mammutprojekt in trockenen Tüchern. Der Auftrag umfasst die Modernisierung und den Betrieb der gesamten nicht-militärischen Bundeswehr-IT. Das Auftragsvolumen liegt mit 7,1 Milliarden Euro an der Spitze europäischer PPP-Vorhaben. Die Privatunternehmen und die Bundeswehr gründeten auch ein gemeinsames Unternehmen namens BWI Informationstechnik GmbH. In ihr werden neben den Mitarbeitern der Konsortialen auch 2.900 Beamte, Soldaten und Zivilangestellte der Bundeswehr tätig sein.

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Der Hamburger Milliardär und frühere Tchibo-Miteigner Günter Herz hat die Mehrheit an dem Hamburger Schiffs-TÜV Germanischer Lloyd AG (GL) übernommen. Herz erwarb mehr als 90 Prozent der Anteile von mehreren Altaktionären, darunter auch die Commerzbank. Zunächst hatte Herz 550 Millionen Euro geboten, erhöhte sein Angebot für den Schiffsklassifizierer aber auf 5750 Euro pro Aktie und damit insgesamt 575 Millionen Euro. Die Übernahme beendete ein Bietergefecht, das Anfang November durch eine Kaufofferte des französischen GL-Konkurrenten Bureau Veritas (BV) in Höhe von 500 Millionen Euro eröffnet worden war. Der GL-Vorstand hatte das BV-Angebot als feindlich zurückgewiesen und sowohl Herz als auch den TÜV Süd zur Abgabe freundlicher Angebote aufgefordert. Das Traditionsunternehmen GL bietet technische Überwachung und Sicherheitsanalysen an und ist mit 3.200 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten.

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Das börsennotierte US-Tagebauunternehmen Bucyrus International hat die Maschinenbautochter der RAG, die Lünener DBT GmbH, übernommen. Der Kaufpreis beträgt rund 731 Millionen US-Dollar, davon werden rund 710 Millionen bar bezahlt, der Rest in Bucyrus-Aktien. Finanzierende Bank des Deals ist Lehman Brothers. Die Übernahme erfolt in einer so genannten Zweiphasentransaktion: Dazu gründeten Bucyrus und die HMS Hamburg Trust GmbH des Hamburger Investors Prof. Heinrich Maria Schulte zunächst eine Holding, die DBT übernehmen wird. Die beiden Unternehmen schlossen dann eine unwiderrufliche Verkaufsvereinbarung, nach der Bucyrus bis spätestens 2009 alle Aktien der Holding von Hamburg Trust übernehmen wird. Die Transaktion soll bis zum Ende des ersten Quartals 2007 abgeschlossen sein und muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

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Die HDI-Gerling Lebensversicherung hat zwei Immobilienportfolios im Gesamtwert von rund 440 Millionen Euro verkauft. Ein Paket mit 2.700 Wohnungen ging für rund 300 Millionen Euro an Patrizia Immobilien. Das zweite Paket, bestehend aus 18 Büroimmobilien, erwarb wenige Tage später für rund 140 Millionen Euro GE Real Estate Germany.

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Die Kölner Colonia Real Estate AG hat ihren Aktionären 549.640 Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Nennwert von 100 Euro angeboten. Das Emissionsvolumen beträgt 55 Millionen Euro. UBS Limited fungierte als Bookrunner für Privatplatzierung und Schuldverschreibungen bei institutionellen Anlegern. Mit dem Erlös will das Immobilieninvestmentunternehmen weiteren Wohnimmobilienportfolios akquirieren.

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Der spanische Stahlkonzern Grupo Alfonso Gallardo hat die Arcelor Thüringen GmbH erworben. Der Wert des Werkes wird mit 591 Millionen Euro beziffert. Verkäufer ist der Stahlriese Arcelor Mittal. Mit dem Verkauf der thüringischen Tochter erfüllt das Unternehmen eine Auflage der EU-Kommission. Diese hatte die Fusion von Mittal Steel und Arcelor nur unter der Bedingung erlaubt, dass der neue Konzern seine international marktbeherrschende Stellung im Bereich schwerer Träger aufgibt. Diese werden auch in Thüringen produziert, wo rund 670 Mitarbeiter zuletzt einen Umsatz von 400 Millionen Euro erwirtschafteten. Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines Bieterverfahrens. Finanziert wurde die Transaktion durch die spanische Banco Bilbao.

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Die Private-Equity-Gesellschaft Advent International hat vom US-Chemiekonzern Celanese für 480 Millionen Euro dessen Oxo- und Derivate-Sparte erworben. Verkauft wurde die Oberhausener European Oxo GmbH (EOXO), ein Jointventure von Celenese und der Degussa AG, sowie zudem das Geschäft in Marl und an den US-Standorten Bay City und Bishop. EOXO stellt Produkte her, die unter anderem Ausgangsbasis für Lösemittel, Klebstoffe und Farben sind. Mit rund 230 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen zuletzt einen Umsatz von rund 580 Millionen Euro. (René Bender)