Deals

  Juve Plus

Die Bundesrepublik Deutschland transferiert Risiken in Milliardenhöhe an den Kapitalmarkt, die sich aus Forderungen gegen den russischen Staat ergeben. Dies wurde Ende Juni bekannt. Dafür gründete der Bund eine Einzweckgesellschaft, die Aries Vermögensverwaltungs GmbH. Diese emittiert Anleihen im Rahmen einer synthetischen Verbriefung: Die dadurch erzielten Einnahmen gibt Aries an den Bund ab, im Gegenzug leitet der Bund die laufenden russischen Zahlungen an Aries weiter, die damit am Ende die Anleihen bedient. In einem Zwischenschritt fließen zuvor die russischen Zahlungen über Aries an die KfW-Bankengruppe, die das Geld an Aries zurückgibt. Durch Einschaltung der Triple A-gerateten KfW wird ein gutes Rating der Anleihen erzielt. Die rechtliche Konstruktion stammt vor allem von Deutsche Bank und Goldman Sachs. Die Banken platzieren die Anleihen in Europa und den USA. Zudem agieren sie als so genannte Swap Counterparties: In dem Fall, dass Russland seine Verpflichtungen gegenüber Deutschland im Werte von mindestens 250 Millionen Euro nicht erfüllt, erhalten die Investoren (Anleihegläubiger) nur 20 Prozent des Nennwerts der Anleihen zurück. Gezahlt wird dieser Betrag von den Banken. Für den Bund ist die Transaktion - kurzfristig - doppelt vorteilhaft. Zum einen trägt er das Russland-Risiko nun nicht mehr allein. Zum anderen erzielt er zum Stopfen von Haushaltslöchern durch die Anleihen auf einen Schlag Milliarden, die er je nach Laufzeit erst in einem Zeitraum von drei bis zehn Jahren zurückzahlen muss. Berater Bundesrepublik Deutschland

Deal-Ticker

Wer kauft was mit wem? Die neuesten M&A-Deals im übersichtlichen Newsticker. Alle ansehen
  Juve Plus

Als erste Sparkasse in Deutschland hat die Niederschlesische Sparkasse Görlitz ein millionenschweres Paket notleidender Kredite (so genannte Non Performing Loans) verkauft. Erworben wurde das Kreditportfolio von den US-Investoren Lone Star Management Europe Ltd. und JP Morgan Securities Ltd. Die übergegangenen Forderungen bestehen aus immobiliengesicherten gewerblichen und privaten Krediten. Berater Niederschlesische Sparkasse

  Juve Plus

Sal. Oppenheim International und Sal. Oppenheim jr. & Cie KGaA haben ihren 50,1-prozentigen Anteil an der Oppenheim Immobilien KGaA (OIK) veräußert. Erwerber ist für einen Kaufpreis von 125 Millionen Euro die IVG Immobilien AG. Die an dem Deal beteiligten Unternehmen sind auch personell verbunden: Detlef Bierbaum, persönlich haftender Gesellschafter von Sal. Oppenheim, ist Aufsichtsratsvorsitzender der IVG und zugleich der OIK. (jat)

  Juve Plus

Der Online-Reiseanbieter lastminute.com hat seinen deutschen Wettbewerber, die lastminute.de-Gruppe, übernommen. Dazu gehören Anixe Systems, Avinex und Cinetic Internet Touristik. Der Kaufpreis von 46,7 Millionen Euro wurde gut zur Hälfte in bar, zum Teil durch die Ausgabe von über acht Millionen neuen Aktien an lastminute.com erbracht. Zusätzlich zum Namen lastminute.de schließt die Akquisition die Übernahme des Domainnamens lastminute.tv ein, wobei dieser zunächst in Lizenz an einen kleinen, unabhängigen TV-Betrieb vergeben wird. Berater lastminute.com

  Juve Plus Börse ade

Die Münchner IPCar Beteiligungs GmbH hat 61,3 Prozent der Anteile an der P&I Personal & Informatik AG erworben. Dem Taking Private, das Mitte Juni mit den beiden Hauptaktionären Ingeborg und Egbert Becker vereinbart worden ist, folgte wenig später ein öffentliches Übernahmeangebot von IPCar an alle Aktionäre von P&I. Bei einem Angebotspreis von 7,40 Euro bedeutet dies ein Gesamtvolumen der Transaktion von 57 Millionen Euro. IPCar gehört der Carlyle Europe Venture Partners LP, einem von Carlyle verwalteten Private Equity-Fonds. Die kartellrechtliche Genehmigung der Transaktion steht noch aus. Berater IPCar

  Juve Plus

BASF hat im Juni den Bestand seiner Fremdkapitalversorgung neu verhandelt. Ein Bankenkonsortium aus HSBC, Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) und JP Morgan gewährte dem Ludwigshafener Chemieunternehmen einen Kreditrahmen in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar. Begeben werden eine Tranche mit einjähriger, und eine mit fünfjähriger Laufzeit. Das Geld dient als Ersatz bestehender Kreditlinien. HSBC hat die Dokumentation der Transaktion übernommen. Berater HSBC

  Juve Plus

Die europäischen Raumfahrtunternehmen Alcatel Space S.A., Alenia Spazio S.p.A., EADS Astrium GmbH, EADS Astrium Ltd., Galileo Sistemas Y Servicios S.L. haben die Galileo Industries GmbH in Ottobrunn und eine Tochergesellschaft mit Sitz in Rom gegründet. Ziel: Mit dem für die ESA entwickelten Galileo-Satellitennavigationssystem soll ein Gegengewicht zum weltweit verwendeten US-System GPS geschaffen werden. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei 3,4 Milliarden Euro. Berater Galileo Industries

  Juve Plus

Die EnBW AG und ihre Tochter Salamander AG haben die Salamander Industrie-Produkte GmbH verkauft. Käufer der 100-prozentigen Salamander-Tochter ist die Objektgesellschaft Dortmund Verwaltungs GmbH. Dahinter stehen Dr. Heyo Schmiedeknecht mit der ConAmax Management GmbH und das Management des Zielunternehmens. Das Unternehmen bietet unter den Markennamen Salamander und Brügmann Fensterprofile und Lederfaserstoffe an. Salamander Industrie-Produkte hat vier Tochterunternehmen im In- und Ausland und beschäftigt rund tausend Mitarbeiter. Berater EnBW und Salamander

  Juve Plus

Hochtief hat seine dezentrale IT-Infrastruktur an den Dienstleister Siemens Business Services (SBS) ausgelagert. Der Outsourcing-Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren und umfasst die Betreuung von rund 6.100 PC-Arbeitsplätzen in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland, der lokalen Netzwerke und Serversysteme. Der Baukonzern will damit einen zweistelligen Millionenbetrag einsparen. Die bislang in diesem Bereich tätigen Mitarbeiter bei Hochtief werden zu SBS wechseln. Berater Hochtief

  Juve Plus

Die Probiodrug AG aus Halle an der Saale hat ihre DPP-IV-Technologie an Prosidion Ltd., Oxford, veräußert. Im Zentrum der Transaktion standen die technischen Schutzrechte, insbesondere Patente, in Bezug auf einen neuen Wirkstoffes zur Diabetesbehandlung ("P93/01"). 35 Millionen US-Dollar plus weiterer späterer Zahlungen wird der US-Mutterkonzern von Prosidion, OSI Pharmaceuticals Ltd. an Probiodrug überweisen. (MK)

  Juve Plus

Der Süddeutsche Verlag hat sein Stammareal in der Münchner City an eine Vermietungs- und Verwaltungsgesellschaft veräußert. An der Käufergesellschaft sind zu je 50 Prozent die LEG Baden-Württemberg und die Future Office Management (FOM) beteiligt. Gleichzeitig mietete der Verlag den Stammsitz auf vier Jahre zurück, im Jahr 2008 soll dann der Umzug in ein neues Zentralgebäude erfolgen, das derzeit in der Planungsphase ist. Berater Süddeutscher Verlag