Markt und Management

USA

Die aus North Carolina stammende Kanzlei Kennedy Covington hat sich dem rund zehnmal größeren Wettbewerber K&L Gates angeschlossen. Das gaben die US-Kanzleien Anfang Juli bekannt.Kennedy Covington betreibt drei Büros in North Carolina, wodurch K&L Gates auf nun insgesamt 28 Standorte in den USA, Europa und Asien anwächst. Für die Kanzlei arbeiten weltweit 1.700 Anwälte.

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Stühlerücken bei Conergy

Der Hamburger Solaranlagenbauer Conergy hat einen neuen Rechtsabteilungsleiter: Zum Juli kam Sebastian Biedenkopf, der bisherige Chefjustiziar von Maxingvest - der Holdinggesellschaft von Tchibo und Beiersdorf. Der 44-Jährige übernimmt den Platz von Katharina Dittmann (34), die ins Hamburger Büro der Kanzlei GSK Stockmann & Kollegen wechselte.Biedenkopf ist auf Bitten des Vorstandvorsitzenden Dieter Ammer zu Conergy gestoßen. Ammer war im November 2007 aus dem Aufsichtsrat in den Vorstand gewechselt, um das in massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckende Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.

Private Equity

Die US-Sozietät Willkie Farr & Gallagher und die britische Kanzlei Dickson Minto haben eine feste Kooperation vereinbart. Beide Seiten zeichnen sich vor allem durch ihre Private-Equity-Praxen aus. Mit gemeinsamer Strategie und abgestimmtem Marktauftritt dürfte die Allianz ein Schwergewicht für transeuropäisches Private-Equity-Geschäft werden, erwarten Marktbeobachter.

Hamburg

Zeitgleich mit ihrem Zusammenschluss mit der Münchner Private-Equity-Boutique Oldenbourg Plus hat Watson Farley & Williams auch ihr Hamburger Büro verstärkt: Zum Juli kam Dr. Malte Jordan als neuer Corporate-Partner. Der 34-Jährige war in der Hansestadt zuletzt Principal Associate bei Freshfields Bruckhaus Deringer.Jordan war seit 2003 bei Freshfields und arbeitete dort vor allem mit den renommierten Corporate-Partnern Dr. Michael Haidinger und Dr. Marius Berenbrok zusammen. Zu den prominenten Mandaten, an denen er mitgewirkt hat, gehörten zuletzt etwa die Beratung von Colgate-Palmolive beim Verkauf der Marke 'Gard' und die Begleitung der Deutschen Telekom, die mit 2, 5 Milliarden Euro bei der Hellenic Telecom (OTE) eingestiegen ist.

Nach Luther-Intermezzo

Dr. Christoph Hauschka ist seit Anfang Juli bei PricewaterhouseCoopers in München. Der 54-jährige ehemalige Chefjurist von Züblin war im Mai 2007 als Partner zu Luther gekommen. Nach nur rund einem Jahr trennten sich die Wege wieder.Hauschka hat sich in den letzten Jahren in der Compliance-Szene einen Namen gemacht, nicht zuletzt als Initiator des Netzwerks Compliance. Daneben engagiert er sich aber auch als Schiedsrichter.

Verbandsposten

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Position eines Cheflobbyisten für Europa geschaffen. Ab heute verantwortet der Jurist und CSU-Politiker Dr. Joachim Wuermeling innerhalb der Geschäftsführung des Verbands die Ressorts Europa und internationale Angelegenheiten.

Köln

Nach rund acht gemeinsamen Jahren zerfällt die Kölner Sozietät Hecker Werner Himmelreich & Nacken in zwei Teile. Zum August gehen Rechtsanwälte und Steuerberater wieder getrennte Wege. Der anwaltliche Teil wird als Hecker Werner Himmelreich Rechtsanwälte Partnerschaft firmieren, die Steuerberater und Wirtschaftprüfer treten als Nacken Hillebrand Partner auf.Die Partner reagierten damit auf die unterschiedliche strategische Entwicklung innerhalb beider Beratungszweige: So haben sich die Rechtsanwälte bei Hecker Werner zunehmend in ihren Fachbereichen spezialisiert. Bekannt sind dort vor allem die Praxen im Privaten Baurecht und Immobilienrecht, die die Kanzleischwerpunkte am Kölner Stammsitz und den Standorten Berlin und Leipzig bilden. Zudem wurden die Rechtsanwälte in den vergangenen Jahren neben ihrer traditionell regionalen Ausrichtung zunehmend bundesweit mandatiert.

Maxdata-Insolvenz

Der Computerproduzent Maxdata hat Insolvenzantrag gestellt. Verwalter des Marler Unternehmens ist Dr. Winfrid Andres, Namenspartner der Sozietät Andres Schneider, der in der vergangenen Woche vom Amtsgericht Essen bestellt wurde.Betroffen von der Insolvenz sind mehrere deutsche Gesellschaften der Maxdata-Gruppe sowie alle Auslandsgesellschaften mit Ausnahme der Töchter in den Niederlanden und der Schweiz. Maxdata produziert unter anderem Monitore der Marke Belinea und hatte 2007 einen Umsatz von 468 Millionen Euro erzielt. Aktuell beschäftigt die Gesellschaft rund 900 Mitarbeiter.

Hamburg

White & Case stärkt ihr Corporate/M&A-Team: Zum Juli wechselt Dr. Markus Althoff als Local Partner in das Hamburger Büro. Der 37-Jährige war zuvor Manging Associate bei Linklaters in Frankfurt.Althoff arbeitete sechs Jahre für Linklaters. Währenddessen war er etwa bei der Beratung von Dow Chemical beim Erwerb der Wolff Walsrode von Bayer beteiligt. Auch gehörte er zu den Teams, die 2004 BP beim Verkauf ihres Fasergeschäfts an die Sterling-Gruppe und 2003 IS Innovative Software bei der Verschmelzung mit OnVista Technologies begleiteten.

Die vor allem aus der Immobilienbranche bekannte Kanzlei Zirngibl Langwieser hat erstmal einen Managementausschuss gewählt. Zwei Partner aus dem Stammsitz München, Dr. Lars Adler und Dr. Dieter Lehner, fungieren künftig als Managing Partner.Die Entscheidung für die neue Struktur fiel auf der jährlichen Strategietagung im Mai. "Bislang waren unsere Managementaufgaben dezentral verteilt“, sagte Adler. „Mit nunmehr über 42 Berufsträgern an drei Standorten haben wir unsere Organisation optimiert und den veränderten Bedürfnissen angepasst."

Im Insolvenzfall der Göttinger Gruppe ist Prof. Rolf Rattunde von Leonhardt Westhelle seit Juni auch Verwalter der wichtigsten Gruppengesellschaft Securenta. Er löst den bisherigen Insolvenzverwalter, Steuerberater Peter Knöpfel von der Treugarant AG, ab.Knöpfel selbst hatte nach langen Streitigkeiten mit Anlegeranwälten und einer abgebrochenen Gläubigerversammlung seine Bestellung zurückgegeben, das Amtsgericht Göttingen beauftragte Rattunde. Der ist bereits seit einem Jahr Verwalter der Göttinger Gruppe Finanzholding in Berlin. Beobachter hatten Mitte 2007 mit Kopfschütteln auf die mangelnde Zusammenarbeit der Insolvenzgerichte reagiert, die es versäumten, die Insolvenzen beider Gesellschaften an einem Standort und bei einem Verwalter zu bündeln. Das Berliner Verfahren betrifft rund 90.000 Gläubiger, in Göttingen warten 250.000 Securenta-Anleger auf Geld. Insgesamt sind vermutlich 1,5 Milliarden Euro verschwunden. Über die Bewertung der Forderungen herrscht Uneinigkeit: Wenn die Anleger als stille Teilhaber behandelt werden, könnten ihnen neben den Verlusten sogar noch Nachforderungen drohen. Können sie als normale Gläubiger auftreten, bliebe ihnen das erspart. +++