Markt und Management

Frankfurt

Die Insolvenzkanzlei Schneider Geiwitz & Partner hat Ende April mit zwei Quereinsteigern ein neues Büro in Frankfurt eröffnet.Die beiden Insolvenzverwalter Christian Feketija (36) und Petra Heidenfelder (47) stiegen als Partner ein. Eine Büroeröffnung mit Quereinsteigern kommt bei Insolvenzkanzleien eher selten vor.

Personalien

Personalien Icon
Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Siemens

Der Siemens-Konzern hat nun auch seine Steuerabteilung neu aufgestellt. Damit zieht das Münchner Unternehmen eine weitere interne Konsequenz aus der Korruptionsaffäre um schwarze Kassen und Schmiergeldzahlungen.Künftig berichten die Steuerabteilungen der einzelnen Landesgesellschaften funktional an die neu geschaffene Ebene der Regionalleitung, die zentral in München angesiedelt wurde.

Wenn Private-Equity-Anwälte auf einige Milliarden-Deal verzichten müssen, bedeutet das noch nicht gleich eine Rezession. Doch inzwischen hat die Finanzkrise auch die Realwirtschaft erreicht.In schlechten Zeiten, so ein Denkmodell, legen Mandanten besonders großen Wert auf Qualität - und große Namen. Gleichzeitig können die führenden Sozietäten nun auch Mandate übernehmen, die sie in den Jahren der Hochkonjunktur aus Kapazitätsgründen ablehnen mussten.

"Kultur durch Wandel - Wandel durch Kultur", mit diesem Leitmotiv hatte sich die Ruhrmetropole Essen den Titel als Europäische Kulturhauptstadt 2010 gesichert. Um das Renommierprojekt bemühten sich auch zahlreiche Kanzleien der Region.Der Zuschlag ging schließlich an Schmidt von der Osten & Huber. Die Kanzlei kümmert sich damit in den nächsten beiden Jahren um das gesamte rechtliche Betreuung des Merchandisings, des Lizenzierungsverfahrens und des Eventmanagements.

Dr. Michael Kummermehr, bislang Legal Counsel bei Yahoo in London, wechselt Anfang Mai in die Berliner Kanzlei Wegner Ullrich Müller-Helle & Partner. Bei Yahoo begleitete der 36-Jährige unter anderem Markenrechtstreitigkeiten im Zusammenhang mit Keyword Advertising. Der IP/IT-Rechtler verstärkt die Kanzlei als vierter Partner und soll zudem aufgrund seiner Arbeitserfahrung in London und Washington D.C. die internationale Ausrichtung der Kanzlei ausbauen. Die Sozietät war im Oktober 2007 als Spin-off des Berliner Büros von Wilmer Hale hervorgegangen. Damals machten sich Counsel Mario Wegner und die beiden Associates Thilo Ullrich und Dr. Adrian Müller-Helle selbstständig. Auch Kummermehr war, bevor er Anfang 2007 zu Yahoo wechselte, sechs Jahre im Berliner Wilmer Hale-Büro tätig, zuletzt als Counsel.

Die Insolvenzkanzlei Anchor hat zum April ein Büro in Ulm eröffnet. Prof. Dr. Martin Hörmann (37), der zuletzt bei der Insolvenzverwalterkanzlei Schneider Geiwitz & Partner in Neu-Ulm tätig war, leitet und baut den Standort als verantwortlicher Partner auf. Hörmann arbeitete zehn Jahre bei Schneider Geiwitz. Dort war er vor allem in den Bereichen Anfechtungs- und Eigenkapitalersatzrecht sowie Geschäftsführerhaftung tätig. Er war aber auch mit der Insolvenz von Walter Bau beschäftigt, bei der Schneider-Geiwitz-Namenspartner Werner Schneider als Insolvenzverwalter eingesetzt war.

Die Offenbacher Kanzlei Peter Haack & Kollegen hat Anfang April ein Büro in München eröffnet. Der neue Standort wird von Detlef Krull (43) geleitet, der bislang als selbstständiger Rechtsanwalt für die Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Becker Kurig Straus tätig war. Davor arbeitete Krull fünf Jahre lang bei Schwarz Kelwing Wicke Westpfahl in München und beriet vor allem zu Medienfonds und IT-Projekten.Die Schwerpunkte des Münchner Büros sollen dementsprechend im Gewerblichen Rechtsschutz sowie Medien- und IT-Recht liegen. Zudem werden die beiden Partner Dr. Lothar Weiler und Dr. Hilmar Siebert ihre Beratungstäigkeit teilweise nach München verlegen und von hier aus M&A und Unternehmenstransaktionen betreuen. Gleichzeitig vereinbarte Peter Haack vor Ort auch eine Kooperation mit den Patentanwälten der Kanzlei Nospat, mit denen Krull zuvor schon zusammengearbeitet hat.

Andreas Obermeyer, Partner im Münchner Büro von CMS Hasche Sigle, ist am 29. März im Alter von 57 Jahren beim Skifahren in Lech tödlich verunglückt. Obermeyer war bereits 1984 in die CMS-Vorgängerkanzlei Ott Weiss Eschenlohr eingetreten. Seit Ende der 1980er Jahre war er Partner der Sozietät. Obermeyer hatte in den vergangenen Jahren einen starken Praxisschwerpunkt im Immobilienrecht entwickelt.

Die IT- und Medienkanzlei HK2 hat einen Arbeitsrechtler in ihre Reihen aufgenommen: Seit April ist Jörg Hennig Partner der Berliner Kanzlei. Der 39-Jährige war zuvor Partner bei Lansnicker Schwirtzek.Hennig war seit 1997 zunächst als Einzelanwalt in Berlin tätig und schloss sich 2004 seiner bisherigen Sozietät an. Schon vor seinem Wechsel hatte er für HK2 das Arbeitsrecht betreut, das in der Boutique angefallen war. "Mein Geschäft hat sich zunehmend in Richtung der Beratung entwickelt, so dass die strategische Ausrichtung sich verändert hat", sagte Hennig.

Büsing Müffelmann & Theye hat ihr Leitungsgremium neu besetzt. Den so genannten Managementausschuss bilden nun als Standortrepräsentanten der Berliner Arbeitsrechtler Dr. André Sayatz (45), die Verwaltungsrechtlerin Dr. Claudia Nottbusch (41) aus Bremen und der Frankfurter Fachanwalt für Straf- und Medizinrecht Alexander Gruner (40). Der Ausschuss tagt einmal pro Woche und ergänzt die Partnersitzungen, die sechs Mal im Jahr stattfinden. Besprochen werden strategische Fragen wie auch die Wahrung eines einheitlichen Kanzleiauftritts.

Verfassungsbeschwerde gegen Wahlverfahren gescheitert

Das Wahlverfahren, mit dem die Anwälte am Bundesgerichtshof (BGH) bestimmt werden, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Das Bundesverfassungsgericht hat eine hiergegen gerichtete Verfassungsbeschwerde des Leipziger Anwalts Dr. Christian Braun (Braun & Rieske) Ende Februar nicht zur Entscheidung angenommen. Der Fall war Ende 2006 sehr prominent und kontrovers diskutiert worden. Braun war in dem vorangegangenen Wahlverfahren nicht in die entsprechende Vorschlagsliste aufgenommen worden, die dem Bundesjustizministerium zur Ernennung vorgelegt wurde. Hiergegen hatte er Rechtsmittel eingelegt und unter verschiedenen Gesichtspunkten die Wahl von insgesamt 14 seiner Mitbewerber angefochten.