Markt und Management

Frankfurt wird ab Januar 2008 neuer Standort des zentralen Managementteams der CMS-Allianz, das bisher in Brüssel angesiedelt war."Die Sitzverlegung des CMS-Managements ist sicher auch ein Ausdruck der Bedeutung von CMS Hasche Sigle innerhalb der europäischen Anwaltslandschaft generell und innerhalb der CMS-Allianz im Besonderen", sagte Cornelius Brandi, Managing Partner von CMS Hasche Sigle.

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Zum Dezember hat sich die Versicherungsboutique Wilhelm Rechtsanwälte mit einem of Counsel verstärkt: Von der Universität Bielefeld stieß der Versicherungsrechtler Prof. Dr. Ansgar Staudinger (39) zu den Anwälten. Dort hat Staudinger seit 2003 einen Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privat-, Verfahrens- und Wirtschaftsrecht inne. Zugleich ist er Dozent beim LL.M.-Studiengang für Versicherungsrecht der Universität Münster. Bei Wilhelm soll Staudinger vor allem Gutachten zu komplexen Haftungsfällen erstellen.

Trennung in Hamburg

Nahezu die Hälfte des Hamburger Büros von Buse Heberer Fromm verlässt die Kanzlei zum Januar 2008 und macht sich als Nesselhauf Rechtsanwälte selbstständig. Mit dem bundesweit anerkannten Presserechtler Michael Nesselhauf (68) wechseln neun Anwälte, darunter der IP-Partner Dr. Volker Knies (40) und der Gesellschaftsrechtspartner Bernd Koch (65). Zu dem Team gehören zudem die Buse-Associates Dr. Katharina Gyllensvärd, Dr. Christina Kellerhoff, Sebastian Carl Schmidt, Sidonie von Wedel, Dr. Till Dunckel, Dr. Stephanie Vendt sowie J. Friedrich Niebuhr. Vendt und Niebuhr werden in der neuen Sozietät als Partner starten.

Kaum ein Thema hat im zu Ende gehenden Jahr die juristische Szene so sehr beschäftigt wie die Vorgänge rund um die Münchner Siemens AG. Monatelang lieferte die Korruptionsaffäre täglich neue Schlagzeilen und bis heute dauert der Umbau des Konzerns - vorangetrieben vom neuen Vorstandsvorsitzenden - an. Die Fernwirkung dieses Skandals ist enorm, wird doch seitdem auf allen Ebenen verstärkt über das Thema Compliance diskutiert. Seit Oktober gibt es bei Siemens nun auch einen Vorstand für Recht und Compliance – ein schwieriger Posten, steckt der Konzern doch nach wie vor tief in der Aufarbeitung der Korruptionsaffäre.

Neuer Präsident

Prof. Dr. Klaus Tolksdorf soll neuer Präsident des Bundesgerichtshofs (BGH) werden. Dies hat das Bundeskabinett gestern beschlossen. Justizministerin Brigitte Zypries wird den 59-Jährigen dem Bundespräsidenten als Nachfolger von Prof. Dr. Günter Hirsch vorschlagen.Tolksdorf soll dem höchsten deutsche Zivil- und Strafgericht ab Februar 2008 für sechs Jahre vorstehen. Hirsch, der seit 2000 an der BGH-Spitze steht, geht Ende Januar mit Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren in Ruhestand.

Führungswechsel

Andreas Ziegenhagen wird zum Januar neuer Managing Partner des deutschen Büros von Salans in Berlin. Die Partnerschaft wählte den 39-Jährigen zum Nachfolger von Detlef Olufs (65), der aus Altersgründen nicht mehr für den Posten kandidierte. Der scheidende Managing Partner bleibt Salans aber weiter erhalten. Olufs hatte 1991 für die heute in Liquidation befindliche Sozietät Haarmann Hemmelrath & Partner deren Berliner Büro mit gegründet und seitdem geleitet. Nach 15 Jahren hatte das Hauptstadtteam die Kanzlei vor zwei Jahren verlassen und für den amerikanisch-französischen Wettbewerber Salans ein deutsches Büro eröffnet. Anfang 2007 stieß dann ein fünfköpfiges Team von Travers Smith hinzu.

Aufbau im Patentrecht

Osborne Clark gewinnt zum neuen Jahr mit Dr. Michael Trimborn (44) ihren ersten deutschen Partner im Patentrecht. Der bekannte Experte für Arbeitnehmererfinderrecht wechselt aus dem Düsseldorfer Büro von Reimann Osterrieth Köhler Haft zu der britischen Kanzlei nach Köln.Trimborn war seit März 2006 als Counsel bei Reimann Osterrieth tätig. Bei Osborne Clarke steigt er als Equity Partner ein und soll das Patentrecht aufbauen. Die Kanzlei plant dabei ein schnelles Wachstum der Abteilung durch mehrere Mitarbeiter.

Nach intensiver Suche

Die US-Kanzlei Paul Hastings Janofsky & Walker startet in Deutschland: Zum Januar schließen sich die 27 Anwälte der Frankfurter Sozietät Smeets Haas Wolff der kalifornischen Kanzlei an. "Der Ausbau unserer europaweiten Präsenz durch die Eröffnung eines Büros in Deutschland - der größten europäischen Volkswirtschaft - stellt einen bedeutenden Schritt in unserer globalen Wachtumsstrategie dar", sagte Seth Zachary, Chairman von Paul Hastings. Die Westküstensozietät mit Stammsitz in Los Angeles war in Europa bislang mit Büros in London, Paris, Mailand sowie Brüssel vertreten. Wichtige Beratungsgebiete der Sozietät sind neben dem Immobilien- und Arbeitsrecht unter anderem die Begleitung im Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Finanzierungs- und Restrukturierungsfragen. Zu den Mandanten der mit 1.200 Anwälten weltweit an 18 Standorten vertretenen Sozietät zählen bedeutende Namen wie etwa die australische Bank Macquarie, der Investor Ivanhoe sowie die Citigroup.

Corporate-Ausbau

Dr. Nikolaus Reinhuber (47) wechselt zum Jahresbeginn 2008 von Freshfields Bruckhaus Deringer zu Baker & McKenzie in Frankfurt. Der Corporate-Partner soll in der deutschen und europäischen Gesellschaftsrechtspraxis von Baker "an vorderer Stelle Verantwortung übernehmen", sagte Dr. Bernhard Trappehl, deutscher Managing Partner von Baker.Reinhuber war seit seinem Karrierestart 1991 für Freshfields beziehungsweise deren Vorgängerkanzleien tätig. Bereits nach vier Jahren war er zum Partner ernannt worden. Lange Zeit arbeitete er im Leipziger Büro, nach dessen Schließung im Jahr 2001 siedelte er nach Frankfurt über. Zwischen 2001 und 2005 hatte Reinhuber verschiedene Managementfunktionen inne, zuletzt war er globaler Chief Knowledge Officer.

Wechsel am Main

Der IT-Rechtler Oliver Hornung schließt sich zum Jahreswechsel Schwarz Kelwing Wicke Westpfahl an. Der 41-Jährige war bislang Equity-Partner im Frankfurter Büro von Buse Heber Fromm und steigt mit diesem Status auch bei Schwarz Kelwing ein. Hornung war im Jahr 2000 von Wicker Hanf zu Buse gekommen, seit 2004 war er Equity-Partner. Er ist vor allem auf die Beratung von IT-Outsourcing-Vorhaben und IT-Projekten spezialisiert. Daneben berät Hornung auch im Urheber- und Wettbewerbsrecht. Zu seinen Mandanten zählt unter anderem einer der führenden deutschen IT-Dienstleister.

Wachstum in Bayern

Die bayrische MDP-Kanzlei Sonntag & Partner hat ihr Augsburger Büro mit einem Quereinsteiger verstärkt: Zum November ist Dr. Thomas Reif von Scheidle & Partner als Partner in die Kanzlei gewechselt. Der 41-Jährige soll den Sektor 'Infrastruktur' aufbauen. Reif, der Volkswirt und Jurist ist, hat schon bisher eine integrierte Beratung zu erneuerbaren Energien, vor allem bei Geothermieprojekten, angeboten und ist insofern vielfach für Kommunen tätig. Zudem betreut er etwa den Kartellstreit um die Wasserpreise in Wetzlar gemeinsam mit der Landeskartellbehörde Hessen sowie weitere hessische Wasserpreisverfahren.

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