Markt und Management

Der bisherige SPD-Chef von Nordrhein-Westfalen Jochen Dieckmann geht als Partner zur Bonner Kanzlei Eimer Heuschmid Mehle. Der 59-Jährige will zum Frühjahr seine politischen Ämter zur Verfügung stellen. Er ist der erste Quereinsteiger in der Geschichte der Kanzlei.Der Kontakt zwischen Dieckmann und Namenspartner Richard Eimer besteht schon seit Jahren. Eimer beriet den früheren NRW-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement. Dieckmann war bis 2002 Justizminister und dann bis 2005 Finanzminister des Landes.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Seit Anfang des Jahres ist in Köln die Kartellrechtlerin Dr. Bettina Bergmann mit einer eigenen Kanzlei am Markt. Die 37-Jährige war bis Ende Oktober Senior Associate im Düsseldorfer Büro von Shearman & Sterling. Der Schritt ist ungewöhnlich, weil viele ausgewiesene Kartellrechtler in größeren Kanzleien arbeiten, vorzugsweise mit Anbindung an eine M&A-Praxis.

Viel Hoffnung bestand wohl nie. Das System, mit dem in Karlsruhe die Kandidaten für die BGH-Anwaltschaft bestimmt werden, dreht sich weiter um sich selbst: Neue Kandidaten für den kleinen Kreis der BGH-Anwälte werden auch in Zukunft durch ein Gremium aus BGH-Richtern und BGH-Anwälten hinter fest verschlossenen Türen gewählt. Eine Beschwerde gegen dieses Prozedere wurde im Dezember zurückgewiesen. Die seit langem an dem Auswahlverfahren geübte Kritik überzeugte den Anwaltssenat des Bundesgerichtshofs nicht. Es muss wohl schon sehr viel vorliegen, bevor die Richter des BGH-Anwaltssenats die Entscheidung des Präsidenten ihres eigenen Gerichts, der zugleich dem Wahlausschuss vorsteht, kassieren.

Als Insolvenzkanzlei gut positioniert, in der allgemeinen wirtschaftsrechtlichen Beratung mit gewissem Nachholbedarf: Aus dieser strategischen Beurteilung heraus haben die fünf Partner von Bruno Fraas & Partner in Würzburg ihre Kanzlei neu ausgerichtet und in BFP Wirtschaftssozietät umbenannt.„Der Beratungsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren geändert“, erklärte Bruno Fraas. „Deshalb machen wir jetzt ein Komplettangebot aus Recht, Wirtschaft und Steuern, das den Bedürfnissen der Mandanten entspricht und das die Region insgesamt stärkt.“

Neue Spielregeln für Juristen: Ende 2006 hat der Bundestag die Reform der Bundesrechtsanwaltsordnung beschlossen. Sie sieht vor, ein Online-Register aller in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälte einzuführen und die Verbraucherinteressen bei Schadensersatzansprüchen gegen Anwälte zu stärken. Außerdem entfallen die fünfjährige Wartefrist für die Zulassung bei den Oberlandesgerichten und das Verbot zur Errichtung von Zweigstellen.Das Jahresende brachte einen Wechsel an der Führungsspitze der Deutschen Gesellschaft für Baurecht: Prof. Horst Franke, Seniorpartner bei Heiermann Franke Knipp, tritt als neuer Vorsitzender die Nachfolge von Prof. Wolfgang Heiermann an, der die Gesellschaft Jahre lang geführt hat. Michael Halstenberg, Leiter der Abteilung Bauwesen, Bauwirtschaft und Bundesbauten im Bundesverkehrsministerium, wurde stellvertretender Vorsitzender.

Haarmann hat sich mit zwei Partnern verstärkt: Zum Dezember kam in Frankfurt Dr. Jörn Hirschmann (32), zum Januar wechselte Holger Erwin (36) in die Sozietät. Hirschmann war zuvor bei Fried Frank Harris Shriver & Jacobson tätig, wo er Senior Associate war. Erwin schloss zuletzt seine Promotion ab, bis Dezember 2005 arbeitete er als Associate bei Allen & Overy. Hirschmann ist auf M&A und Immobilientransaktionen spezialisiert und begleitet vor allem ausländische Investoren bei Deals in Deutschland. Mitte 2006 hatte er den Kauf des niederländisch-britischen Metallproduzenten Corus für den US-Aluminiumwalzproduktehersteller Aleris International mit betreut.

Salans hat mit einem Team von zwölf Anwälten ein Büro in Budapest eröffnet. Die beiden Partner am neuen ungarischen Standort, Judit Kövári und Dr. Tamás Tercsák, waren zuvor beide zehn Jahre lang in der örtlichen Kanzlei Szabó Kövári Tersák & Partners tätig und kooperierten schon in dieser Konstellation mit dem Salans-Netzwerk. Tercsák ist im M&A, Kövári im Immobilienrecht tätig.Von der Fusion verspricht sich Co-Managing Partner Tercsák vor allem eine stärkere internationale Ausrichtung und sieht diese als „enormen Gewinn und Möglichkeiten für uns selbst und unsere Mandaten, die im wachsenden Maße in komplexe Cross-Border-Transaktionen eingebunden sind“.

Hogan & Hartson hat ihr Büro in Moskau im Dezember um das Steuerrecht ausgebaut: Die Kanzlei konnte den Steuerrechtler Ilya Rybalkin von Nörr Stiefenhofer Lutz gewinnen. Der 29-Jährige war seit rund siebeneinhalb Jahren im Moskauer Büro von Nörr tätig, seit zwei Jahren als Partner. "Da ich den letzten zwei Jahren intensiv größere russische Unternehmen in ihren In- und Outbond-Investitionen sowie Cross-Border-Restrukturierungen berate, habe ich festgestellt, dass ich mein Beratungspotenzial noch mehr entfalten kann, wenn ich in einer international aufgestellten Kanzlei mit starken Büros in Großbritanien, den USA und vor allem der Schweiz tätig bin", sagte Rybalkin.

Die Kanzlei Dr. Rehborn und Dr. Christiane van Zwoll, bisher Partnerin der Sozietät in Köln, gehen getrennte Wege. Rehborn ist jedoch weiterhin in der Domstadt vertreten, wenn auch an neuem Standort. Van Zwoll führt unter eigenem Namen ihre eigene Kanzlei."Wir sind friedlich auseinander gegangen", sagte van Zwoll. "Die Kanzlei Rehborn arbeitet überwiegend im Medizinrecht, ich arbeite vor allem auf den Rechtsgebieten des Gesellschafts- und Insolvenzrechts. Die gemeinsame Schnittmenge war das Arzt- bzw. Krankenhausinsolvenzrecht."

Ausbau am Main

Der Finanzspezialist Dr. Jens-Dietrich Mitzlaff ist seit Beginn dieser Woche im Frankfurter Büro von Morgan Lewis & Bockius als Equity Partner tätig. Der 39-jährige wechselte von Freshfields Bruckhaus Deringer, wo er seit 2001 Partner war. Mitzlaff ist vor allem auf den Gebieten Akquisitionsfinanzierung, Aktien- und Kapitalmarktrecht tätig.

Immobilienrecht

Zum Mai wechselt der Frankfurter Baker & McKenzie-Partner Dr. Georg Freiherr von Franckenstein als Partner zu FPS Fritze Paul Seelig. Der 39-jährige Immobilienrechtler war seit 1999 bei Baker, seit 2002 als Local Partner."Ich verspreche mir mehr Entwicklungsmöglichkeiten bei FPS, da das Grundstücksgeschäft zu deren Kerngeschäften gehört", sagte von Franckenstein. Er beriet zuletzt unter anderem Indubau beim Verkauf eines Industrieparks. Zu seinen Mandaten zählten zudem Vivendi und OSV.