Markt und Management

Markenrecht

Der Konsumgüterriese Unilever hat nach einem Beauty Contest mit 20 Kanzleien Baker & McKenzie beauftragt, ab Januar sein weltweites Markenportfolio zu verwalten. Dabei handelt es sich um rund 160.000 aktive Marken, darunter bekannte Namen wie 'Dove', 'Lux', 'Knorr', 'Lipton Ice Tea' und 'Magnum-Eis'.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Von Hamburg nach Düsseldorf

Christine Kamphaus, zuletzt Partnerin bei der multidisziplinären Hamburger Kanzlei Alpers & Stenger, ist Anfang Oktober zu PricewaterhouseCoopers (PwC) nach Düsseldorf gewechselt. Die 36-jährige Steuerberaterin betreut künftig in der Corporate/Tax-Abteilung des Big-Four-Unternehmens größere mittelständische Unternehmen. Kamphaus war 2001 von Arthur Andersen zu Alpers & Stenger gekommen, 2002 wurde sie Partnerin. "Ausschlaggebend für meinen Wechsel waren - neben privaten Gründen - die großen Chancen, die ich für die Beratung mittelständischer Unternehmen in einem internationalen Netzwerk sehe", sagte Kamphaus.

Neuer Kartellrechtspartner in London

Die Londoner Kartellrechtspraxis von Freshfields Bruckhaus Deringer bekommt ab Januar Zuwachs: Der 34-jährige Simon Priddis kommt als Partner von der britischen Kartellbehörde OFT (Office of Fair Trading). Priddis war 2002 – damals Associate bei Cleary Gottlieb Steen & Hamilton – zur OFT gewechselt und kehrt nun in den Anwaltsberuf zurück. Dass er dabei auf Partnerebene einsteigen kann, ist ungewöhnlich, insbesondere bei Freshfields: die Kanzlei hat immerhin bereits eine angesehene Kartellrechtspraxis in London, auch wenn diese bei weitem nicht so groß ist wie in Deutschland.

Trennung nach einem Jahr

Nach nur einem Jahr verlässt die Schiedsanwältin Dr. Inka Hanefeld Ende Oktober die Hamburger Kanzlei Renzenbrink Raschke von Knobelsdorff Heiser. Die 36-Jährige wechselt als weitere Namenspartnerin in die Frankfurter Kanzlei Friedrich & Korch, die künftig unter dem Namen Friedrich Korch Hanefeld firmieren wird. Ab Januar kommenden Jahres soll Hanefeld für die Sozietät ein Büro in Hamburg eröffnen. Friedrich & Korch war 2003 von den ehemaligen Gleiss Lutz-Anwälten Dr. Bettina Friedrich und Rainer Korch gegründet worden und hat neben Gesellschaftsrecht und M&A einen starken Litigation-Schwerpunkt. Nun will sich die Boutique noch stärker auf Litigation- und Arbitration im Bank- und Finanzrecht, Handel, Touristik und Anlagenbau sowie Fracht- und Seerecht konzentrieren.

Berlin

Zum November wechselt der Litigation-Partner Dr. Alfried Heidbrink (41) aus dem Berliner Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer in die noch junge Sozietät Lindenpartners.„Freshfields ist eine Super-Kanzlei, aber ich bin jetzt in dem idealen Alter, um noch einmal etwas Neues anzufangen“, sagte Heidbrink. Zu den Partnern von Lindenpartners bestünden schon seit langem berufliche und private Kontakte.

Geplanter Aufstieg

Gerd Becht ist neuer Worldwide General Counsel des Automobilherstellers DaimlerChrysler. Der 54-Jährige übernimmt den Posten von William O'Brien, der nach 19-jähriger Tätigkeit bei Chrysler und später DaimlerChrysler in den Ruhestand tritt.Becht hatte erst im Juni den Posten als General Counsel für die Regionen Europa, Afrika und Asien angetreten. Jedoch kam die Beförderung nicht überraschend: "Die Ernennung und die Nachfolgeplanungen waren langfristig besprochen und längst vorbereitet", sagte er gegenüber JUVE.

Kölner Sonderlösung

Linklaters verabschiedet sich weltweit von ihrem Geschäft mit der Anmeldung und Verwaltung von Marken. In Deutschland lagert die Kanzlei zum Jahreswechsel den Bereich um den renommierten Kölner IP-Partner Kay-Uwe Jonas in eine unabhängige Gesellschaft aus. Mit Jonas gehen weitere vier Anwälten und rund 20 nicht-anwaltlichen Mitarbeitern. Das Team wird seine Arbeit jedoch weiter in den Räumen des Kölner Linklaters-Büros fortsetzen. Der Leiter der Londoner Markenverwaltungspraxis Roland Mallinson (40) wechselt dagegen zum Dezember zu Taylor Wessing.

Moskau

Nörr Stiefenhofer Lutz hat ihr Moskauer Büro zum Oktober mit einem Partner verstärkt: Dr. Thomas Mundry (44) ist von Freshfields Bruckhaus Deringer als Corporate- und Steuerspezialist in das knapp 30-köpfige Büro gewechselt. Die Moskauer Nörr-Präsenz wurde 1994 gegründet und ist als eigenständige Gesellschaft strukturiert. Die Kanzlei hat in den letzten Jahren sehr konsequent eines der angesehensten Büronetzwerke einer deutschen Kanzlei in Osteuropa aufgebaut. Man setzt dabei vor Ort bewusst auf gemischte Teams aus deutschen Berufsträgern und Anwälten aus den jeweiligen Ländern.

Wechsel in Hamburg

Christian Schliemann, Gründungspartner der Bau- und Vergaberechtsboutique Leinemann & Partner, hat zum Oktober das Hamburger Büro der Kanzlei verlassen und sich der renommierten Insolvenzkanzlei Brinkmann & Partner angeschlossen. Schliemann hatte im Jahr 2000 Leinemann in Berlin mitgegründet, wechselte aber wenig später nach Hamburg, um dort einen neuen Standort aufzubauen. Im Markt war das Hamburger Büro aber nie so präsent wie das in Berlin.

Inhouse

Der Pharma- und Medizinprodukterechtler Dr. Uwe Fröhlich (36) ist Mitte Oktober von Lovells in die europäische Rechtsabteilung von Baxter gewechselt.Neben der europaweiten rechtlichen Betreuung des Produktbereichs BioSurgery wird Fröhlich für den US-Pharmakonzern auch die Betreuung einer Reihe europäischer Baxter-Niederlassungen übernehmen, wie etwa in den skandinavischen Ländern sowie in Irland und Malta.

Patentrecht

Nur fünf Monate nach dem Start ihrer Patentanwaltspraxis gewinnt Bird & Bird eine weitere Patentanwältin für ihr Münchner Büro. Dr. Daniela Kinkeldey wechselt zum November aus der renommierten Patentanwaltskanzlei Isenbruck Bösl Hörschler Wichmann Huhn zu Bird & Bird.Die 41-Jährige kommt als Senior European Counsel, vergleichbar mit dem Counsel-Status anderer Kanzleien. Kinkeldey ist ausgebildete Chemikerin sowie deutsche und europäische Patentanwältin. Seit 1998 arbeitet sie als Patentanwältin, zunächst bis Ende 2004 im Münchner Büro der Sozietät ihres Vaters Grünecker Kinkeldey Stockmair & Schwanhäusser, danach als Associate bei Isenbruck. Ein Sprecher der Kanzlei bedauerte ihren Weggang, zumal sie auf dem Partnertrack gewesen sei. Eine größere Lücke dürfte ihr Weggang bei der reinen Patentanwaltskanzlei allerdings nicht hinterlassen. Mit zwölf verbliebenen Chemikern stellt die Kanzlei eine der größten Anmeldepraxen für Chemie-Patente in Deutschland.

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