Markt und Management

Ausbau IT-Recht

Der ehemalige Bereichsvorstand und Chefjurist von T-Systems, Dr. Stephan Witteler, verstärkt seit Mai das Frankfurter Büro von Beiten Burkhardt. Der 42-jährige IT- und Telekommunikationsspezialist soll künftig die IT-Beratungspraxis koordinieren und deren Ausbau weiter vorantreiben.

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Namhafter Zuwachs

Der Kartellrechtler Prof. Dr. Alexander Riesenkampff (70), bislang Partner bei CMS Hasche Sigle, hat sich zum Mai als Namenspartner der Frankfurter Kanzlei Schulte Rechtsanwälte angeschlossen. Die Sozietät, die 1999 als Spin-off von Feddersen Laule Ewerwahn Scherzberg Finkelnburg Clemm (heute White & Case) um Dr. Josef Schulte entstand, heißt künftig Schulte Riesenkampff.

Weiter auf Wachstumskurs

Zum Juli verstärkt sich die Frankfurter Kanzlei Heymann & Partner durch Dr. Henning Bloß. Der 34-Jährige kommt als Partner von Hengeler Mueller, wo er seit 2001 als Associate tätig war. Bloß arbeitet in den Bereichen M&A und Private Equity und hat insbesondere Erfahrung bei Immobilientransaktionen sowie Finanzierungen. "Unsere Mandanten werden von seiner Erfahrung besonders im Finanzierungsbereich sehr profitieren", sagte Namenspartner Thomas Heymann.

Auch wenn es immer noch so mancher Anwalt ungern zur Kenntnis nimmt: Nur gut zu arbeiten reicht kaum noch aus, um Mandanten zu gewinnen. Professionelles Marketing gehört für die meisten Kanzleien inzwischen zum Alltag. Einen überzeugenden Außenauftritt lassen sich immer mehr Sozietäten auch ordentlich etwas kosten: Im Schnitt geben deutsche Anwaltskanzleien 2,5 Prozent ihres Honorarvolumens für Marketing aus, wobei drei von fünf Kanzleien bis zu sechs Prozent investieren. Das ergab eine Studie der FTD und der Agentur Triller Communication, die hierzu 90 Kanzleien befragt hatten. Als größte Herausforderung empfinden die Anwälte Wettbewerbspräsentationen - nicht nur die überzeugende Darstellung beim Pitch selbst zählt, sondern auch schon die im Vorfeld. Denn nur wer bekannt genug ist, wird überhaupt eingeladen. Lieblingsmarketingmaßnahmen sind unter anderem Kundenveranstaltungen, Buchveröffentlichungen und Pressearbeit in der Wirtschaftspresse. Weit abgeschlagen übrigens: die Anzeige in den Gelben Seiten.

Spanische Kanzleien haben zum April gleich drei größere Partnerwechsel vermeldet. Die transatlantische Kanzlei DLA Piper Rudnick Gray Cary holte zwei neue Kartellrechts-Partner von Jones Day: Mit Jose Maria und Juan Jimenez-Laiglesta wechselten zudem drei Associates aus dem Madrider DLA-Büro. Die beiden Brüder waren erst im Oktober von einer Madrider Kartellrechtsboutique gekommen und als Counsel bei Jones Day eingetreten. DLA ist die derzeit aktivste internationale Kanzlei im spanischen Rechtsmarkt. Erst im Dezember hatte sie mit der Übernahme eines Teams von 25 Squire Sanders & Dempsy-Anwälten für Aufsehen gesorgt (JUVE 02/06). Mit den Brüdern Jimenez-Laiglesta arbeiten nunmehr drei Kartellrechtler im Madrider Büro.

Bereits zum Jahreswechsel hat die Koblenzer Kanzlei Caspers Mock & Partner ein neues Büro in Saarbrücken eröffnet. Partner vor Ort ist Dr. Gerhard Wolter, der bislang das Büro im rheinland-pfälzischen Zweibrücken leitete. Im Zuge der Neueröffnung in der saarländischen Hauptstadt schloss Caspers Mock den Standort Zweibrücken. Die Koblenzer Kanzlei ist die erste unter den renommierten Sozietäten aus Rheinland-Pfalz, die den Schritt ins Nachbarbundesland wagt. Traditionell agieren die Anwaltsmärkte beider Bundesländer vollständig separat voneinander. Bislang expandierte auch keine der renommierten saarländischen Kanzleien nach Koblenz oder Mainz.

Dr. Bernd Taucher ist seit März neuer Partner bei der jungen Wiener Kanzlei Graf Patsch. Der 36-Jährige war bis Ende 2005 als Junior Partner bei Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati (CHSH)."Ich wollte selbst dabei mitwirken, eine Kanzlei und ein junges, dynamisches Team aufzubauen", sagte Taucher. "CHSH und ich gehen im Guten auseinander." Taucher kennt Dr. Alexander Patsch und Dr. Wolfgang Graf aus der Zeit, als diese bei CHSH waren. 2003 spalteten sich die damaligen Junior Partner ab und gründeten eine eigene Kanzlei.

In der bekannten öffentlich-rechtlichen Boutique Prof. Versteyl Rechtsanwälte gehen Prof. Dr. Ludger-Anselm Versteyl (61) und seine ehemalige Frau künftig getrennte Wege. Dr. Andrea Versteyl (52) betreut seit Anfang April unter dem Namen Dr. Andrea Versteyl Rechtsanwälte von Berlin aus Mandate mit dem Schwerpunkt Umwelt- und Planungsrecht. Prof. Versteyl wird weiterhin unter der bisherigen Firmierung an seinem Hauptsitz in Burgwedel und mit weiteren Büros in Hannover, Berlin und Peine arbeiten.

Die junge Düsseldorfer Kanzlei Remmen Wilhelm hat sich zum April in die beiden Namenspartner aufgespalten: Dr. Peter Josef Remmen (35) macht als Remmen Rechtsanwälte weiter, Dr. Mark Wilhelm (32) firmiert künftig unter Wilhelm Rechtsanwälte. Remmen Wilhelm war erst vor einem Jahr von zwei Associates von Clifford Chance gegründet worden (JUVE 05/05)."Wir hatten zu strategischen Fragen unterschiedliche Auffassungen und können die Perspektiven in unseren jeweiligen Industriegruppen nunmehr konzentrierter abbilden", sagte Remmen. Dennoch sei es richtig gewesen, zunächst gemeisam in einer Kanzlei zu starten, sagt Wilhelm. "Wir haben so die Ausgangslage geschaffen und uns soweit im Markt etabliert, dass wir uns nun freundschaftlich trennen können."

Jean-Philippe Montfort (43) ist seit Anfang März Partner im Brüssler Büro von Mayer Brown Rowe & Maw. Der Regulierungs- und Prozessspezialist wechselte von der US-Kanzlei Keller and Heckman. Im Laufe des März folgten zudem zwei Associates von Keller and Heckman.Montfort ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe Chemie der US-Handelskammer bei der Europäischen Union (AmCham EU). Er gilt zudem als Experte für die bevorstehende EU-Gesetzgebung für Chemikalien (REACH) und für Chemikalien-, Lebensmittelverpackungs- und Produkthaftungsrecht.

Der New Yorker Clifford Chance-Partner Dr. Andreas Junius (51) ist zum März zu Dechert gewechselt. Junius verstärkt als Partner die Islamic Finance Group und wird sowohl für das New Yorker Büro als auch für die Standorte in London und Frankfurt arbeiten. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Private Equity sowie Akquisitions- und Asset-Finanzierung. Besonders spezialisiert ist Junius auf Transaktionen, die auch mit der Scharia, dem islamischem Recht, vereinbar sind. Junius, seit 1989 Partner der Kanzlei, war bis zur Fusion mit der Magic-Circle-Kanzlei Clifford Standortleiter des New Yorker Büros von Pünder Volhard Weber & Axster.

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