Markt und Management

Verlust in London

Linklaters verliert in London den internationalen Leiter der Private-Equity-Praxis Graham White an den US-Konkurrenten Kirkland & Ellis. Der 44-Jährige wechselt gemeinsam mit Raymond McKeeve (34) zu einem noch nicht genau festgelegten Zeitpunkt. White und McKeeve waren beide ursprünglich bereits in der Corporate-Boutique Dickson Minto tätig, 1999 gingen sie zunächst gemeinsam zu SJ Berwin, 2001 dann zu Linklaters.

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In Frankfurt angekommen

Ab April ist Graf von Westphalen Bappert & Modest mit einem Büro in Frankfurt präsent. Bereits Mitte Dezember war bekannt geworden, dass die Kanzlei fünf Partner aus der Frankfurter Sozietät Rossbach & Fischer für die Eröffnung ihres neuen Büros gewinnen konnte. Dazu kommt nun auch Dr. Kristofer Bott. Der 41-jährige IP-Spezialist war bislang Partner im Frankfurter Büro von Taylor Wessing.

Haarmann Hemmelrath

Die multidisziplinäre Kanzlei Spitzweg hat an ihrem Münchner Stammsitz ihre Restrukturierungspraxis im Bereich öffentlicher Institutionen verstärkt. Als neuer Partner kam im März der Arbeits- und Verwaltungsrechtler Prof. Dr. Georg Nagler (47) von Haarmann Hemmelrath. Der personelle Aderlass des Münchner Haarmann-Büros geht damit auch nach der starken Abwanderung der vergangenen Monate weiter.

Medienrecht

Die Medienrechtskanzlei Unverzagt von Have hat zum April ein Büro in Köln eröffnet. Die Sozietät mit Stammsitz in Hamburg startet mit dem Film- und Fernsehrechtler Kurt-Michael Loitz (51). Loitz war in den vergangenen sechs Jahren in eigener Kanzlei in Köln tätig. Zuvor hatte er zunächst von 1986 bis 1988 für RTLplus in Luxemburg gearbeitet und war danach zwölf Jahre lang als stellvertretender Leiter der Rechtsabteilung von RTL Deutschland tätig.

Umsatzsprung

Beiten Burkhardt hat im Geschäftsjahr 2005 ihren Gesamtumsatz auf 83,2 Millionen Euro gesteigert. Das sind rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr (69,2 Millionen Euro). Den Löwenanteil steuerten mit rund 84 Prozent (70,1 Millionen Euro) die sieben deutschen Büros bei. Bereits 2004 hatte Beiten ein Umsatzplus von 10 Prozent verzeichnet.

War Ihnen eigentlich klar, wie viele junge Anwälte heutzutage unglücklich sind? Immerhin knapp die Hälfte von 600 befragten Jungjuristen gab in einer Umfrage des Soldan Instituts an, ihr Beruf sei nur zweite Wahl für sie - viel lieber wären sie Richter geworden (11 Prozent), Verwaltungsjurist (8 Prozent) oder Syndikus (15 Prozent). Etlichen Berufsgenossen scheint dabei die zunehmende Marktsättigung zu schaffen zu machen, zumal im vergangenen Jahr die Zahl der Anwälte erneut um 5.562 gestiegen ist. Immerhin erlaubt der Gesetzgeber inzwischen eine Möglichkeit mehr, um sich von der Masse abzusetzen: Seit März dürfen Rechtsanwälte auf ihre Spezialisierung hinweisen, und nicht mehr nur auf die für den Laien eher undurchsichtige Unterscheidung in Interessen- und Tätigkeitsschwerpunkte. Einen Hinweis auf sein Spezialgebiet hat Prof. Dr. Ludger-Anselm Versteyl wohl nicht mehr nötig, zählt er doch zu den namhaftesten Anwälten im Abfallrecht in Deutschland. Dies schlägt sich nun auch in einer neuen Aufgabe nieder: Der Gründungs- und Namenspartner der Kanzlei Versteyl Rechtsanwälte ist Anfang des Jahres in den Verwaltungsrat der Europäischen Umweltagentur (EUA) berufen worden. Er gehört zu den zwei vom Europäischen Parlament benannten wissenschaftlichen Persönlichkeiten, die dem Rat angehören und wird, so die offizielle Pressemitteilung "in Zukunft dazu beitragen, die umweltpolitischen Probleme auf globaler Ebene zu lösen."

Manuel Sack von Brinkmann & Partner in Hannover ist seit Ende Februar Insolvenzverwalter der Heros Unternehmensgruppe. Das deutsche Geldtransportunternehmen besaß 2005 in der Branche einen Marktanteil von über 50 Prozent. Von der Insolvenz betroffen sind 27 Gesellschaften mit insgesamt rund 5.000 Mitarbeitern. Verantwortliche Heros-Mitarbeiter, an erster Stelle der Inhaber Karl-Heinz Weis, sollen bis zu 350 Millionen Euro an Kundengeldern veruntreut haben. Betroffen sind zahlreiche Handelsketten, darunter Presseberichten zufolge der Rewe-Konzern mit einem Schaden in dreistelliger Millionenhöhe.Nach Angaben Sacks wurde dieser Betrug möglich, weil Heros einen großen Teil der Kundenkonten nicht als Treuhandkonten geführt hat und sich bei den eingezahlten Geldern unbeaufsichtigt bedienen konnte. So wurde eine Liquidität des Unternehmens vorgetäuscht, die vermutlich schon seit längerer Zeit nicht gegeben war. Pressemeldungen zufolge gab es ein Geflecht aus Korruption, Erpressung und unterbliebener behördlicher Aufsicht, das die Unterschlagungen ermöglichte.

Zum März hat sich die Berliner Kanzlei Röver Ulrich & Kollegen mit Damerau Rechtsanwälte zusammengeschlossen. Die vierköpfige Berliner Sozietät um Namenspartner Paul Damerau (43) bringt Erfahrung im Personengesellschaftsrecht sowie bei Immobilientransaktionen mit. Als Röver Ulrich & Damerau setzt die mit der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Dr. Röver & Partner verbundene Anwaltssozietät damit ihr Wachstum fort. Der Hintergrund für diese neuerliche Verstärkung ist das Ziel, sich stärker aus dem Schatten der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung zu lösen und das anwaltliche Beratungsspektrum zu stärken. Erst im letzten Jahr war der Steuerrechtler Dr. Ragnar Könemann dazugekommen, der zuvor als Associate im Berliner Büro von Hogan & Hartson tätig war.

Mock Rechtsanwälte hat sich erneut mit einem Quereinsteiger aus einer größeren Sozietät verstärkt. Der Öffentlich-Rechtler Dr. Bernd Ochtendung (37) ist nach sechs Jahren bei Freshfields Bruckhaus Deringer seit Januar mit Partnerstatus in der Berliner Kanzlei tätig. Ochtendung hatte zuvor als Senior Associate in dem angesehenen Freshfields-Team um Dr. Wolf Spieth an einigen hochkarätigen Mandaten mitgewirkt, unter anderem etwa bei der Beratung von Lanxess beim Verkauf ihrer Tochter ISL-Chemie (JUVE 11/05) oder von Degussa beim Verkauf ihres Geschäftsbereichs Lebensmittelzusatzstoffe (JUVE 06/04).

Nachdem Ende vergangenen Jahres bereits Linklaters, Ashurst, Freshfields Bruckhaus Deringer und DLA Piper Rudnick Gray Cary bevorstehende Büroeröffnungen in Dubai gemeldet hatten, zog es Anfang 2006 weitere Kanzleien in das arabische Emirat.

Der bislang als Einzelanwalt tätige Lutz Schumacher hat sich dem Dresdner Büro von Schalast & Partner angeschlossen. Der 34-Jährige kam als Counsel, was in etwa dem Status eines Salary-Partners entspricht. Schumacher unterhält langjährige Kooperationen mit Kanzleien in Polen und Kasachstan und wird eng mit der Corporate-Finance-Gruppe im Frankfurter Büro von Schalast zusammenarbeiten. Mit ihm verfügt das Dresdner Büro über sechs Anwälte, darunter zwei Partner.

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