Markt und Management

Der internationale Verbund der englischen Kanzlei Eversheds hat im Januar ihre exklusive Kooperation mit der irischen Kanzlei O’Donnell Sweeney Solicitors bekannt gegeben. Die in Dublin vertretene Kanzlei war auch bisher die bevorzugte Partnerkanzlei von Eversheds in Irland. Mit 16 Partnern und 100 Berufsträgern gehört O'Donnell zu den größten Kanzleien des Landes.

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Mit Nachdruck engagieren sich derzeit drei US-Kanzleien in Frankreich und im Mittelpunkt ihres neuen Frankreich-Geschäfts stehen die Anwälte der bekannten Pariser Kanzlei Rambaud Martel: Reed Smith gab Mitte November die Eröffnung ihres ersten Frankreich-Büros in Paris bekannt. Das Startteam besteht aus vier Rambaud-Partnern und sechs Associates. Wenige Tage später verkündete Orrick Herrington & Sutcliff den Abschluss einer Fusionsvereinbarung mit der Pariser Kanzlei. 18 Rambaud-Partner sind zum Jahresbeginn mit ihren Mitarbeitern zu Orrick gewechselt. Bereits Anfang November war bekannt geworden, dass sechs Rambaud-Partner zu Proskauer gehen werden.

Goebels Pokorny bricht auseinander

Aus der Krefelder Kanzlei Goebels Pokorny Kähler & Partner haben sich zum Jahresende sechs Partner abgespalten. Darunter sind auch die renommierten Gesellschaftsrechtler Dr. H. Dieter Gobbers (54) und Dr. Claus-Michael Denk (54). Die neue Kanzlei Gobbers & Denk, die sich als M&A-Boutique versteht, ist neben Krefeld auch mit Büros in Düsseldorf und Frankfurt präsent. "Wir streben weiteres Wachstum in unseren Kernkompetenzen an. Das allerdings ist nur dann möglich, wenn wir uns klar als Boutique positionieren", sagte Gobbers, auch mit Blick auf qualifizierte Neuzugänge. Er und seine Kollegen haben sich in den vergangenen Jahren vor allem in der Beratung von mittelständischen Unternehmen und Familienunternehmern einen Namen gemacht und damit wesentlich zum Renommee der Kanzlei beigetragen. Mit dieser Ausrichtung hatten sich die Anwälte strategisch jedoch immer weiter von der Gesamtkanzlei entfernt.

Frankfurter Coup

Jochen Winter, der prominenteste Private-Equity-Anwalt von Linklaters Oppenhoff & Rädler in Deutschland, verlässt die Kanzlei nach 20 Jahren und steigt zum Februar bei Willkie Farr & Gallagher in Frankfurt ein.Für die US-Kanzlei bedeutet die Aufnahme des Private-Equity-Spezialisten einen großen Sprung nach vorne. Zwar hatte Willkie bereits im Juli 2004 mit dem Corporate- und Finanzierungsexperten Dr. Markus Wenserski von Haarmann Hemmelrath ihre Transaktionspraxis verstärkt. Die Kanzlei wurde allerdings erheblich durch den Abgang von Thomas Heymann geschwächt, der sich im April vergangenen Jahres selbstständig machte. Der ehemalige Managing Partner von Clifford Chance hatte im Oktober 2000 für Willkie das Frankfurter Büro eröffnet.

White & Case wächst in Frankfurt

Dr. Dennis Heuer verstärkt seit zwei Wochen als Local Partner das Team für Strukturierte Finanzierung im Frankfurter Büro von White & Case. Der 36-Jährige war zuvor Senior Associate bei Freshfields Bruckhaus Deringer, wo er in den vergangenen fünf Jahren im Bereich Securitisation arbeitete.Heuer ist vor allem auf die Verbriefung von Leasingforderungen spezialisiert und beriet zuletzt bei einer Reihe größerer Term- und Conduit-Leasingtransaktionen, etwa bei der von der DZ Bank arrangierten Verbriefung von Forderungen der VR Leasing.

Fusion unter Medienexperten

Die beiden Münchner Medienboutiquen Poll & Ventroni und Straßer Feyock schließen sich im Frühjahr unter dem Namen Poll Straßer Ventroni Feyock zusammen. Das genaue Datum der Fusion steht bislang noch nicht fest. Die Kanzlei startet mit zehn Anwälten: Neben den vier Namenspartnern Dr. Günter Poll (62), Dr. Robert Straßer (41), Dr. Stefan Ventroni (40) und Dr. Martin Feyock (43) gehören fünf Associates zum Team der Medienboutique. Darüber hinaus kommt auch der Filmrechtsspezialist Jürgen Behnke (52), bislang Namenspartner der Münchner Kanzlei Behnke & Althaus.

Rascher Ausgleich

Nur einen Monat nachdem Dr. Tom Beckerhoff zu Ashurst gewechselt ist, hat Norton Rose die Partnerstelle für Akquisitionsfinanzierung rasch wieder besetzt: Zum Februar kommt Nicole Guski (37) von Allen & Overy in das Frankfurter Büro der Kanzlei.Guski war seit acht Jahren bei Allen & Overy, zuletzt als Senior Counsel im Bereich Global Loans und Akquisitionsfinanzierung. Vorwiegend arbeitete sie dabei im Team um den führenden Debt-Finance-Anwalt Dr. Neil Weiand.

Fusion in Hamburg

Das Hamburger Büro von Watson Farley & Williams fusioniert zum April mit der multidisziplinären Sozietät WBS Wegener Bechtel Schmidt. Die britische Schifffahrtskanzlei hatte erst im Oktober vergangenen Jahres ihren deutschen Standort mit den Partnern Maren Brandes (von Dr. Schackow & Partner) und Thomas Hollenhorst (von der Berenberg Bank) eröffnet.

Haarmann ohne Hauptstadt

Das Berliner Büro von Haarmann Hemmelrath hat die Kanzlei verlassen und für Salans ein deutsches Büro eröffnet. Die Wirtschaftsprüfer als Mitglieder der RSM Haarman Hemmelrath wechseln jedoch nicht mit.

Erneuter Verlust

Der Steuerspezialist Dr. Jürgen Schimmele (37) hat zum Jahreswechsel in Düsseldorf Haarmann Hemmelrath verlassen und ist zu dem Big Four-Beratungsunternehmen Ernst & Young gewechselt. Das Düsseldorfer Haarmann-Büro hat damit nach Steuerpartner Harald Plewka, der zu Gleiss Lutz ging, und der großen Arqis-Abspaltung einen weiteren langjährigen Berufsträger verloren. Das Management der Kanzlei will jedoch weiter an dem Standort festhalten.

Wachsen in Berlin

Mayer Brown Rowe & Maw hat mit gleich vier Corporate-Anwälten ihr Berliner Büro aufgestockt. Von White & Case wechselten im Februar Dr. Rainer Markfort (44) und Ralf-Friedrich Fahrenbach (47) als Partner sowie die Associates Alexa Metzger (31) und Dr. Fabian Rief-Drewes (34). Die US-Kanzlei vergrößert damit ihre Präsenz in der Hauptstadt deutlich. Bisher war das Büro mit dem ehemaligen CDU-Fraktionschef Dr. Friedrich Merz und Associate Michael Gottschalk besetzt. Beide waren vor einem Jahr von CBH Cornelius Bartenbach Haesemann & Partner gekommen. Durch die jetzigen Zugänge soll das Büro weiter gestärkt werden, und als eigenständige Einheit am Markt agieren können.

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