Markt und Management

Der ehemalige Clifford Chance-Partner Alan Bannister ist im Dezember zu Gibson, Dunn & Crutcher gewechselt. Der Kapitalmarktrechtler wird im Londoner Büro der US-Kanzlei auch weiterhin grenzüberschreitende Transaktionen mit Bezügen zum US-Wertpapierrecht betreuen. Bei Clifford hatte Bannister zuletzt unter anderem mit dem Frankfurter Partner Sebastian Maerker die Deutsche Bank und JP Morgan bei der Begebung einer nachrangigen Anleihe der Hannover Rück in Höhe von 750 Millionen Euro beraten (JUVE 05/04).

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Klappern gehört zum Handwerk. Keine neue Weisheit, auch in Kanzleikreisen nicht mehr. Doch was eine aktuelle Studie zum Thema Kanzlei-PR herausgebracht hat, dürfte so manchen Managing-Partner trocken schlucken lassen. Das Europäische Medieninstitut und peterka & rosenthal nämlich sind sich sicher: "Die einst elitären Rechtsberater werden öffentlich." Und zwar so öffentlich, dass sie bald neben professionellen Talkshow-Touristen wie Hans Eichel bei Sabine Christiansen im Studio sitzen könnten.

Mit dem Wechsel des Gesellschaftsrechtlers Rupert Weber zu Maitland & Co. hat zum Dezember ein weiterer Corporate-Partner das Londoner Büro von Linklaters verlassen. Nachdem vor drei Monaten das englische Branchenblatt 'The Lawyer' erstmals über eine Restrukturierung der Londoner Corporate-Praxis berichtet hatte, ist dies bereits der dritte Partnerverlust für Linklaters. Hintergrund sei die anhaltende Überprüfung der Partner-Performance durch das Management (JUVE 11/04).Weber war seit 1988 bei Linklaters, seit 1998 als Partner. Innerhalb der letzten 16 Jahre arbeitete er insgesamt rund sechs Jahre in Deutschland. Dabei spielte er eine entscheidende Rolle beim Aufbau der deutschen Linklaters-Praxis und der nachfolgenden Fusion mit Oppenhoff & Rädler.

Haarmann Hemmelrath hat erstmals seit der Krise im vergangenen Geschäftsjahr zwei Quereinsteiger zu internationalen Partnern ernannt: Dr. Joachim Heine (38) von Linklaters Oppenhoff & Rädler und Dr. Jan Wildberger (38) von Ashurst. Die Kanzlei - in der ersten Jahreshälfte noch durch zahlreichen Abgänge gebeutelt - befindet sich damit offensichtlich auf Kurs Wiederaufbau. Neben Heine und Wildberger, die ab Januar in Frankfurt arbeiten werden, steigen dort zudem Francis Bellen (37) und in München Dr. Tobias Freiherr von Tucher (33) als nationale Partner ein. Bellen kommt von Clifford Chance, von Tucher von CMS Hasche Sigle.

Kein Koffer in Berlin

Clifford Chance schließt ihr Berliner Büro. Die internationale Großkanzlei wird sich mit Abschluss des Geschäftsjahres Ende April 2005 aus der Hauptstadt zurückziehen. Der deutsche Managing Partner Dr. Hans-Josef Schneider bestätigte heute auf Anfrage von JUVE, dass gestern die gesamte Partnerschaft über den Schritt informiert worden sei und derzeit Gespräche mit den betroffenen Berliner Anwälten liefen.

20 Anwälte aus den beiden niederländischen Top-Kanzleien Stibbe und NautaDutilh gründen zum Januar unter dem Namen Brinkhof Advocaten eine der größten Technologie- und Pharmakanzleien des Landes. Initiatoren der neuen Kanzlei sind die Stibbe-Partner Jan Brinkhof, Kurt Stöpetie und Arnold Versteeg sowie die beiden Nauta-Partner Richard Ebbink und Ruprecht Hermans. Als weitere Partner werden außerdem Mark Van Gardingen, bisher Senior-Associate bei Stibbe sowie von Nauta die Salary-Partnerin Eliane De Vilder und Senior-Associate Peter Burgers die neue Formation komplettieren. Presseberichten zufolge sollen zudem weitere Associates aus beiden Kanzleien ihren Partnern folgen. Brinkhof Advocaten wird mit Schwerpunkt im Technolgie- und Pharma- sowie Patentrecht arbeiten.

Der Öffentlich-Rechtler Dr. Clemens Antweiler (38) ist seit Oktober Partner bei Rotthege Wassermann & Partner. Der Anwalt kam von Beiten Burkhardt in Köln und ist nun in Düsseldorf tätig."Bei Rotthege Wassermann gibt es eine starke Praxis im Privaten Baurecht. Sie bietet sehr gute Anknüpfungspunkte für meine vergaberechtliche Arbeit", sagte Antweiler. Sein Schwerpunkt liegt im Öffentlichen Wirtschaftsrecht, insbesondere im Vergaberecht. Er berät vor allem Gebietskörperschaften sowie Energieversorgungs- und Verkehrsunternehmen.

Göhmann Wrede Haas Kappus & Hartmann kooperiert als eine der ersten deutschen Kanzleien mit einer libyschen Sozietät: Kanzleipartner im Nahen Osten ist Al-Kilani, eine rund 20 Wirtschaftsanwälte starke Kanzlei in Tripolis, die von einem früheren Manager der Ölindustrie gegründet wurde. Neben Göhmann sind auch die Ratinger Kanzlei Dr. Bröker und die Hannoveraner Sozietät Fromberg an der Kooperation beteiligt. Letztere ist vor allem wegen der momentan ruhenden Bürogemeinschaft mit Bundeskanzler Gerhard Schröder bekannt.

Die Flensburger Kanzlei Ehler, Ermer & Partner (EEP) hat ihr Profil für die wirtschaftsrechtliche Beratung gestärkt. Der Diplom-Ökonom und Rechtsanwalt Andreas Schnee-Gronauer (37) stieß zu der unternehmensrechtlichen Praxis von EEP.Schnee-Gronauer befasst sich vor allem mit den rechtlichen Aspekten von Unternehmensgestaltungen und kann dabei auch auf Erfahrung als geschäftsführender Gesellschafter einer Unternehmensberatung zurückblicken.

Haarmann Hügel Rechtsanwälte verstärkt mit dem Gesellschaftsrechtler Robert Leuthner ihr M&A-/Corporate-Geschäft. Der 33-Jährige kam Anfang November als nationaler Partner in das Wiener Büro von Haarmann Hemmelrath. Leuthner kommt von Fellner Wratzfeld & Partner, zuvor war er bereits bei Hausmaninger Herbst sowie CMS Strommer Reich-Rohrwig Karasek Hainz tätig. "Am Wechsel zu Haarmann Hügel hat mich besonders das internationale Netz von Haarmann Hemmelrath gereizt", erklärte Leuthner seinen jetzigen Schritt.

Nahezu zeitgleich mit der Bekanntgabe ihrer Fusion mit Piper Rudnick (siehe weitere Nachricht) hat DLA in Mailand den Private Equity-Spezialisten Davide Proverbio als neuen Partner gewonnen. Der 34-Jährige kommt von der italienischen Corporate-Kanzlei Pedersoli & Associati.Weitere Stationen in der Laufbahn des Gesellschaftsrechtlers waren zuvor Baker & McKenzie und Studio Legale Frangini.

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