Markt und Management

Zürich

Die niederländische Sozietät Loyens & Loeff eröffnet im Herbst eine Niederlassung in Zürich. Dies meldete kürzlich das britische Branchenblatt 'Legal Week'. Nach Genf ist dies bereits der zweite Schweizer Standort der vor allem in den Benelux-Ländern starken Kanzlei. Als Motiv für den Schritt hieß es bei Loyens, immer mehr Bluechip-Unternehmen siedelten ihre Zentrale in der Schweiz an.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Erfurt I

Zum 1. Juli wechselt der Baurechtler Dr. Michael Gross (37) zu CMS Hasche Sigle nach Leipzig. Dies könnte das Aus für FPS Fritze Paul Seelig in Erfurt bedeuten. Faktisch ist dann nur noch ein Anwalt in Erfurt tätig.

Fast-Fusion von Microsoft und SAP

Wie gestern bekannt wurde, bliesen nach monatelangen Geheimverhandlungen Microsoft und SAP im Frühjahr eine mögliche Fusion ab. An den Anwälten lag es nicht: Sie waren bereits mandatiert, um die Transaktion voranzutreiben.

Mayer Brown

Mayer, Brown, Rowe & Maw baut ihre Corporate und Private Equity-Praxis in Frankfurt aus. Als Verstärkung kommt zum August Dr. Ulrike Binder. Die 34-Jährige war zuletzt Salary-Partnerin bei CMS Hasche Sigle.Dort hatte sie 1998 auch ihre Anwaltslaufbahn begonnen und zunächst eng mit den anerkannten Private Equity-Partnern Dr. Christoph Schücking und Dr. Martin Bell zusammen gearbeitet. In jüngerer Zeit war sie allerdings zunehmend im Bereich Kapitalmarktrecht bei CMS tätig. Im vergangenen Herbst begleitete Binder etwa die Beteiligung von Highlight Communications an der Filmproduktionsfirma Constantin.

Doppelrolle

Adrian Taylor (41), seit vergangenem November Partner bei der Anwaltsberatung hemmer.consulting in Frankfurt, ist nunmehr auch Partner der Rechtsanwälte BDH in Darmstadt. Die auf IT- und Arbeitsrecht spezialisierte Boutique möchte mit dem englischen Solicitor und Europäischen Rechtsanwalt vor allem den internationalen Geschäftsbereich und ihr Netzwerk zu ausländischen Kanzleien ausbauen.

Peters Rechtsanwälte

Die Düsseldorfer Kanzlei Peters Rechtsanwälte ist weiter auf Wachstumskurs. Nur wenige Monate nach dem Zugang zweier Associates von Nörr Stiefenhofer Lutz und Freshfields Bruckhaus Deringer kommt nun mit Jürgen Mintgens (41) ein weiterer Quereinsteiger.Ab Juli verstärkt Mintgens als Partner das Baurechtsteam der Kanzlei. Der Anwalt wechselt von Rödl & Partner, wo er als Associate das Baurechts-Dezernat leitete.

Kartellrecht

O´Melveny & Myers setzt den Run von US-Sozietäten auf Brüssel fort. Im Juni hat die Westküstenkanzlei ein Büro in der belgischen Hauptstadt eröffnet. Die Aufbauarbeit wird Riccardo Celli (45) leisten, der aus dem Brüsseler Büro von Norton Rose zu O'Melveny gestoßen ist. Er hatte Norton Rose 15 Jahre lang angehört und war dort zuletzt Managing Partner. Mit ihm wechseln drei Associates.

IP-Zerfall bei Clifford

Der Exodus von IP-Anwälten bei Clifford Chance geht weiter. Jüngster Schlag: Der renommierte Patentrechtspartner Dr. Thomas Reimann (60) wird gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Klaus Haft (34) die Kanzlei verlassen und sich in Düsseldorf selbstständig machen. Der genaue Zeitpunkt seines Ausscheidens steht aber noch nicht fest, wie Clifford auf JUVE-Nachfrage mitteilte.

Die renommierte Heussen-Medienrechtspartnerin Rafaela Wilde (49) hat sich seit Anfang des Monats in Köln mit der bis jetzt aus drei Anwälten bestehenden Kanzlei Beuger & Ellmer zusammengetan. Nach Überzeugung des Frankfurter Partners Dr. Karl-Maria Walter ist der Zerfall der Heussen Rechtsanwaltsgesellschaft damit beendet. Die jetzt bekannt gewordene Entscheidung Wildes, nicht bei Heussen zu bleiben, sich aber auch nicht der Düsseldorf-Kölner Abspaltung anzuschließen, sei die letzte wichtige Veränderung, sagte Walter.Wilde wird in der neuen Formation, die unter Wilde Beuger Ellmer firmiert, weiterhin insbesondere Produktionsgesellschaften und Künstler aus der Film-, TV- und Musikbranche beraten. Mit Wilde zusammen wechselt Dr. Sven Dierkes zu Wilde Beuger Ellmer.

Neue Chefjuristin bei Grundy

Die Münchner Linklaters-Partnerin Dr. Brigitte Joppich wechselt Mitte Juni als Head of Legal Affairs zu ihrer langjährigen Mandantin Grundy Light Entertainment. Die 41-Jährige Urheberrechtsspezialistin berät die in Hürth bei Köln ansässige TV-Produktionsfirma bereits seit ihrer Gründung im Jahr 1993 umfassend."Die neue Position erlaubt es mir, auf meinen Erfahrungen aufzubauen und an meine bisherige Tätigkeit für Grundy Light Entertainment anzuknüpfen", begründete Joppich ihre Entscheidung. Der Abschied von Linklaters dürfte der Anwältin, die sich in erster Linie als Urheberrechtlerin sieht, dabei nicht allzu schwer fallen. "Der Bereich des eigenständigen IP-Geschäfts steht bei Linklaters nicht im Vordergrund. Der Fokus liegt dort eher auf dem transaktionsbezogenen Geschäft", so die IP-Spezialistin.

Doch kein Lockstep

Nach intensiven Diskussionen in vier Partnermeetings hat sich Baker & McKenzie gegen die Einführung einer Lockstepvergütung entschieden. "Die Mehrheit der Partner hat sich dafür ausgesprochen, beim bisherigen System zu bleiben", so Managing Partner Günther Heckelmann. Kanzlei-Insidern zu Folge soll sich eine überwältigende Zahl von Partner gegen das bisherige stark umsatzorientierte System ausgesprochen haben. Auch Managing-Partner Heckelmann gehörte nach JUVE-Informationen zu den Verfechtern eines Locksteps. Die umsatzstarken Bereiche der Kanzlei wie Finance und Steuern hätten jedoch ihren Einfluss geltend gemacht, hieß es.

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