Markt und Management

Hogan & Hartson

Noch im ersten Quartal 2004 wird Hogan & Hartson Raue eine Dependance an der Isar eröffnen. Dies gab das in Berlin ansässige deutsche Büro der Washingtoner Kanzlei im Dezember bekannt.Die Leitung in München übernehmen Prof. Dr. Jan Hegemann (40) und US-Partner Steven Ballew (58). Unterstützt werden sie von den Mitarbeitern Johannes Schulte (Corporate) und der Medienrechtlerin Christiane Stützle, die mit den beiden Partnern von Berlin nach München wechseln.

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Postbank-IPO

Hölters & Elsing hat das Berater-Rennen um den für Herbst 2004 geplanten Börsengang der Postbank gewonnen. Dies gilt als kleine Sensation in der Szene: Denn obwohl die auf M&A-Transaktionen und Gesellschaftsrecht spezialisierte mittelgroße Kanzlei mit Stammsitz in Düsseldorf schon seit vielen Jahren für den ,Gelben Riesen’ arbeitet, hat Hölters noch nie bei einem Börsengang – insbesondere in dieser Dimension – beraten. Bislang galten sie bei IPO’s als Nobody.Das im Jahr 2000 in Frankfurt eröffnete Büro war allerdings von Anfang an auch auf den Aufbau einer Kapitalmarktrechtspraxis ausgelegt. Hierfür galt unter anderem der Einstieg des Clifford Chance Pünder-Anwalts Dr. Martin Bouchon bei Hölters als Signal. Nicht zuletzt wegen der Börsenflaute der vergangenen Jahre gab es in diesem Bereich jedoch keine bemerkbare Entwicklung in der Kanzlei. Eine erfolgreiche Begleitung der Postbank wäre für Hölters ein großer Schritt in die Richtung.

IG Metall

Die IG Metall hat Presseberichte von Ende November bestätigt, nach denen die Gewerkschaft einen "Umbau" des Vorstands-Justiziariats prüft. "Wir entwerfen eine neue Konstruktion", sagte ein Pressesprecher auf JUVE-Nachfrage. Im Gespräch sei dabei ein Beratervertrag für den bekannten Reutlinger Arbeitsrechtsanwalt Peter Hunnekuh, so der Sprecher. Eine Entscheidung der zuständigen Gremien werde "in den nächsten Wochen" fallen. Andere Quellen sprechen von Januar.

Clifford

Wieder ein Verlust bei Clifford Chance in New York: Leora Ben-Ami (45), Leiterin der amerikanischen IP-Praxis von Clifford, hat Mitte Dezember zusammen mit den beiden IP-Partnern Patricia Carson und Thomas Fleming die Kanzlei in Richtung Kaye Scholer verlassen. Gleichzeitig wechselte ein weiterer IP-Partner, Eric Lobenfeld, zu Hogan & Hartson, nachdem er nur zwei Jahre zuvor von Chadbourne & Parke gekommen war.Sowohl Ben-Ami als auch Carson und Fleming sind spezialisiert auf Patentverletzungsfälle in den Bereichen Biotech, Pharma und Chemie. Besonders Ben-Ami konnte sich dabei durch die Vertretung zahlreicher Unternehmen wie etwa dem Chemieriesen DuPont und dem Biotechkonzern Genentech einen Namen machen. In dieser Spezialisierung liege nun auch der Grund für ihren Wechsel. "Ich habe mich für Kaye Scholer entschieden, weil ich seit langem vom Erfolg der Kanzlei bei der Vertretung pharmazeutischer, chemischer und biotechnologischer Firmen wusste. Wir haben einen beiderseitigen Trackrecord von Prozesserfahrung auf höchster Ebene und Erfolg in Fällen, bei denen viel für unsere Mandanten auf dem Spiel steht", erklärte Ben-Ami.

Heussen

Dr. Klaus Großmann (39) hat wie erwartet (JUVE Online, 27.06.2003) PricewaterhouseCoopers Veltins (jetzt Heussen Rechtsanwälte) verlassen. Der Corporate-Anwalt geht als Partner zu der expansiven britischen Kanzlei Hammonds. Dass Großmann nicht bei PwCV bleiben würde, war bereits im Zuge der umfangreichen Restrukturierungen bei PwC Veltins anlässlich der Trennung von dem WP-Riesen PwC durchgesickert.

Die bekannte Medizinrechtsboutique Ratajczak Preißler Wellmann Ohlmann & Partner hat sich getrennt. Zum 1. Januar 2004 geht das Büro in Fürth unter Führung von Reinhold Preißler und Horst Ohlmann eigene Wege. Die Standorte in Sindelfingen und Berlin werden unter dem Namen Ratajczak Wellmann & Partner weitergeführt. Zu diesem Sozietätsteil stößt im Gegenzug eine anerkannte Kölner Praxis neu hinzu, deren Name bei Redaktionsschluss noch geheim war.

Bereits seit Mitte Oktober ist Dr. Holger Ensslin neuer Leiter der Rechtsabteilung beim Pay-TV-Sender Premiere. Der 36-Jährige, zuvor Juniorpartner bei White & Case, Feddersen in Frankfurt, löste Dr. Burkhart Menke ab, der rund drei Jahre für das Unternehmen tätig war. Seit etwa Juli 2002 kennt der neue Rechts-Chef Ensslin den Sender - als seinen Mandanten. Für White & Case, die maßgeblich in die Neuaufstellung involviert war, beriet er unter anderem bei der Neugestaltung der Verträge für das Verschlüsselungssystem und war beim Einstieg von Permira als Mehrheitseigner mit an Bord.

Gleiss Lutz

Nach dem Steuerrechtler Dr. Robert Amann (40) im September ist bereits einen Monat später ein zweiter Anwalt aus dem jungen Münchner Büro von Gleiss Lutz ausgeschieden: Der Corporate-Anwalt Dr. Tim Oliver Brandi (38). Bei beiden assoziierten Partnern sei es um die Frage der Vollpartnerschaft gegangen, hieß es aus unterschiedlichen Quellen bei Gleiss. Brandi ist Anfang Dezember nach Frankfurt als Partner zu Lovells gewechselt, das Ziel von Amann blieb bis Redaktionsschluss unklar.

Heussen

Der Hamburger Standortleiter von Heussen Rechtsanwälte, Dr. Lothar Ende, wechselt zum Jahresbeginn als Partner zu Heuking Kühn Lüer Wojtek. Der 37-Jährige ist spezialisert auf die Bereiche M&A, Energie- und Vertriebskartellrecht. Ende war vor drei Jahren von White & Case, Feddersen zu PwC Veltins gekommen und seither maßgeblich am Aufbau des Hamburger PwCV-Standortes beteiligt. Das Büro an der Elbe war bisher im Vergleich zu anderen Kanzleistandorten recht unberührt von den Turbulenzen im Zusammenhang mit der Loslösung von PwC geblieben. "Die derzeitige Situation bei Heussen spielte bei meiner Entscheidung eher eine Nebenrolle", kommentierte Ende nun seinen Wechsel. "Hauptgrund war vielmehr die Aussicht, einer aus eigener Kraft gewachsenen, überaus erfolgreichen und renommierten Sozietät wie Heuking beizutreten, deren Struktur mir für die Weiterentwicklung meiner Referate in M&A, Vertriebs- und Kartellrecht entgegenkommt."

Clifford

Dr. Joachim Feldges (45) kehrt Clifford Chance den Rücken. Zum 1. Mai 2004 wird der bekannte IP-Rechtler und derzeitige Standortleiter des Münchner Büros aus der Kanzlei ausscheiden und sich selbstständig machen. Gleichzeitig wurde der Weggang des Associates Boris Kreye aus dem Bereich IP im Düsseldorfer Büro bekannt. Feldges sagte gegenüber JUVE, er wolle seine Arbeit ab kommendem Frühling in einer eigenen IP-Boutique fortsetzen. Schwerpunkte seiner Kanzlei sollen auch dann seine bisherigen Tätigkeitsfelder Pharma, BioTech und das Patentrecht sein. Feldges gilt als einer der bekanntesten Anwälte für patentrechtliche Prozessvertretung und die Betreuung von Pharma-Unternehmen in Deutschland. Genauere Angaben zu seiner zukünftigen Kanzlei machte Feldges nicht, da die Planung noch nicht abgeschlossen sei. Voraussichtlich werde ihn aber einer seiner Mitarbeiter begleiten.

Ashurst

Geoffrey Green hat sich bei der Wahl zum weltweiten Seniorpartner gegen seinen Herausforderer Chris Ashworth durchgesetzt. In der Partnerversammlung von Ashurst Morris Crisp wurde Green für weitere fünf Jahre wiedergewählt. Der Londoner ist seit 1979 Partner bei Ashurst. Seine Spezialgebiete sind M&A, Privatisierung und Management Buy Outs.Die Kandidatur von Ashworth war zunächst überraschend. Der unterlegene Partner, Leiter der Bereiche Corporate und Telekommunikation, ist 'The Lawyer' zufolge einer der größten Umsatzträger der Kanzlei und besitzt einen enormen politischen Einfluss auf Ashurst.

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