Markt und Management

Wegen Uneinigkeiten über die strategische Ausrichtung hat sich bereits zum Jahresanfang die alteingesessene Lübecker Sozietät Dr. Klohs, Meyer, Dr. Wessel & Collegen in zwei Kanzleien aufgespalten.Die einzelnen Teile firmieren nun unter Dr. Klohs, Dr. Lemke, Jönsson & Klohs und Dr. Wessel, K. Meyer & Kollegen.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Die Kölner Wirtschaftsboutique Schlütter Debatin & Bornheim hat zwei aus Großkanzleien stammende Anwälte als neue Partner gewonnen. Der Gesellschaftsrechtler Dr. Wolfgang Schüler (34) kam zum Jahreswechsel von Clifford Chance Pünder, die Arbeitsrechtlerin Dr. Corinna Bihn (32) bereits im Dezember von KPMG Beiten Burkhardt (heute Beiten Burkhardt Goerdeler).Wolfgang Schüler war bislang im Düsseldorfer Büro von Clifford Chance als Associate im vierten Jahr im Team von Gustaf-Rudolf Schlieper tätig. Schüler ist bereits der zweite ehemalige Düsseldorfer Clifford-Anwalt, der zu Schlütter Debatin geht. Bereits im März 2001 hatte Dr. Jörg Heyer diesen Schritt unternommen. Beide verstärken bei Schlütter Debatin den von Seniorpartner Dr. Egon Schlütter geleiteten Bereich Gesellschaftsrecht/M&A.

Die bisherige Pariser Clifford Chance-Associate Isabelle Knoché (28) stieß Anfang März zu dem deutschen Rechtsberatungsarm von Ernst & Young und füllt damit die Lücke, die durch den Weggang von Cecile Puijalon-Radu im vergangenen Jahr entstanden war. Puijalon-Radu war 2002 dem Frankfurter Ernst & Young-Steuerexperten Luc Julien-Saint-Amand gefolgt, der nach rund zehnjähriger Tätigkeit in der Mainmetropole zum französischen Ernst & Young-Kooperationspartner HSD nach Straßburg gegangen war. Die beiden Abgänge wurden in der Frankfurter Anwaltschaft als Schwächung der Marktposition von Luther Menold empfunden.

Dr. Andreas Mayr (36) ist als Partner zu Dorda Brugger Jordis gewechselt, wo er zusammen mit Dr. Andreas Zahradnik künftig das Kapitalmarkt-Team leiten wird.

Die Anzeigenkampagne von CMS Hasche Sigle, die vor wenigen Wochen in zwei wichtigen deutschen Wirtschaftsblättern erschienen war, hat nur zu geringem Widerspruch in der Anwaltschaft geführt. Der renommierte Freiburger Berufsrechtler Dr. Michael Kleine-Cosack (Hiddemann, Bahnemann, Kleine-Cosack), kommentierte sogar: "Sachliche Anwaltswerbung ist mittlerweile akzeptiert."CMS Hasche Sigle hatte im Februar und Anfang März jeweils zwei Anzeigenmotive in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und der "Wirtschaftswoche" geschaltet.

Bei der jährlichen Kanzlei-Marktanalyse des KSU-Verlages „Stand van de Advocatuur“ lag zwar De Brauw Blackstone Westbroek auch in diesem Jahr mit deutlichem Abstand an der Spitze. Doch Allen & Overy ist als einzige angelsächsisch-internationale Großkanzlei in der Gunst der führenden Unternehmen der Niederlande ganz vorne mit dabei.Erstmals veröffentlichte der Verlag neben statistischen Erhebungen auch Angaben zum Mandatierungsverhalten der 100 umsatzstärksten holländischen Unternehmen. Auf Platz eins rangiert mit 41 Nennungen De Brauw Blackstone Westbroek, Allen & Overy verbesserte sich auf Platz zwei (18 Nennungen) und Houthoff Buruma belegte mit 17 Empfehlungen Platz drei.

Robert B. Bernstein (47) verstärkt als Partner das Frankfurter Büro von Kaye Scholer. Bernstein war bislang Counsel in New York und ist im US-Kartellrecht, in Prozessführung und internationalem Recht tätig.Der deutsche Managing Partner Dr. Harald Rieger wertet die Übersiedlung Bernsteins als wichtige strategische Entscheidung für die deutsche Dependance der Sozietät. Der neue Partner wird sich vor allem um deutsche Mandanten mit Interessen in den USA kümmern.

Verkauft! Wenn der Hammer des Auktionators fällt, haben 40 Anwälte samt Büro einen neuen Besitzer. Die US-Kanzlei Oppenheim, Wolff & Partner hat sich offenbar von Spielertransfers anregen lassen und will ihr Büro in Palo Alto meistbietend versteigern.Die Auktion ist ein Novum für die durchaus experimentierfreudige Anwaltsbranche der USA. Es darf allerdings bezweilfelt werden, dass Christie's oder Sotheby's sich für diese Versteigerung interessieren. Schließlich geht es weder um Kunst noch um Schmuck, sondern um so schnöde Dinge wie Anwälte, Büroklammern und Mandantenbeziehungen.

Weil Gotshal & Manges und Latham & Watkins haben trotz wirtschaftlicher Flaute ihre Ergebnisse in den USA steigern können. Dies berichtete "Legal Week" mit Blick auf die wirtschaftlichen Kennzahlen des vergangenen Jahres. Sie zeigen sowohl in Bezug auf die Umsätze als auch die Gewinne pro Partner für 2002 eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr an.

In Großbritannien hat sich die Big-4-WP-Gesellschaft Ernst & Young entschieden, auch in den nächsten vier Jahren an ihrem Rechtsberatungsarm Tite & Lewis festzuhalten. Dies berichtete das Anwaltsmagazin "Legal Week".Der Vertrag wird ab Juli wirksam - ab dem Zeitpunkt, an dem der vorherige Drei-Jahres-Business-Plan von Tite & Lewis ausläuft.

Das berichtet das englische Branchenblatt "Legal Week". Bislang habe der deutsche Teil, der nach wie vor den Namenszusatz Knopf Tulloch Steininger trägt, als eigenes Profitcenter agiert.Zum Mai würden nun die meisten der rund 25 deutschen Anwalts-Partner zu Equity-Partnern, die steuerlich geprägten Berufsträger werden als Angestellte eingestuft.

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