Markt und Management

Römermann nach Berlin

Zum 1. Februar 2003 schließen sich Römermann Rechtsanwälte und die Kanzlei Müllenbrock, Koch & Conen unter dem Namen Römermann Rechtsanwälte zusammen. Wolfgang Müllenbrock und seine Partner hatten bis Jahresende einen Teil des Berliner Standortes von Seufert Rechtsanwälte (München) gebildet. Während der andere Teil des Seufert-Büros, Wellmann Dill & Partner, zu Heuking gewechselt ist, haben die ehemaligen Staatssekretäre Müllenbrock (62), Jochen Koch (60) und Dr. Peter Conen beschlossen, Römermanns Expertise bei der Beratung der Öffentlichen Hand zu ergänzen.

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Die expansive Düsseldorfer Arbeitsrechtsboutique Kliemt & Vollstädt hat zum Jahresbeginn Elisabeth Müller (39) von Heuking Kühn Lüer Wojtek gewonnen. Die Arbeitsrechtlerin wird zusammen mit Dr. Jessica Ohle, die Mitte 2002 ebenfalls von Heuking gewechselt war, für Kliemt ein Büro in Berlin eröffnen.Elisabeth Müller war seit 1993 in der Kölner Heuking-Arbeitsrechtspraxis um Dr. Wilhelm Moll tätig, seit 1998 als Partnerin. Anfang 2002 war sie ins Hamburger Büro gewechselt.

Seit Jahresbeginn verfügt FPS Fritze Paul Seelig auch über ein Büro in der Bundeshauptstadt. Die kürzlich entstandene überörtliche Kanzlei hat sich mit Teilen des ehemaligen Berliner Büro von Bender Zahn Tigges zusammengeschlossen.FPS wird künftig mit sechs Anwälten in Berlin vertreten sein, darunter der ehemalige Bender Zahn Tigges-Namenspartner und Notar Wolfgang Zahn und die ehemalige Berliner Senatorin für Justiz, Dr. Lore Matia Peschel-Gutzeit. Das Bender Zahn Tigges-Büro in der Bundeshauptstadt hatte sich im April aus dem Verbund gelöst. Der überwiegende Teil war zu (heute) Beiten Burckhardt Goerdeler gewechselt.

München

Die aus Denver stammende Kanzlei mit weiteren Büros im Westen der USA eröffnete zum Jahresbeginn ihren ersten deutschen Standort mit fünf Münchner Anwälten der überörtlichen Sozietät Knoll Röhrborn & Partner. Beide Kanzleien kennen sich aus mehrjähriger Zusammenarbeit.Das Münchner Büro von Holme Roberts & Owen (HRO) ist nach London das zweite in Europa. Die Startbesetzung bilden als Partner Jens Röhrborn und Dr. Jörg Ritter sowie Dr. Hannes Berger, Michael Sinhart und Dr. Peter Katko. Neben den deutschen Neuzugängen soll künftig mindestens ein US-Anwalt am Standort tätig sein.

Der Münchner Kartellrechtler Dr. Andrés Martin-Ehlers wechselt zu Hölters & Elsing. Seine bisherige Kanzlei Taylor Wessing wird er Ende März 2003 verlassen, um im Frankfurter Büro der bekannten M&A-Kanzlei tätig zu werden.Martin-Ehlers' Schwerpunkt bildet das EU- und Kartellrecht. H&E wird durch seinen Zugewinn die Expertise in diesem Bereich erheblich erweitern. Bislang sei man überwiegend bei Fusionskontrollverfahren im Zusammenhang mit von der Kanzlei betreuten Transaktionen tätig gewesen, betonte Kanzleigründer Dr. Wolfgang Hölters. Mit Martin Ehlers, der als Partner aufgenommen wird, könne man darüber hinausführende europarechtliche Beratung anbieten.

Frankfurt

Dr. Georg Bernsau schied aus der Kanzlei aus und machte sich zum Jahreswechsel mit seinem langjährigem Kompagnon Stefan Rieger selbstständig. Der Westpfahl & Spilker-Standort Frankfurt löste außerdem den Verbund mit den Münchner und Leipziger Partnerbüros und steht in Verhandlungen mit einer anderen Kanzlei.Bernsau (41) und Rieger (37) betreiben bereits seit 1999 ein gemeinsames Büro für Insolvenzverwaltungen, jetzt gründeten sie auch die Kanzlei Bernsau-Rieger Rechtsanwälte. Die neue Sozietät versteht sich als Spezialkanzlei für Insolvenzrecht, die gleichermaßen Schuldner und Gläubiger in Unternehmenskrisen beraten will, sowohl in der Vermeidung als auch in der Gestaltung eines Insolvenzverfahrens.

Die Hannoveraner Sozietät Ritter, Gross & Partner mit weiteren Büros in Braunschweig und Magdeburg hat sich zum Jahreswechsel einvernehmlich aufgelöst. Die Anwälte sind nun in vier verschiedenen Kanzleien tätig.Den Anstoß zu der Veränderung gab Dr. Ferdinand Brüggehagen, der die Partnerschaft bereits im Sommer gekündigt hatte. Brüggehagen genießt für sein arbeitsrechtliches Know-how einen guten Ruf in der Leine-Stadt.

Graf von Westphalen, Bappert & Modest fusioniert im Frühjahr mit der Wirtschaftsprüfungssozietät Busch + Partner in Hamburg. Voraussichtlich ab April werden die Neuzugänge in die gräflichen Räumlichkeiten in der Hamburger Innenstadt ziehen. Die WP-Einheit wird künftig als BWS Graf Westphalen Busch + Partner firmieren."Der Zusammenschluss bietet uns die Möglichkeit, nunmehr auch im norddeutschen Raum die Kompetenz von Anwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern aus einer Hand anzubieten. Damit entsprechen wir einem dringenden Bedürfnis unserer mittelständischen Mandanten nach einer Verbreiterung unseres Beratungsspektrums," erklärt der Hamburger Partner Dr. Klaus Landry.

Seit dem 1. Januar 2003 ist Karstadt-Vorstand Dr. Andreas Hartisch (57) als Anwalt in der Kanzlei Neumann Hartisch Urban tätig. Hartisch verließ die KARSTADT Warenhaus AG in Essen im besten gegenseitigen Einvernehmen."Nach einer so langen Zeit im Unternehmen finde ich eine berufliche Neuorientierung für mich überaus positiv", erläuterte Hartisch die Hintergründe für den Wechsel in die Anwaltschaft.

Die US-Kanzlei Weil, Gotshal & Manges verfügt seit Jahresanfang über ein neues Büro in Paris. Wie schon lange erwartet, hat sich die französiche Kanzlei Serra, Leavy & Cazals den Amerikanern angeschlossen. Claude Serra ist Managing-Partner des neuen Büros. Ebenfalls in die Partnerschaft von Weil Gotshal aufgenommen wurden James Leavy, Frédéric Cazals, Gilles Cervoni, Lucien Rapp, David Chijner, Roland Montfort, Pierre-Alain Bouhenic und Philippe Druon.

Wie bereits Anfang Dezember berichtet, verlassen Namenspartner Dr. Günther Isenbruck und sein Team aus Mannheim und Heidelberg die IP-Kanzlei Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, Isenbruck. Nun wurde bekannt, dass weitere Patentanwälte am Düsseldorfer und Münchner Standort aus der Kanzlei ausscheiden werden, unter ihnen die beiden Münchner Partner Dr. Raphael Bösl und Dr. Hendrik Wichmann.Damit wuchs die Zahl der Patentanwälte, die bei Bardehle aussteigen werden, zwischenzeitlich von sechs auf zwölf an. Den bereits gemeldeten Abgängen an den Standorten Mannheim und Heidelberg schließen sich auch der Düsseldorfer Patentanwalt Dr. Stefan Féaux de Lacroix sowie ein fünfköpfiges Team von Patentanwälten aus dem Münchner Büro um Bösl und Wichmann an.

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