Markt und Management

Am 2. November 2001 fand in Berlin die jährliche Tagung der Gesellschaft für Umweltrecht statt.Die Gesellschaft feierte zugleich ihr 25-jähriges Jubiläum, das mit einem Festakt im Berliner Rathaus am nächsten Tag unter Beteiligung von Umweltminister Jürgen Trittin und dem Exekutive Director der UNEP, Klaus Töpfer, begangen wurde.

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Hohe Bußgelder verhängte die EU-Kommission im Dezember 2001 gegen fünf namhafte deutsche Banken wegen des Vorwurfs illegaler Preisabsprachen.Betroffen waren die Dresdner Bank AG, Commerzbank AG, Bayrischen HypoVereinsbank AG, Deutsche Verkehrsbank sowie die Vereins- und Westbank.

Zum April 2002 eröffnet Haarmann Hemmelrath dort ein Büro.Das neue Büro wird von zwei Neuzugängen aufgebaut: Dem Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Rudolf Hagen (53) und dem Steuerrechtler Dr. Wolfgang Sturm (41) von der GFW Gesellschaft für Wirtschaftsberatung.

Start-Team mit weiteren Anwälten von Beiten und Lovells Boesebeck Droste verstärktDie vier ehemaligen Beiten Burkhardt-Partner, die seit Jahresbeginn in München für die US-Sozietät Gibson Dunn & Crutcher an den Start gehen, haben ihr Start-Team mit weiteren Anwälten von Beiten und Lovells Boesebeck Droste verstärkt.

Linklaters-Lockstep

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung ihrer Praxis werden die deutschen Partner von Linklaters Oppenhoff & Rädler früher als erwartet zum Lockstep-Niveau ihrer britischen Sozietätskollegen aufschließen.Ein überarbeitetes "Konvergenzmodell" läuft seit November letzten Jahres - Ende offen. "Wir werden das volle Linklaters-Lockstep nun in sehr kurzer Zeit erreichen", sagte der deutsche Managing Partner Markus Hartung dem englischen Anwaltsblatt The Lawyer. "Dabei wird niemand zurückgelassen." Das bisherige System habe der Abfederung überhöhter englischer Profitabilitätserwartungen gedient und den Druck von den deutschen Partnern genommen. "Die deutsche Praxis hat sich dann aber sehr viel schneller entwickelt als erwartet, und wir brauchten viel weniger Zeit, um die Profitabilität unserer Praxen anzugleichen", unterstrich Hartung. „Und wenn sich diese Dinge ändern, ist es nur fair, das System zu überdenken.“

Dortmund

Die Dortmunder Wirtschaftssozietät Schlüter Graf & Partner hat sich zum Jahreswechsel mit der örtlichen IT-Spezialkanzlei Müller & Müller zusammengeschlossen.Wolfgang Müller und Anna Katharina Müller beraten vor allem aufstrebende Software- und IT-Unternehmen aus der Region. „Dortmund ist neben Köln und Düsseldorf das führende Zentrum in NRW für neue Technologien“, sagte Seniorpartner Horst Schlüter. „Dem tragen wir durch die Erweiterung unserer Beratungskompetenz auf diesem Gebiet Rechnung. Mit der Aufnahme der Eheleute Müller ist es uns gelungen, bereits etablierte Kollegen als Quereinsteiger für uns zu gewinnen.“

Die Hammer Traditionskanzlei Dr. Eick und Partner wird ab März auch in Bochum vertreten sein.Mit insgesamt vier Anwälten soll dort eine „weitere Service-Station für Beratung und forensische Vertretung im Versicherungs- und Haftungsrecht“ aufgebaut werden.

Die Gießener Kanzlei Möller Theobald Jung Zenger wuchs mit dem Jahreswechsel: Zum 1. Januar schloss sie sich mit der ebenfalls in Gießen ansässigen Steuerberatungsgesellschaft H & G Treuhand GmbH zusammen."Wir kennen uns bereits aus einer Reihe von gemeinsamen Projekten und wollten diese Zusammenarbeit auch institutionalisieren", erklärt Möller-Partner Dr. Henrik Lehfeldt. "Die Fusion ist die Fortsetzung unseres multidisziplinären Ansatzes." Bereits seit 1997 steht Möller mit der Theobald & Jung GmbH eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Seite. Mit der H & G Treuhand, die sich aus dem Büro des Steuerberaters Frank Hasselberg entwickelte, verbreitert die Partnerschaft zudem auch ihre regionale Präsenz. Auch die neue Einheit wird als Möller Theobald firmieren.

Der Managing-Partner Deutschland von Simmons & Simmons Kaiser, Gerhard Kaiser, scheidet aus persönlichen Gründen aus der Sozietät aus. Eine schwere Erkrankung in der Familie ist der Hintergrund für den Rückzug des 46jährigen. Zukünftig übernimmt der Londoner Simmons-Partner Mark Norris als Managing-Partner die Aufgabe, die deutsche Präsenz der britischen Kanzlei, die jetzt als Simmons & Simmons firmiert, auszubauen. In diesem Zusammenhang ist geplant, neben Düsseldorf als bestehendem Standort auch ein Büro in Frankfurt zu eröffnen. Kaiser hatte im letzten Jahr zusammen mit dem Londoner Bank- und Finanzmarktexperten Norris die deutsche Praxis der englischen Kanzlei aufgebaut. Mit Dr. Friedrich Werk (vormals Buse Heberer Fromm), Dr. Stefan Weinheimer und Dr. Hans-Herrmann Aldenhoff (BBLP Beiten Burkhard Mittl & Wegener) sowie zuletzt Dr. Franz-Josef Schöne (Haarmann Hemmelrath) konnten dabei einige renommierte Quereinsteiger für die Düsseldorfer Praxis gewonnen werden. Ob Kaiser sich künftig selbständig macht oder sich einer anderen Kanzlei anschließt, ist bisher unbekannt.

Nach der Einigung von BBLP Beiten Burkhardt Mittl & Wegener und KPMG Treuhand & Goerdeler im September zeichnet sich nun deutlicher das Profil der künftigen größten deutschen Big-Five-Kanzlei ab. Ausland: Der Prager Standort schließt sich mit zwei tschechischen Partnern und einigen Associates dem örtlichen Büro von White & Case an. Die weiteren Beiten-Auslandsbüros in Hongkong, Peking, Warschau, Moskau und St. Petersburg werden dagegen Teil von KPMG Legal. Beiten Burkhardt dementierte eine Meldung von Legal Week, der zufolge das Warschauer Büro möglicherweise ausscheide. "KPMG Legal soll als Anwaltsbereich des Big-Five-Wirtschaftsprüfungsunternehmens weltweit eigenständig aufgebaut und dabei deutlich verstärkt werden", sagte Dr. Jürgen Burkhardt, Mitglied im Managementausschuss der Sozietät. Die Rechtsberatungspraxis soll dabei nicht entsprechend den KPMG-Ländergesellschaften unterteilt werden, jedoch will man eng zusammenarbeiten. Die bisherige Londoner Beiten-Präsenz soll als German Desk im Rahmen von KLegal fortgeführt werden. Die britische Anwaltspresse meldete zudem, dass KLegal in Verhandlungen mit der schottischen Kanzlei McGrigors Donald steht. Eine Fusion würde KPMG in Großbritannien zur zweitgrößten WP-Kanzlei hinter Andersen Legal machen und die Beratungskapazitäten in London deutlich erhöhen. Management in Deutschland: Zur Situation erklärte Dr. Thomas Sacher, Nürnberger Partner und ebenfalls Mitglied des Beiten-Managements: „Beiten Burkhardt wird im Verbund der KPMG eine selbstständige Rolle einnehmen.“ Beide Gesellschaften seien rechtlich und operativ selbstständig. In dem neuen sechs-köpfigen, paritätisch besetzten Managementausschuss der fusionierten Kanzlei haben die Beiten-Anwälte das Casting Vote, also in Patt-Situationen die entscheidende Stimme. Strategieplanung: Die Fusion biete für beide Seiten klare Vorteile, betonte der Berliner Beiten-Partner Frank Obermann, der ebenfalls dem Management angehört. „Es wird eine enge Verzahnung im Sinne einer MDP-Praxis geben.“ Dazu sei an allen deutschen Standorten ein Zusammengehen der Beiten- und KPMG-Büros vorgesehen. Ausnahme ist Frankfurt, wo die Anwälte im Messeturm bleiben werden. Der bei KPMG bislang in die Rechtsberatung überschneidende Tax-Bereich soll Burkhardt zufolge aus der Anwaltsberatung ausgegliedert werden. Bei Beiten schieden zuletzt mit Susanne von Petrikowsky (zu Arthur Andersen) und Steuerpartner Dr. Ralf Eckert (zu McDermott, Will & Emery) zwei Steuerexperten aus.

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