Markt und Management

Nur ein knappes Jahr nach ihrer Fusion haben die beiden Insolvenzkanzleien wegen unterschiedlicher Strategieauffassungen einvernehmlich die Trennung zum Jahresende beschlossen.Als eigenen Expansionsschritt gab Kübler zugleich den Zusammenschluss seiner Sozietät mit der Hofer Insolvenzkanzlei Neef & Partner bereits zum Oktober bekannt. Weitere kleinere Fusionen seien für Anfang 2002 konkret vorgesehen.

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McDermott-Büroeröffnung in München

Wie bereits am 26. Oktober berichtet, eröffnet die aus Chicago stammende Sozietät McDermott, Will & Emery zum neuen Jahr mit fünf Anwälten von BBLP Beiten Burkhardt Mittl & Wegener in München ihr erstes deutsches Büro. Kern des McDermott-Teams bilden die Münchner Beiten-Sozien Dr. Jörg Kretschmer (42) sowie Christian von Sydow (41), beide Corporate/M&A, und Dr. Ralf Eckert (41), Spezialist im transaktionsbezogenen Steuerrecht.

Krohn Rechtsanwälte hat sich seit Juli mit insgesamt sechs Neuzugängen verstärkt.Die vor allem für ihre Praxis im Lebensmittelrecht renommierte Hamburger Kanzlei ist verbleibender größerer Teil der ehemaligen Sozietät Westphal Voges Krohn, die nach mehreren Abgängen im Juni umfirmieren musste.

De Bandt

Zum 1. Januar 2002 fusioniert nun auch De Bandt, Van Hecke, Lagae & Loesch mit Linklaters.Die knapp 50 Partner des belgisch-luxemburgischen Alliance-Mitglieds stimmten am Mittwoch in Brüssel mit großer Mehrheit dem Zusammenschluss im Prinzip zu, Details müssen noch geklärt werden.

Zum 1. Oktober eröffnet Ince & Co als erste britische Seerechtskanzlei ein eigenes Büro in Hamburg. Die Londoner Sozietät konnte dazu die Quereinsteiger Axel Salander und Dr. Detlef Zschoche gewinnen, bisher Partner der renommierten Hamburger Seerechtsboutique Dres. Dabelstein & Passehl. Aufgebaut wird der neue Standort durch den Londoner Partner Jonathan Lux. Salander und Zschoche bringen außerdem Associate Dr. Jan-Uwe Hungar mit, so dass insgesamt vier Anwälte im neuen Hamburger Büro tätig sein werden. Für Januar ist die Einstellung eines weiteren Anwalts geplant. Ince & Co unterhält bereits Büros in Schanghai, Hongkong, Singapur und Piräus. Von Hamburg aus will man vor allem den wachsenden Stamm deutscher Mandanten sowie Mandate aus den baltischen Staaten betreuen. Der Eröffnung eines eigenen Büros in Hamburg ging eine im Seerecht übliche gute Zusammenarbeit mit deutschen Seerechtskanzleien voraus, darunter auch Dres. Dabelstein & Passehl. „Wir haben Mandate von Ince & Co in Hamburg betreut und Ince & Co umgekehrt Mandate von uns in London“, bestätigt Salander. „Unsere Beziehung zu den deutschen Kanzleien ist weiterhin gut“, sieht Lux keine Konkurrenzhaltung der deutschen Kollegen. Eine weitere europäische Expansion seiner Kanzlei schließt Lux nicht aus. „Wir werden alles tun, um mit unserer globalen Praxis den Markt abzudecken und unsere Top-Position zu behaupten.“ (Wi)

Moderne Büros in UnternehmensnäheHaarmann, Hemmelrath & Hügel (Wien) zieht zum August in den modernen Büro-Stadtteil Donau-City um, in dem bereits zahlreiche österreichische Wirtschaftsunternehmen ihren Sitz haben.

Erst hatte Clifford Chance Rogers & Wells Pläne für eine Büroeröffnung in San Francisco mit einem Team von Brobeck-Anwälten wieder verworfen, nun sieht es nach einer erneuten Wende ausVerlässlichen Quellen zufolge steht eine entsprechende Abstimmung der CCR&W-Partner unmittelbar bevor.

Die US-Kanzlei Faegre & Benson verstärkt ihre Frankfurter Praxis um sechs deutsche Anwälte der Frankfurter Kanzlei Brendel, Ekkenga, Daniel & Partner. Der gemeinsame Name beider Kanzleien in Deutschland lautet zukünftig Faegre Benson Brendel. Die Fusionspartner arbeiten bereits seit fünf Jahren eng zusammen. Mit dem bisher kleinen Frankfurter Büro betreute die 1886 in Minneapolis gegründete Kanzlei Faegre & Benson bereits seit zehn Jahren US-Mandanten bei ihren Aktivitäten in Deutschland und im deutsch-amerikanischen Rechtsverkehr. Mit 400 Anwälten weltweit, weiteren US-Büros in Denver und Des Moines (Iowa) sowie einer starken Asien-Praxis gehört die Kanzlei laut National Law Journal zu den 100 größten US-Kanzleien. Die fünf Partner und ein Associate des deutschen Fusionspartners Brendel werden nun die deutsche Praxis erheblich erweitern. Zukünftig will man eine Full-Service-Betreuung sowohl für US-Unternehmen in Europa als auch für europäische Konzerne in den Staaten anbieten. Die Schwerpunkte der Brendel-Anwälte bestehen im Transaktionsgeschäft, Gesellschafts- und Arbeitsrecht sowie im IT, IP, E-Commerce und in Litigation. Die Erweiterung trägt der wachsenden Bedeutung des Finanzzentrums Frankfurt, aber auch dem steigenden Interesse seitens US-Unternehmen für den europäischen Markt Rechnung, wie der Frankfurter Faegre-Partner Ralph Hummel betont. "Diese Erweiterung unserer Frankfurter Praxis versetzt uns außerdem in die Lage, eine breite Palette an rechtlichen Bedürfnissen für Unternehmen, die Geschäfte in Europa tätigen, zu bedienen", erläutert Jim Stephenson, Chairman von Faegre, den Schritt. Die Kanzlei verfügt mit London über einen weiteren wichtigen europäischen Standort.

Dr. Karl-Josef Stöhr und Dr. Stefan Mäger, bislang Partner der Berliner Sozietät Bräutigam Fahs Diesselberg, haben sich zum Jahresbeginn selbstständig gemacht. Unter dem neuen Namen Stöhr Mäger wollen beide Anwälte ihre bisherigen Schwerpunkte beibehalten. Während Stöhr vor allem im Immobilienrecht tätig ist und u.a. Bauträger und öffentliche Bankinstitute betreut, konzentriert sich Mäger auf die Beratung von Unternehmensnachfolgen unter besonderer Berücksichtigung von Stiftungslösungen. Ab März soll zudem Dr. Wolf von Bernuth, ebenfalls von Bräutigam, als dritter Partner die Praxis verstärken.

Zum 1. Oktober 2000 ist Dr. Frank Zahn, vorher Freshfields Bruckhaus Deringer, zu Eggers Rechtsanwälte nach Berlin gewechselt. Bis dahin war er für Bruckhaus zunächst in Berlin später dann in Hongkong und Shanghai tätig, wo er eineinhalb Jahre die ausländischen Büros leitete. Spezialisiert hat sich Zahn auf Unternehmenskäufe, die Beratung von Startup-Unternehmen und gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung. Eggers, 1993 gegründet, beschäftigt mit Zahn mittlerweile zwölf Anwälte, von denen vier Partner sind.

Seit dem 1. Juli diesen Jahres befasst sich Heiko Tietz, neuer Sozius bei Haarmann, Hemmelrath & Partner, im Düsseldorfer Büro mit dem Aufbau einer Abteilung im Bereich Health Care. „Schon jetzt berät Haarmann Hemmelrath gesellschafts- und steuerrechtlich Unternehmen aus der Branche“, stellt Tietz seine Ausgangsposition dar. Mit Tietz konnte die Sozietät einen erfahrenen Anwalt aus dem Telekommunikations- und Kartellrecht gewinnen, der bisher als Associate im Health Care Team von Peter Dieners bei Clifford Chance Pünder mitarbeitete.

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