Markt und Management

Polengeschäft boomt

Die seit 1993 bestehende, multidisziplinäre Düsseldorfer Kanzlei Rotthege, Wassermann & Partner mit weiteren Standorten in Essen, Berlin und Katowice (Polen) hat ab 1. Oktober ein weiteres polnisches Büro in Warschau eröffnet.Vier Anwälte (deutsche und polnische) werden am neuen Standort unter der Leitung von Partnerin Joana Zmuda schwerpunktmäßig im Bereich Investoren- und Immobilienberatung arbeiten. Dr. Andreas Lachmann, Düsseldorfer Partner, erklärt zur Strategie: „Von dem Standort Warschau erwarten wir eine erhebliche Ausweitung unseres Polengeschäfts, da viele Investments durch die polnische Hauptstadt laufen.“

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Griechische Kammer streng

Um strafrechtliche Sanktionen wegen fehlender Registrierung bei den griechischen Anwaltskammern zu vermeiden, hat Norton Rose ihr griechisches Neun-Anwälte-Büro in Athen/Piraeus umbenannt.Der neue Name ist Law Office Howard in Association with Norton Rose, so "The Lawyer". Zehn weitere britische Kanzleien mit Büros in Griechenland sind vom griechischen Standesrecht betroffen.

Allerlei

Der Deutsche Juristentag (DJT) hielt seine turnusmäßige 63. Zweijahres-Sitzung vom 26. bis zum 29. September 2000 in der Glashalle der Neuen Messe in Leipzig ab.Eröffnungsreden hielten der derzeitige DJT- und Präsident des OLG Bamberg Prof. Dr. Reinhard Böttcher, der Ministerpräsident Sachsens Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, Bundesjustizministerin Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin und der Oberbürgermeister von Leipzig Wolfgang Tiefensee. Ein Vortrag zum Thema Akzeptanz von Demokratie und Rechtsstaaat in den neuen Bundesländern hielt Prof. Dr. h.c. Dr. theol.habil. Richard Schröder.

Vom 17. bis 22. September 2000 fand die Jahreskonferenz der International Bar Association im RAI Congresscenter in Amsterdam statt. Ca. 3000 Delegierte aus allen Ländern der Erde und etwa 500 weitere Teilnehmer waren in der holländischen Metropole anwesend.Nach einem Potpourri des in traditionell niederländischer Tracht auftretenden Volendam Opera Choir eröffnete der scheidende IBA-Präsident Klaus Böhlhoff die Konferenz mit einer Rede, die die „Rule of Law“ in den Mittelpunkt stellte.

Stapellauf

Mit einem Festakt im Hamburger Rathaus öffnete am 4. Oktober 2000 die erste private Hochschule für Rechtswissenschaft, die nach dem ehemaligen Herausgeber der ZEIT benannte Bucerius Law School, ihre Pforten. Der Lehrbetrieb wurde am 5. Oktober aufgenommen. Etwa 750 Personen, darunter u. a. auch Alt-Bundeskanzler und ZEIT-Mitherausgeber Helmut Schmidt sowie die 100 Erstsemester mit Durchschnittsabiturnote 1,4 und ihre Angehörigen, nahmen an der Veranstaltung teil. Eine Jazz-Band untermalte die Pausen schwungvoll und gab am Ende des offiziellen Teils auch die eigens für die Lawschool komponierte Hymne zum Besten. Beim anschließenden Empfang traf sich die Festgesellschaft ganz im Sinne von Gerd Bucerius bei „einem Glas Wein und einem Butterbrot“.

Seit Mitte Oktober 2000 hat die an sechs deutschen Standorten präsente Sozietät Wessing ihre langjährigen China-Aktivitäten durch eine strategische Allianz mit der chinesischen Sozietät King & Wood intensiviert. Hintergrund der Maßnahme ist die bevorstehende Aufnahme Chinas in die World Trade Organisation (WTO), in deren Folge mit einem deutlichen Anstieg der Handels- und Investitionstätigkeit und entsprechendem Rechtsberatungsbedarf auch deutscher Unternehmen gerechnet wird. Bereits seit 1996 unterhält die Kanzlei neben weiteren Auslandspräsenzen in Brüssel und Alicante ein eigenes Büro in Schanghai, dessen Arbeit durch den China-Desk unter Leitung der China-Expertin Magdalena Harnischfeger-Ksoll aus dem Münchner Wessing-Büro betreut wird.

Amerikaner in Paris

In Paris wird ein vierköpfiges IT/Telekom-Team um Francois Bloch von Clifford Chance zu Willkie Farr & Gallagher wechseln. Damit baut die US-amerikanische Kanzlei ihr bis vor kurzem einziges europäisches Büro in seinen Kernbereichen weiter aus.Diese Nachricht folgt der Trennung einer Gruppe von IT/Telekom- und M&A-Anwälten vom Frankurter Büro von CCP. Das Team um Thomas Heymann, Sven-Erik Heun und Dr. Bernhard von Braunschweig eröffnete zum 1. Oktober 2000 Willkies erstes Büro in Deutschland. Ebenfalls im Herbst diesen Jahres wurden Standorte in Rom und Mailand eröffnet.

Rund einen Monat nach der Fusion von Feddersen Laule Ewerwahn Scherzberg Finkelnburg Clemm mit White & Case hat die Feddersen-Partnerin Dr. Olga Humlová-Ueltzhöffer mit sechs weiteren Juristen das Prager Büro zum 23. August verlassen und sich der Chicagoer Kanzlei Altheimer & Gray angeschlossen.Humlová-Ueltzhöffer, die seit 1994 für Feddersen tätig war, hat 1995 deren Prager Büro, in dem zuletzt elf Juristen tätig waren, aufgebaut und dieses seither als Partnerin geleitet. Zukünftig werden neben ihr eine weitere Volljuristin und fünf Konzipienten (tschechische Sonderform: nicht voll angestellte Juristen) das Prager Büro von Altheimer & Gray auf 27 Juristen und 64 Mitarbeiter verstärken.

Aus einer Hand für den Mittelstand

Zum 1. Januar 2001 schließt sich die bekannte Mannheimer Kanzlei Rittershaus, Wissmann & von Rosenstiel mit der ebenfalls in Mannheim ansässigen WP- und Steuerberaterkanzlei Keiper, Botzke, Berger, Berizzi zusammen. Mit weiteren Standorten in Frankfurt und Neustadt a.d.Weinstraße entsteht damit eines der größten Beratungsunternehmen im Rhein-Neckar-Dreieck. In der zum anstehenden Jahreswechsel sich neu formierenden Sozietät Rittershaus Keiper werden 30 Anwälte, elf Steuerberater und fünf Wirtschaftsprüfer bei einer Zahl von insgesamt 100 Mitarbeitern tätig sein.

Schlüsselbegriff Autonomie

Als Ergebnis einer über einjährigen Diskussion hat die Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek sich umstrukturiert und u. a. einen sechsköpfigen Management-Ausschuss gewählt. Nach dem Spin-off des Münchner Büros und einiger weiterer Partnerwechsel, ist die Sozietät dabei, sich für die Zukunft zu rüsten.Nicht als Reaktion auf den Weggang einer Reihe von Partnern in der letzten Zeit, sondern, wie die Mitglieder des neuen Management-Ausschusses betonen, nach langfristigen Überlegungen und einem mehr als ein Jahr währenden Diskussionsprozess, hat die Sozietät einstimmig ein neues Leitungsgremium eingesetzt und damit nach eigener Überzeugung die Organisationsstrukturen innerhalb der Sozietät gestrafft.

Zum 31.September 2000 hat die bekannte Kölner Umweltrechtsboutique ihre Auflösung beschlossen. Ein Teil der Partner wechselt zu Zenk Rechtsanwälte, ein anderer Teil wird künftig für die Kanzlei Prof. Dr. Hümmerich & Partner tätig werden.Unter dem Namen Köhler & Klett Rechtsanwälte hat sich die ehedem aus 9 Partnern bestehende Kanzlei neu gegründet, das Hallenser Büro wurde aufgegeben.

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