Markt und Management

Die Rheinisch-Westfälische Börse (RWB) in Düsseldorf bietet in der Seminarreihe „Mit Sicherheit an die Börse“ eine kostenlose Veranstaltung zum Thema „Optionsscheinehandel“ an. Angesprochen werden Grundbegriffe üer Optionsscheinanfage („ABC der Derivate“) sowie der Einsatz von Optionsscheinen, z.B. zur Portfolioabsicherung oder auch im spekulativen Bereich. Außerdem werden neben Informationen zum Optionsscheinehandel über die Börse und dem Service der Optionsscheinemakler auch innovative Produkte, Markttrends und allgemeine Strategien vorgestellt. Als Referenten vorgesehen sind Manfred Stalla (Stalla & Reichelt GmbH), Katharina Schwalen (Spütz Börsenservice GmbH), und Ferdinand Graf v. Brühl (Handelsüberwachungsstelle der Düsseldorfer Börse). Das Seminar findet an zwei Terminen statt: 19. und 26.9. 1999. jeweils von 13.00 bis 19.30 Uhr im Ernst-Schneider-Saal, Ernst-Schneider-Platz l, Düsseldorf. Anmeldung und Info: RWB Düsseldorf, Frau Janiak. Tel. 021l/1389-0.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Am 5. und 6. November 1999 findet in Dortmund die diesjährige Mitgliederversammlung und Fachtagung der DAV-Arbei tsgemei nschaft Mediation statt. Neben Vorträgen bietet die Veranstaltung auch eine Reihe von Workshops an, in denen es um Fragen des Berufsrechts, das sogenannte Schlichtungsfenster und Möglichkeiten der internen wie externen Zusammenarbeit gehen wird. Drei Wochen später, vom 25. bis zum 27. November, veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Familien- und Erbrecht ihre jährliche Mitgliederversammlung und Tagung in Berlin. Drei Arbeitskreise beschäftigen sich mit der Schnittstelle zwischen Erbrecht und Familienrecht aus der Sicht des Erbrechtlers und aktuellen Problemen des internationalen Erbrechts. Info: DAV-Gcschäftsstelle

Im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen veranstaltet Bruckhaus Westrick Heller Löber am 7.10.99 ein Seminar zu dem Thema: „Wichtige steuerliche und rechtliche Aspekte bei Investitionen in China“. Die Tagung findet in Kooperation mit der Ernst & Young AG im Ludwig-Erhard-Haus in Berlin statt. Kontakt über: Philip. Comberg® Bruckhaus.com

Am 3.9. hat die Partnerversammlung von Deringer Tessin Herrmann & Sedemund ihren Zusammenschluß mit der traditionsreichen internationalen Sozietät Freshfields beschlossen. Damit wurde nach einer gut anderthalb Jahre währenden strategischen Allianz zwischen beiden Kanzleien das von vornherein erklärte Ziel einer Vollfusion ratifiziert JuVeRechtsmarkt 1/98). Aus dem zum 1.1.2000 vorgesehenen endgültigen Zusammenschluß soll eine einheitliche, „echte“ Sozietät mit einheitlichen Managementstrukturen und einem gemeinsamem Gewinnverteilungssystem hervorgehen.

Neues aus Österreich

Die bekannte Wiener Wirtschaftsrechtskanzlei Dorda, Brugger & Jordis hat ihr Team durch den Eintritt von Dr. Stefan Günther erweitert. Günther ist auf Verfassungs- und Verwaltungsrecht spezialisiert. Darüber hinaus wird er sich im Rahmen der Tätigkeitsschwerpunkte der Kanzlei mit Unternehmenskäufen und Umgründungen, dem Gemeinschaftsrecht, Ärzte- und Pharmarecht sowie dem Vergaberecht befassen.

Robin Parsons (50) verläßt nach 25 Jahren seine Kanzlei Cameron McKenna, wo er während seiner Tätigkeit zahlreiche hochkarätige Mandate betreut hat. Den ungewöhnlichen Schritt eines Kanzleiwechsels im Alter von 50 Jahrer begründet der Bankrechtsspezialist mit der einmaligen Gelegenheit, die noch recht kleine bankrechtliche Praxisgruppe von Eversheds aufbauen und an die Spitze führen zu können. Mit Spannung blicke er in die Zukunft, erklärte Parsons vor der britischen Fachpresse. Nach einer Ausbildungszeit bei Clifford Chance wurde Parsons 1973 als Anwalt zugelassen und kam 1975 zu Cameron Markby Hewitt, wo er nach nur zwei Jahren Partner wurde.

Als Reaktion auf das im Juni von der American Bar Association veröffentlichte Thesenpapier zu multidisziplinären Partnerschaften hat jetzt die New Yorker Anwaltskammer ebenfalls eine Stellungnahme zum Thema veröffentlicht. Ziel ist es dem Papier zufolge, „die Kernwerte des Anwaltsberufes zu bewahren und gleichzeitig im Interesse eines verbesserten Mandantenservice Flexibilität zu zeigen“. Besonderes Gewicht legt die Anwaltskammer, die zu den einflußreichsten regionalen Anwaltsverbänden in den USA gehören, in ihrer Stellungnahme auf die Notwendigkeit einer weiteren Verbesserung des Rechtssystems und eines erleichterten Zugangs zu diesem System für Nichtwohlhabende. Die Organisation gesteht in ihrer Stellungnahme ferner ein, daß die bisherige Diskussion über multidisziplinäre Praxen in den USA bislang von einer gewissen Herablassung gegenüber den professionellen Standards anderer Berufe belastet gewesen sei. Demgegenüber wird nun betont, daß „buchstäblich jeder andere Berufsstand über eigene Regeln, Sanktionssysteme und Traditionen verfügt. Unsere Prüfung hat ergeben, daß sie den Regeln der Anwaltschaft in vielem ähnlich sind“. Als einzigen unvereinbaren Widerspruch der Berufsordnungen verschiedener Professionen - genannt werden in dem Bericht u.a. auch Ärzte, Architekten, Ingenieure und Sozialarbeiter - ermittelt die Anwaltskammer die Schweigepflicht des Anwalts im Gegensatz zur Öffentlichkeitsverpflichtung des Wirtschaftsprüfers. Nach Einschätzung der Kammer dürfen daher anwaltliche und Wirtschaftsprüfungdienstleistungen Mandanten nie aus einer Hand, d.h. durch ein und dieselbe Sozietät angeboten werden.

Das Londoner Büro von Ashurst Morris Crisp berät derzeit Chemetall GmbH, eine Tochtergesellschaft der Metallgesellschaft AG, bei deren Kaufangebot über DM 240 Mio. für Brent International plc. Paul Gadd und Robert Ogilvy Watson werden dabei durch Rechtsanwältin Isabel Richter unterstützt.

Das erst im Mai eröffnete Freshfields-Büro, für das Partner von den großen niederländischen Kanzleien de Brauw Blackstone Westbroek und Stibbe Simont Monahan Duhout abgeworben worden waren, konnte bereits auf 20 Anwälte (sieben Partner) ausgebaut werden. Als jüngster Neuzugang wurde dabei mit Richard Norbruis der bisherige Managing Partner des New Yorker Büros von Nauta Dutilh verpflichtet, die ebenfalls zu den führenden niederländischen Kanzleien zählt.Norbruis ist bekannt für seine Arbeit im Corporate- und M&A-Bereich und zunehmend auch im grenzüberschreitenden Leasing- und Kapitalmarktgeschäft tätig. „Richards internationale Erfahrung ergänzt hervorragend unser bestehendes Team. Seine Verpflichtung ist Ausdruck unseres Bestrebens, eine hochkarätige niederländische Praxis aufzubauen“, kommentierte Alan Peck, Chief Executive von Freshfields, die personelle Verstärkung.

Clifford Chance und Rogers & Wells haben mit der Benennung von Mitgliedern für ein Exekutivkommittee einen weiteren Schritt unternommen, um eine schnelle Integration der neuen Sozietät zu gewährleisten. Zugleich wurde angekündigt, daß die fusionierte Sozietät die Form einer US-amerikanischen Limited Liability Practice haben und einen Aufsichtsrat nach dem Modell der deutschen Aktiengesellschaft erhalten wird. Mit James Benedict für Litigation und Bob King für den Wertpapierbereich werden zwei der fünf Praxisgruppen durch Partner der US-Kanzlei geleitet. Benannt wurden femer David Childs als Leiter der Corporate-Gruppe und Stuart Popham für den Finance-Bereich. Berichten aus London zufolge könnte mit Dr. Wolfgang Flehinghaus ein Partner von Pünder, Volhard, Weber & Axster Leiter der Immobiliengruppe werden, sofern die Sozietät der Fusion mit Clifford Chance Ende August ebenfalls zustimmt. Die neugeschaffene Institution eines Aufsichtsrats der Sozietät wird zunächst mit gewählten Partnern besetzt werden. Es wurde aber nicht ausgeschlossen, daß künftig auch Sozietätsfremde in den Aufsichtsrat gewählt werden könnten. Ein Clifford-Chance-Anwal kommentierte: „Pünder fand die Idee besonders attraktiv. Sie kennen die Struktur natürlich besonders gut.“ Unsicher ist hingegen der weitere Gang der Verhandlungen von Clifford Chance mit der australischen Kanzlei Mallesons Stephen Jacques, die m an nach Rogers & Wells und Pünder gern al s vierte Sozietät an Bord holen würde. Einem Bericht des Londoner Fachblatts The Lawyer zufolge konnten sich die beiden Kanzleien bisher nicht auf eine gemeinsame Struktur einigen.

Mit dem Beitritt der italienischen Kanzlei Gianni, Origoni & Partner zum 1.9. verstärkt sich Linklaters & Alliance auf sechs Partnerkanzleien und ist nun auch im drittstärksten Wirtschaftsraum Europas vertreten. Gianni Origoni ist nach Pavia e Ansaldo (neu im BBLP-Verbund) die zweitgrößte italienische Kanzlei mit Büros in Mailand, Rom, London und New York.L&A verfügt damit weltweit über 2.200 Berufsträger an 32 Standorten in 18 Ländern. Francesco Gianni, Managing Partner von Gianni Origoni und künftiges Mitglied des International Board von L&A, zum Beitritt seiner Kanzlei: „Wir sind überzeugt, daß sich Gianni, Origoni & Partner sowie Linklaters & Alliance ideal ergänzen. Wir kennen uns aus der langjährigen Zusammenarbeit bei zum Teil hochkomplexen Fällen und vertrauen uns.“ Zufrieden zeigte sich auch Michael Oppenhoff, Sprecher von Oppenhoff & Rädler und Joint Chairmann von L&A: „Mit der Ausweitung auf Italien haben wir ein weiteres unserer wichtigsten Expansionsziele seit Gründung von Linklaters & Alliance vor neun Monaten erreicht. Unsere Mandanten haben auf unsere Kooperation und deren weitere Ausdehnung äußerst positiv reagiert.“