Markt und Management

Die US-amerikanische Kanzlei Jones, Day, Reavis & Pogue erweitert ihr Büro in Frankfurt mit Eckart C. Hild und Dr. Wolfgang Stammler. Seit 1. April 1999 ist Rechtsanwalt und Notar Eckart C. Hild, der zuvor fast 20 Jahre eine eigene Kanzlei geführt hat, bei Jones Day tätig. Er verfügt über Erfahrungen in der Strafverteidigung großer Wirtschaftsstrafprozesse und Steuerstrafverfahren und wird diese Bereiche auch bei Jones Day schwerpunktmäßig betreuen.

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Die internationale Kanzlei Ashurst Morris Crisp, der weltweit 550 Berufsträger angehören, hat zwei neue Partner in ihr Frankfurter Büro aufgenommen. Der vor eineinhalb Jahren eröffnete Standort erhält damit eine Verstärkung in den Bereichen M&A und Buy-out-Transaktionen.Der Eintritt von Dr. Klaus E, Heckenroth, früher bei Haarmann Hemmelrath & Partner und zuletzt bei Andersen Freihalter, unterstreicht Ashursts Ziel, die steuerrechtlichen Aspekte vieler Transaktionen noch stärker zu bedienen. "Steuerrechtliche Fragen sind bei den meisten, wenn nicht allen unseren M&A-Beratungen ein ganz fundamentaler Bereich", kommentiert Graeme Ward, Partner und Leiter des Frankfurter Büros.

Zweigleisig

Zum 1. Juli 1999 werden die Sozietäten Sigle Loose Schmidt-Diemitz und Hasche Eschenlohr Peltzer Riesenkampff Fischötter fusionieren. Hasche Sigle Eschenlohr Peltzer verbindet sich zugleich zu einer pan-europäischen Anwaltskanzlei, der unter der Bezeichnung CMS zukünftig sechs Sozietäten angehören werden. Daß Sigle Loose Schmidt-Diemitz ehrgeizige Wachstumspläne verfolgte, galt seit längerem als ausgemacht. Vor dem Hintergrund der langjährigen Verbindung der Stuttgarter Sozietät zur britischen Top-Ten-Kanzlei Cameron McKenna wartete die Branche nur darauf, hier von einer strategischen Allianz oder Fusion zu hören. Um so mehr überraschte es, als Ende April in Berlin zeitgleich sowohl die Bildung eines Kanzleienverbundes auf europäischer Ebene als auch eine Verschmelzung von Sigle mit Hasche Eschenlohr Peltzer Riesenkampff Fischötter bekanntgegeben wurde. Mit diesem Doppelschlag wird Hasche Sigle mit nun insgesamt 220 Anwälten in neun Büros zur wohl viertgrößten deutschen Sozietät aufsteigen. Zentrale und Steuersitz der Kanzlei wird Berlin sein, wo - wie auch an den Standorten Leipzig und Frankfurt - beide Fusionspartner Büros bereits unterhielten, die nun zusammengelegt werden sollen.

Die internationale Kanzlei Freshfelds, in „strategischer Allianz“ mit Deringer, Tessin, Herrmann & Sedemund verbunden, hat unter Übernahme von vier hochrangigen Partnern aus niederländischen Kanzleien nun ein Büro in Amsterdam eröffnet. Steven Perrick kommt aus dem gesellschaftsrechtlichen Team von de Brauw; Blackstone Westbroek. Stibbe Simont (deren Fusionsverhandlungen mit Gleiss Lutz Hootz Hirsch jüngst scheiterten) verliert Peter Hendrick, Charles Langereis und Albert Jan van den Berg an den neuen Wettberwerber. Das neue Freshfields-Büro wird sich zunächst auf die Beratung im niederländischen Recht konzentrieren. Geplant ist aber, in Amsterdam auch ein Zentrum für die Steuerstrukturberatung bei grenzüberschreitenden Transaktionen zu schaffen und damit den M&A-Bereich von Deringer Freshfilds insgesamt zu stärken.

Die weltweit tätige Edelmann Public-Relations Agentur hat die Internetauftritte von 50 der 100 größten in Deutschland tätigen Kanzleien untersucht. Ein Resultat: Die besten Gesamtnoten erhielten die Seiten von Pünder, Volhard, Weber & Axster und Cameron McKenna.Die Beurteilungskriterien umfaßten neben optischen und technischen Aspekten auch den Informationswert für die Nutzer, der durch den Inhalt ebenso bestimmt wird wie durch Aktualität, Nutzerführung und die Möglichkeit zu interaktivem Arbeiten, z.B. durch Links. Bei den meisten Internetauftritten sieht die Studie deutlichen Verbesserungsbedarf gleich in mehreren dieser Kategorien.

Eine im Auftrag der International Bar Association erstellte Studie über den Anteil weiblicher Richter an ihrem Berufsstand bringt es an den Tag: Weltweit stellen Frauen weniger als 25% der Richterschaft.Dabei gibt es Ausreißer nach oben und nach unten. Ungarn und Tschechien liegen beide über 60%, Kenia bei 49%, und über 30% so unterschiedliche Staaten wie Singapur, Spanien, Schweden, Israel und die Cayman-Inseln. Schlußlichter beim Frauenanteil sind der Internationale Gerichtshof mit einem Verhältnis 1:14 und der EuGH, an dem keine einzige Frau bei der Rechtsprechung wirkt.

An den Standorten Berlin, Paris, Schanghai und Singapur sind neue Partner in die Sozietät Haarmann, Hemmelrath & Partner aufgenommen worden.Neben dem Rechtsanwalt und Notar Volker G.Heinz, der bereits im Januar Partner im Berliner Büro geworden ist, treten Dr.Stephan Busch (Berlin), Thomas Busching (Singapur), Jaques Prats (Paris) und Dr. Bernd-Uwe Stucken (Schanghai) ein.

Dorda, Brugger & Jordis

Dr. Rüdiger Malaun tritt in die Wiener Wirtschaftskanzlei Dorda, Brugger & Jordis ein. Malaun ist spezialisiert im Privatstiftungs- und Fremdenrecht und wird das Urheberrecht, Medien- und Entertainmentrecht betreuen.

Mit dem Eintritt von Dr. Eckhard Flohr hat Bender Zahn Tigges (Düsseldorf) zu Beginn des Jahres den von Namenspartner Klaus Bender seit vielen Jahren betreuten Bereich Vertriebsrecht verstärkt.Flohr war zunächst für zwei Jahre Assistent der Geschäftsführung der Thyssen'schen Handelsgesellschaft mbH in Mühlheim und war danach bis Ende Oktober letzten Jahres Partner der Bochumer Kanzlei Brammen und Kollegen. In dieser Zeit spezialisierte Flohr sich auf das Recht der Vertriebswege mit besonderem Schwerpunkt im Franchise-Recht.

Bereits zum 1. Februar ist die Düsseldorfer Sozietät Hoffmann, Liebs, Fritsch & Partner mit der alteingesessenen Berliner Kanzlei Ruhe Hirt fusioniert.Durch diesen Zusammenschluß, der den Namen Hoffmann Liebs Fritsch Ruhe führen wird, gewinnt das Berliner Büro neben der personellen Verstärkung auch ein Notariat. Darüber hinaus besteht in der Hauptstadt eine enge Kooperation mit einer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft. Der neuen Sozietät gehören insgesamt 30 Rechtsanwälte an.

Zwei prominent besetzte Konferenzen zu hochbrisanten Themen aus dem Wirtschaftsstrafrecht bietet Euroforum in Kooperation mit der Fachzeitschrift Der Betrieb Anfang Mai in Frankfurt/Neu-Isenburg: Die persönliche Haftung von Führungskräften und strafrechtliches Risikomanagement für Unternehmen.Neben gesellschafts- und zivilrechtlichen Aspekten sowie arbeits- und versicherungsrechtlichen Fragen gehören strafrechtliche Risiken und das Verhalten im Ernstfall zu den Schwerpunkten der Veranstaltung, die dazu mit Dr. Jürgen Wessing und Renate Verjans (Wessing II Verjans) sowie Prof. Dr. Franz Salditt jeweils bundesweit namhafte Strafrechtspraktiker aufbieten kann.

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