Markt und Management

Umsatz 2019

White & Case erreichte 2019 in Deutschland mehrere wirtschaftliche Bestmarken: Die Wachstumsrate beim Umsatz übertrifft deutlich das Niveau der Gesamtkanzlei und hebt den Erlös auf 163 Millionen Euro. Dadurch erklimmt die Produktivität mit rund 778.000 Euro Umsatz pro Berufsträger den zehnten Höchststand in Folge.

In Alarmbereitschaft

Die Ausbreitung des Corona-Virus wirkt sich massiv auch auf das Arbeitsleben in Kanzleien aus. Nahezu alle haben ihre Reisen auf das Notwendigste beschränkt, Veranstaltungen werden abgesagt. Die USA haben einen Einreisestopp für alle Reisen aus Europa – ausgenommen Großbritannien – verhängt. „Totale Scheiße alles“, kommentierte der Managing-Partner einer US-Kanzlei die Situation im JUVE-Gespräch.

Falsche Jura-Zeugnisse

Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt in einem Fall von möglicherweise gefälschten juristischen Examenszeugnissen. Dies hat die Behörde auf JUVE-Anfrage bestätigt. Soweit bekannt, handelt es sich um einen Mann, der im Münchner Büro von Hogan Lovells und als Syndikusanwalt in einem Unternehmen gearbeitet hat.

Nach Lexfox-Urteil

Der Rechtsausschuss des Bundestags hat heute Experten zur Modernisierung des Rechtsdienstleistungsgesetzes angehört. Konkret ging es um den Gesetzesentwurf der FDP-Fraktion, der die Geschäftsmodelle von techbasierten Rechtsdienstleistern im RDG abbilden will. Auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen soll außerdem ein Erfolgshonorar für Anwälte und eine Lockerung des Prozessfinanzierungsverbots geprüft werden.

Umsatz 2019

Die deutsche Praxis von Latham & Watkins konnte Umsatz und Produktivität im vergangenen Jahr erneut deutlich steigern, wenn auch prozentual nicht so stark wie im Jahr zuvor, als beide Werte im zweistelligen Prozentbereich zulegten. Vor allem beim Umsatz pro Berufsträger, einem Gradmesser für die Produktivität von Kanzleien, spielt Latham mit 958.000 Euro inzwischen in einer Liga, die noch vor ein paar Jahren für Spezialboutiquen wie Sullivan & Cromwell oder Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan reserviert schien.

Kapitalmarktrecht

Seit Mitte Februar ist der Kapitalmarktrechtler Walter Gapp (46) Salary-Partner bei CMS Reich-Rohrwig Hainz in Wien. Der auf Anleihen, Verbriefungen und Bankaufsichtsrecht spezialisierte Anwalt kommt von der Wiener Kanzlei Rautner, der er sich 2016 als Salary-Partner anschloss.

Umsatz 2019

CMS Hasche Sigle knüpft mit ihrem im vergangenen Geschäftsjahr erzielten Umsatz an die Rekordjahre 2015 und 2017 an: Unter dem Strich steigerte die Kanzlei ihren Umsatz um 21 Millionen Euro auf insgesamt 343,6 Millionen Euro. Das sind rund 6,5 Prozent mehr als 2018. Erstmals in ihrer Geschichte kam sie damit auf eine Produktivität von über 600.000 Euro pro Berufsträger.

Aufsichtsrecht

King & Spalding setzt in Deutschland seit Anfang März verstärkt auf die regulatorische Beratung von Finanzinstituten. Dazu holte sie in Frankfurt den erfahrenen Aufsichtsrechtler Dr. Achim Döser als Counsel an Bord. Der 51-Jährige war zuvor Partner bei BRP Renaud & Partner.

Unternehmenssanktionen

Die Große Koalition hat sich auf die Eckpfeiler zum Unternehmenssanktionsgesetz geeinigt. Nun soll der Entwurf in den betroffenen Verbänden diskutiert werden. Ein für Berater und Rechtsabteilungen ganz entscheidender Punkt ist allerdings noch offen: Wie klar sollen die Mandate bei Unternehmensverteidigung und interner Ermittlung künftig getrennt sein?

Umsatz 2019

Heuking Kühn Lüer Wojtek hat ihren Umsatz auf fast 200 Millionen Euro gesteigert. Grund für das gute Ergebnis ist der erneut gewachsene Mittelbau, mit denen die Kanzlei als Unterauftragnehmer von Freshfields Bruckhaus Deringer aktuell Erfahrung in Masseverfahren aufbaut – ein Bereich, der deutlich zum Umsatzplus beigetragen hat.