Markt und Management

Entwurf in der Diskussion

Das Bundesjustizministerium hat den lange erwarteten Referentenenwurf zum „Gesetz zur Bekämpfung der Unternehmenskriminalität“ vorgelegt. Das Papier, das JUVE vorliegt, umfasst insgesamt 147 Seiten und soll die „Ahndung von Verbandsstraftaten auf eine neue Grundlage stellen“. Derzeit wird der Entwurf in den Ressorts abgestimmt und soll veröffentlicht werden, wenn er an Länder und Verbände geht. Der Entwurf kursiert jedoch bereits in etlichen Fraktionen, Gremien und Interessensverbänden und wird kontrovers diskutiert. JUVE hat zu neuralgischen Punkten des Entwurfs mit Praktikern und Wissenschaftlern gesprochen.

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Management-Interview mit Luther

Luther hat erneut einen beachtlichen Umsatzsprung hingelegt: 27 Prozen waren es im Vorjahr, diesmal sind es fast 31 Prozent. Das Ergebnis erreichte den Rekordwert von 190,2 Millionen Euro. JUVE sprach mit Co-Managing-Partnerin Elisabeth Lepique über die Neuaufstellung in Frankfurt und was zu der Umsatzsteigerung geführt hat.

Wieder Rekord

Luther konnte das Umsatzplus von 27 Prozent aus dem Vorjahr nochmals toppen. Im aktuellen Geschäftsjahr steigerte sie das Ergebnis um 30,9 Prozent auf den Rekordwert von 190,2 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 44,9 Millionen Euro. Das große Wachstum liegt vor allem am rasanten personellen Ausbau mit Projektjuristen, geht aber auch auf Produktivitätsgewinne zurück.

Lieblingsgegner VW

Nachdem Christopher Rother Hausfeld im Januar überraschend verlassen hat, wussten auch viele frühere Wegbegleiter nicht, was er treibt. Nun ist er wieder da, und er bleibt sich treu: Als Gründer des Prozessfinanzierers Profin will er Verbrauchern zu Schadensersatz im Zuge der VW-Dieselaffäre verhelfen. Er ist damit nicht der einzige. Unter Kanzleien und Finanzierern ist ein Wettlauf entbrannt: Wer holt die meisten der 430.000 Kläger aus der Musterklage gegen VW wieder heraus, um sie für aussichtsreichere Einzelklagen zu gewinnen? Die Uhr tickt: Nach dem Prozessauftakt am 30. September ist ein Wechsel nicht mehr möglich.

Ausbau in Stuttgart

Flick Gocke Schaumburg treibt den Ausbau ihres neuen Stuttgarter Standorts voran. Anfang September steigt Matthias Helke als Equity-Partner bei der steuerzentrierten Kanzlei ein. Helke war zwischen 2012 und 2018 Regionalleiter Tax Südwest bei KPMG.

Inhouse

Dr. Esther Hackl ist neue General Counsel der Online-Kreditplattform Auxmoney in Düsseldorf. Die 36-Jährige übernahm die Position von Dr. Malte Schafstedde, der das Unternehmen verlassen hat. Zuvor war Hackl Principal Associate bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Frankfurt.

JUVE Awards 2019

Die Nominierten der JUVE Awards 2019 stehen fest. Am Ende der umfassenden Recherche für das JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien 2019/2020 gibt die Redaktion die nominierten Kanzleien in den 15 Kategorien bekannt. Außerdem haben jeweils fünf Inhouse-Teams in drei weiteren Preiskategorien die Chance auf eine Trophäe. Die Gewinner werden am 24. Oktober bei einer feierlichen Preisverleihung in Frankfurt bekannt gegeben.

Prozessfinanzierung

Prozessfinanzierer Burford Capital, hierzulande bekannt für die Finanzierung der von Hausfeld betriebenen Diesel-Massenklagen gegen Volkswagen, hat Ärger. In einem Bericht ging der US-Leerverkäufer Muddy Waters mit den Geschäftspraktiken des Litigations-Funders hart ins Gericht. Infolgedessen brach Burfords Aktienkurs ein. Nun wehrt sich Burford gegen die Vorwürfe und spricht selbst von Marktmanipulation.

Inhouse

Beim Versicherungskonzern Zurich verantwortet Michael Reuter als neuer General Counsel nun die Arbeit der Rechtsabteilung. Er steigt damit intern auf und übernimmt die Position von Stefanie Reichel. Die 47-Jährige wechselte auf die neu geschaffene Position des Chief Compliance Officer und Head of Compliance and Corporate Security bei Vodafone.

Interview mit Hanno Berger

Viele halten ihn für den Mastermind hinter den Cum-Ex-Deals, die mittlerweile als einer der größten Steuerskandale der deutschen Geschichte gelten. Im Interview mit JUVE Steuermarkt antwortet Dr. Hanno Berger seinen Kritikern – und nimmt Stellung zum jüngsten Urteil des Finanzgerichts Köln in Sachen Cum-Ex.

Dritte Insolvenz

Es ist das dritte Mal in vier Jahren: Der Kettcar-Hersteller Kettler ist erneut insolvent. Das Amtsgericht Arnsberg hat dem Antrag auf ein Verfahren in Eigenverwaltung für die Gesellschaften Kettler-Freizeit und Kettler-Plastics entsprochen und Georg Kreplin von Kreplin & Partner als Sachwalter bestellt. Als Beraterin wurde die Düsseldorfer Kanzlei Lambrecht mandatiert. Das letzte Insolvenzverfahren hatte Kettler erst im vergangenen Jahr hinter sich gebracht. Nach Meinung der Geschäftsführung waren dabei aber nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden.