Markt und Management

Bremen

Zum Jahreswechsel verlassen die drei Partner Dr. Alexander Hardt (47), Eckhard Strohkirch (50) und Hermann Ströver (60) sowie die zwei Associates Dr. Jan Witter (36) und Michael Nitschke (36) die Bremer Kanzlei Kessler & Partner. Sie machen sich unter S2H Ströver Strohkirch Hardt vor Ort selbstständig. Zeitgleich scheidet auch Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Michael Carl bei Kessler aus und ist künftig in eigener Kanzlei tätig.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Abgasskandal

Neue Details in der Aufarbeitung der VW-Abgasmanipulationen: Der im Zuge des Skandals vor wenigen Wochen zurückgetretene VW-Chef Martin Winterkorn hat nach JUVE-Informationen einen zweiten Anwalt an seine Seite geholt, den renommierten Strafrechtler Dr. Felix Dörr aus der Sozietät Dr. Felix Dörr & Kollegen. Winterkorns Suche nach Rechtsbeistand ist damit aber noch nicht beendet, JUVE-Informationen zufolge hält er auch in den USA Ausschau nach einem Anwalt.

Insolvenzberatung

Die Insolvenzkanzlei Buchalik Brömmekamp ist weiter auf Wachstumskurs. Sie hat mit Dirk Eichelbaum (51) zum zweiten Mal im laufenden Jahr ihre Partnerriege erweitert und ist durch den Neuzugang nun auch in Stuttgart vertreten. Eichelbaum wechselte zum November von Derra Meyer & Partner.

Bank- und Finanzrecht

Okko Behrends (50) ist zum November als Partner im Frankfurter Büro bei DLA Piper eingestiegen. Der anerkannte Kapitalmarktrechtler wechselte von Latham & Watkins. Ob ihm weitere Anwälte folgen, ist nicht bekannt. Besonders eng arbeitet er seit vielen Jahren mit dem Counsel Frank Bierwirth zusammen, der Behrends auch 2013 bei dessen Wechsel von Allen & Overy zu Latham folgte.

Düsseldorf

Mit dem Zugang von Dr. Kerstin Pallinger hat Mütze Korsch erstmals eine auf Kartellrecht spezialisierte Partnerin bekommen. Die 43-Jährige wechselte zum November von Hogan Lovells, wo sie zuletzt als Counsel gearbeitet hatte. Bei Mütze Korsch ergänzt sie künftig ein Team von Quereinsteigern, das sich der Kanzlei im Frühjahr angeschlossen hatte und Compliance-Mandate für einige namhafte Unternehmen führt.

Neuer Standort

Thomas Weimann (51), lange Jahre Leiter der Düsseldorfer Litigation- und Dispute-Resolution-Praxis von Clifford Chance, ist zum November zu Herbert Smith Freehills gewechselt. Der bekannte Prozess- und Schiedsrechtler wird zunächst von Frankfurt aus tätig sein. Die Kanzlei plant aber, Anfang 2016 ein Büro in Düsseldorf zu eröffnen. Weimann war zuletzt in eigener Kanzlei tätig, nachdem er Clifford erst vor einem knappen halben Jahr verlassen hatte.

Strafrecht

Ende März wird Köln um eine renommierte Strafrechtskanzlei ärmer sein. Prof. Norbert Gatzweiler und Gaby Münchhalffen beenden ihre Tätigkeit und schließen ihre gemeinsame Kanzlei.

Neue Chancen

Der Fall Volkswagen hat einmal mehr gezeigt: Kein Unternehmen ist davor gefeit, von jetzt auf gleich in eine globale Krise zu stürzen. Auch wenn sich in vielen Unternehmen inzwischen Unternehmensjuristen, Manager und Compliance-Verantwortliche darum bemühen, das Risiko möglichst gering zu halten, ist das Bedürfnis, sich abzusichern in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Kanzleien stellen sich immer besser darauf ein – mit ganz unterschiedlichen Ansätzen.

Umbau

Die Deutsche Bank treibt unter ihrem Co-Vorstandsvorsitzenden John Cryan den Umbau in der erweiterten Führungsriege voran. Nach JUVE-Informationen steht nun die neue Spitze der Rechtsabteilung in Deutschland fest. Zudem wurden zusätzliche rechtliche Verantwortungsbereiche auf Produktebene sowie für globale Zentralfunktionen installiert. Ziel des Umbaus dürfte es sein, transparentere Verantwortlichkeiten zu schaffen.

Mehr Vielfalt

Wenn es schon sonst mit der Diversity in der Wirtschaft hapert, so wird immerhin die juristische Beraterlandschaft vielfältiger. Für Unternehmen sind es gute Zeiten, denn selten hatten sie so viel Auswahl wie jetzt. Für Kanzleien hingegen stellen sich neue strategische Fragen, um im zunehmenden Wettbewerb zu bestehen. Noch profitieren sie davon, dass die meisten ihrer Mandanten am Bewährten festhalten – ein Zustand, der sich schnell ändern kann.