Markt und Management

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Kommentar

Das überrascht den Anwaltsmarkt: Nicht die langjährigen Prozessanwälte der Deutschen Bank – die Hengeler-Partner Heckel und Meier sowie der Gleiss Lutz-Anwalt Röckrath – beenden den Streit mit der Kirch-Seite, sondern Linklaters bringt den Vergleich über die Ziellinie. Hengeler berät künftig nur noch den ,Beklagten zu 2‘, den Ex-Bankchef Dr. Rolf Breuer.

Sberbank

Die in Wien angesiedelte Europazentrale der russischen Sberbank hat sich seit dem Erhalt der Vollbanklizenz im vergangenen Sommer einem klaren Aufbaukurs verschrieben. Der betrifft auch die Rechtsabteilung: Sie wurde im Oktober 2013 neu zusammengesetzt und wird zum Frühjahr zehn Juristen umfassen.

Nach Kirch-Prozess

Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen amtierende und frühere Führungskräfte der Deutschen Bank im Kirch-Komplex richten sich nun auch gegen die ehemaligen Anwälte der Bank. In der vergangenen Woche wurden in diesem Zusammenhang das Frankfurter Büro von Hengeler Mueller und der Münchner Standort von Gleiss Lutz durchsucht. Die Durchsuchung bestätigte Hengeler gegenüber JUVE, Sprecher der Kanzleien äußerten sich aber nicht näher zu den erhobenen Vorwürfen.

Weitere Expansion

Die Nürnberger Arbeitnehmerkanzlei Arbeitsrecht für Arbeitnehmer (AfA) eröffnet zum April ein Büro in Frankfurt. Damit ist die Kanzlei neben Nürnberg, Bamberg und Rostock an vier Standorten präsent.

Erzwungener Abschied

Das Ausscheiden des ehemaligen Lanxess-Chefs Axel Heitmann war nicht einvernehmlich: Heitmann verlor Ende Januar seinen Posten als Vorstandsvorsitzender des Chemie-Konzerns, kurz darauf verzichtete er auf 8,5 Millionen Euro Abfindung. Gestützt auf ein Gutachten von Hengeler Mueller soll der Rechtschef von Lanxess gedroht haben, Heitmann anderenfalls fristlos zu kündigen und öffentlich zu machen, dass dieser sich Umbaukosten für sein Privathaus zahlen ließ.

Berlin

Zum März hat sich Dr. Nicolai von Holst dem Rechtsberatungsarm der Wirtschaftprüfungsgesellschaft Deloitte, hierzulande unter Raupach & Wollert-Elmendorff firmierend, in Berlin angeschlossen. Der 46-Jährige kam von GSK Stockmann + Kollegen, wo er zuletzt Local-Partner war. Bei Deloitte steigt er in einer vergleichbaren Position ein.

Einstiegsgehalt

Die großen österreichischen Wirtschaftskanzleien sind in Sachen Juristengehälter viel weniger transparent als ihre deutschen Wettbewerber. Berufseinsteiger werden in Österreich individuell sehr unterschiedlich bezahlt. Je nach Kanzlei, Rechtsgebiet und Qualifikationsprofil liegt das Einstiegsgehalt zwischen 2.000 und 4.000 Euro im Monat, bei 14 Gehaltszahlungen pro Jahr.

Kooperation

Jerzy Montag, bis zur letzten Bundestagswahl Abgeordneter und rechtspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, hat sich Mitte März als Kooperationspartner der Kanzlei Knierim Huber angeschlossen. Der 67-Jährige wird vom Berliner Büro der Sozietät aus tätig sein, aber auch von München aus agieren.