Markt und Management

Banken

Seit Anfang November ist Dr. Christian Weber neuer Leiter Recht bei Hauck & Aufhäuser Privatbankiers in Frankfurt. Der 42-Jährige kam von der Commerzbank. Weber folgt auf Martin Zeil, der im Oktober 2008 zum bayrischen Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie berufen wurde.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Berlin

Der ehemalige langjährige Managing Partner von Linklaters Markus Hartung macht sich mit einer eigenen Kanzlei und einer Strategieberatung selbstständig. Der 51-jährige Prozess- und Schiedsrechtler verlässt Ende dieser Woche die UK-Kanzlei.

Frankfurt

SKW Schwarz baut ihr Frankfurter Büro weiter aus. Zum Dezember kommt Matthias Götz als Partner von Kaye Scholer. Der 50-Jährige verfügt sowohl über langjährige Erfahrung im operativen Investmentbanking als auch als Rechtsanwalt.

Frankfurt

Die Frankfurter Kanzlei Thum & Cie hat sich im Oktober mit dem Steuerrechtler Prof. Dr. Utech verstärkt. Der 65-Jährige leitete bislang die Abteilung Tax Engeneering bei der Landesbank Hessen Thüringen und steigt bei Thum als of Counsel ein.

  Juve Plus

Der Volkswagen-Konzern hat Forderungen im Volumen von gut 519 Millionen Euro verbrieft. Dafür begab die Tochtergesellschaft VW Leasing mit Autoleasingforderungen besicherte Anleihen, begleitende Emissionsbanken waren JP Morgan und die WestLB. Die Transaktion gehört zu den ersten öffentlichen Platzierungen von mit Forderungen besicherten Wertpapieren, sogenannten Asset Backed Securities (ABS), seit dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers. Die Emission fiel aufgrund starker Nachfrage höher als erwartet aus, ursprünglich wollte sich VW 475 Millionen Euro am Markt besorgen.

Die Rettungsbemühungen für das in die Insolvenz gerutschte Versandhaus Quelle waren vergebens, das traditionsreiche Fürther Unternehmen wird abgewickelt. Der Hamburger Handelskonzern Otto hat bereits das Quelle-Markenportfolio und das Russland-Geschäft übernommen. Zuvor hatte der Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg den Verkauf der Sparte Primondo für endgültig gescheitert erklärt. Zu Primondo, der Dachgesellschaft aller Versandhandelsmarken im insolventen Arcandor-Konzern, gehören neben Quelle unter anderem auch die profitablen und nicht von der Insolvenz betroffenen Spezialversender Baby Walz, Hess Natur und der Verkaufssender HSE 24. Für die defizitäre Quelle-Gruppe bedeutet dies das Ende, der Rest Primondos soll in Einzelteilen verkauft werden. Otto, die sich das Quelle-Markenportfolio und das Russland-Geschäft sicherten, setzte sich in einem offenen Bieterverfahren gegen zahlreiche Wettbewerber durch, darunter dem Vernehmen nach auch der Handelskonzern Metro und das Versandhaus Klingel. Der Hamburger Handelsriese erwarb die Rechte an den Marken 'Quelle' sowie 'Privileg' und kann damit künftig in Deutschland, Russland und weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern die Marken, Logos und meisten Internet-Domains von Quelle nutzen. Nicht beinhaltet im Kaufvertrag ist die Übernahme der Marken 'Küchen Quelle' und 'Foto Quelle'. Die Kartellbehörden müssen die Transaktion noch genehmigen. Vor der Abwicklungsentscheidung hatte es für Primondo zuletzt vier Interessenten gegeben, als aussichtsreichster Käuferkandidat für die komplette Gruppe galt dem Vernehmen nach der US-Finanzinvestor Texas Pacific Group (TPG). Das Private-Equity-Haus Golden Gate Capital soll vornehmlich am Shoppingsender HSE24 interessiert gewesen sein, auch die Beteiligungsgesellschaft Cerberus habe mit dem Insolvenzverwalter Gespräche geführt, heißt es in Presseberichten. Der Investor Sun Capital, dem der Quelle-Rivale Neckermann gehört, hatte sich bereits zuvor aus dem Verkaufsprozess zurückgezogen. Die Investmentbank Metzler betreute den Verkaufsprozess. Für Quelle kommt nun ein schnelles Ende. Bereits in den kommenden Wochen wird das 82 Jahre alte Unternehmen vom Markt verschwinden, Tausende Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz noch vor Weihnachten. Als wesentliche Ursachen für den Quelle-Untergang sieht Insolvenzverwalter Görg den Kundenverlust der vergangenen Monate sowie gescheiterte Factoring-Vereinbarungen. Die Banken hätten die für Quelle lebensnotwendige Vorfinanzierung von Ratenkäufen, das sogenannte Factoring, nicht mehr über das Jahresende garantiert, so Görg. Die Quelle-Hausbank Valovis (früher Karstadt Hypothekenbank) erklärte dagegen, sie hätte das Factoring auch im kommenden Jahr weiterführen wollen und wies die Verantwortung der Commerzbank und der BayernLB zu, die sich zuletzt auch auf politischen Druck am 300 Millionen Euro schweren Factoring beteiligt hatten. Quelle hatte zuvor schon zweimal kurz vor dem Aus gestanden. Görg hatte die Factoring-Vereinbarungen dabei beide Male nur mit Mühe und zum Teil staatlicher Hilfe verlängert. So trug auch ein staatlicher Massekredit von 50 Millionen Euro maßgeblich zum Überleben bei. Die Quelle-Muttergesellschaft Arcandor hatte mitsamt seiner Töchter Primondo, Quelle und Karstadt im Juni Insolvenz angemeldet.

Gewählt

Graf von Westphalen hat eine neue Doppelspitze. Auf der Partnerversammlung Anfang November wurden Christof Kleinmann (43) und Dr. Robert Theissen (41) als neue Managing Partner gewählt. Sie folgen auf Dr. Barbara Mayer und Dr. Carsten Bittner, die sich beide nicht mehr zur Wahl gestellt hatten.

Management

Die Partnerversammlung von Heuking Kühn Lüer Wojtek hat den Gesellschaftsrechtler Dr. Andreas Urban zum neuen Managing Partner der Sozietät gewählt. Der 53-jährige Düsseldorfer Partner hat dieses Amt für die kommenden drei Jahre inne.

Stuttgart

Die angesehene Stuttgarter Kanzlei Bongen Renaud & Partner verliert zum Ende des Jahres einen ihrer Gründer und Namensgeber. Dr. Wolfgang Bongen (63) geht Anfang 2010 zu Wahlert Rechtsanwälte. Mit ihm wechseln Martina Bongen (52), Tobias Scholl (52), Bernd Resemann (62) und Caroline Schempp (28) die Sozietät.

Verbände

Spätestens zum April nächsten Jahres wird Dr. Andreas Zuber neuer Geschäftsführer der Abteilung Recht, Finanzen und Steuern beim Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Der 40-Jährige folgt auf Klaus-Dieter Morell, der in den Ruhestand geht.

Hamburg

Sesselwechsel bei der Hamburger Kanzlei KAHB Kruhl Arends Hofert Bergemann: Zum Jahreswechsel verlässt der Gründungspartner und Immobilienrechtler Dr. Karsten Kruhl die Kanzlei.

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