Markt und Management

Ausbau

Zum September wechselt Dr. Arne Lawall in die deutsche Rechtsabteilung der US-Investmentbank Goldman Sachs. Der 36-Jährige kommt aus dem Frankfurter Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer, wo er derzeit als Associate in der Bank- und Finanzpraxis arbeitet. Bei Goldman wird Lawall dem Vernehmen nach den weiteren Ausbau der Segmente Kapitalmarktrecht und strukturierte Finanzierungen verantworten. Er steigt als sogenannter Executive Director and Counsel ein, was einer Position in der mittleren Hierachieebene entspricht.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Management

Milbank Tweed Hadley & McCloy hat Ende Juli ihr weltweites Executive Committee erweitert. Der Münchner Partner Dr. Norbert Rieger (45) wurde im Zuge dessen für die Dauer von drei Jahren in das mittlerweile fünfköpfige Gremium gewählt. Neben vier New Yorker Partnern ist der renommierte Gesellschaftsrechtler damit der einzige ausländische Anwalt im Management der US-Kanzlei.Bis zur diesjährigen Wahl bestand das Executive Committee aus dem Milbank-Chairman Mel Immergut sowie zwei weiteren Mitgliedern. In der erweiterten Struktur findet sich nun neben Corporate-Partner Immergut die neu geschaffene Position des Vice-Chairman, die der Litigation-Partner Scott Edelman innehat. Als weitere Mitglieder neben Rieger gehören Dennis Dunn, der die Restrukturierungspraxis leitet, sowie der Praxisgruppenleiter für Transportation Finance, Drew Fine zu dem Gremium.

Arbeitsrecht

Der Arbeitsrechtler Thomas Dick, einer der Namenspartner der Darmstädter Kanzlei BDH Beckers Dick & Kollegen, wechselt Ende September in das Frankfurter Büro von Avocado Rechtsanwälte. Der 47-Jährige war vor neun Jahren als Equity-Partner zu BDH gekommen und seitdem für den Bereich Arbeitsrecht verantwortlich.Die Trennung von der auf IT-Recht spezialisierten Kanzlei erfolgte einvernehmlich und ist auf fehlende Synergien zurückzuführen: "In den letzten Jahren hat sich mein Geschäft immer mehr in den Projektbereich, insbesondere in Richtung Unternehmens-Umstrukturierungen bewegt", sagte Dick. "Ich bin deshalb froh, dass ich bei Avocado auf gesellschaftsrechtliche Expertise zurückgreifen kann."

Kartellrecht

Shearman & Sterling verliert zum September ihre beiden Brüsseler Kartellrechtspartner. Annette Schild (48) und Silvio Cappellari (41) wechseln vor Ort zu der angesehenen US-amerikanischen Kanzlei Arnold & Porter. Beide gehören zum etablierten Kreis der Brüsseler Kartell- und Europarechtler, Mitte 2001 waren sie von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton gewechselt, um für Shearman die Brüsseler Präsenz aufzubauen.

Verhärtete Fronten

Zwei Salary-Partner aus dem Düsseldorfer Büro von Clifford Chance klagen vor dem Arbeitsgericht gegen die Kanzlei, weil sie im Zuge von Umstrukturierungen in der Partnerschaft gebeten worden seien, die Kanzlei zu verlassen. Wie aus dem Markt bekannt wurde, vertritt der Düsseldorfer Arbeitsrechtler Prof. Dr. Michael Kliemt die beiden Anwälte, während Clifford demnach auf den Gleiss Lutz-Arbeitsrechtler Dr. Martin Diller setzt.

JUVE Awards 2009

Die Nominierten der JUVE Awards 2009 stehen fest. Grundlage der Nominierungen sind die umfangreichen Recherchen der JUVE Redaktion für das JUVE Handbuch. Die Redaktion stützt ihre Auswahl auf Informationen aus mehreren Tausend Gesprächen und schriftlichen Befragungen von Mandanten, Partnern, Nachwuchsanwälten und Richtern. In diesem Jahr kamen so während der Recherche für das JUVE Handbuch 2009/10 mehr als 19.000 Kontakte zusammen. Bei der Auswahl der Preisträger achtet die JUVE Redaktion besonders auf Einschätzungen, die sich nicht nur auf fachliche Kompetenz, sondern auch auf strategische Ausrichtung, Serviceorientierung und Zukunftspotenzial beziehen.

Trennung

Die auf Öffentliches Wirtschaftsrecht ausgerichtete baden-württembergische Kanzlei Wurster Wirsing Schotten hat sich Mitte August getrennt. Ein Teil der Sozietät firmiert künftig unter Schotten Fridrich Bannasch mit Sitz in Freiburg, während der andere Teil als Wurster Wirsing Kupfer Büros in Freiburg und Stuttgart unterhält.Die Gründungspartner von Schotten Fridrich Bannasch, Thomas Schotten (44), Alexandra Fridrich (41) und Till Banasch (41), gehörten rund zehn Jahre Wurster Wirsing und deren Vorgängerkanzlei an.

Schaeffler/Conti-Streit

Investorenvereinbarungen bei Unternehmensübernahmen werden ein gängiges Instrument bleiben. Daran ändert auch die hitzige Diskussion über den Vertrag zwischen Schaeffler und Continental nichts, meint Dr. Arndt Stengel von Clifford Chance. „Der aktuelle Einzelfall ist kein Maßstab dafür, was bei freundlichen Übernahmen sinnvoll ist", so Stengel."Investorenvereinbarungen sind bei öffentlichen Übernahmen üblich. Im Regelfall ziehen der Vorstand der Gesellschaft und der Investor am selben Strang und der Investor erwirbt – anders als im genannten Fall – eindeutig die Kontrolle.“ Der Vorstand wolle mit einer Investorenvereinbarung absichern, welche Absichten der Investor verfolgt. Er muss prüfen, ob die Absichten im Unternehmensinteresse liegen, etwa dann, wenn er entscheidet, ob er eine Due Diligence-Prüfung zulässt. „Die Vereinbarung ermöglicht die Selbstbindung gegenüber der Öffentlichkeit. Ein Investor, der sich nicht an die Vereinbarung hält, macht sich für die Zukunft unglaubwürdig“, so Stengel.

Frankfurt

Dewey & LeBoeuf hat ihr Bank- und Kapitalmarktrechtsteam mit Raphael Pasiek aufgestockt. Der 38-Jährige kam Anfang der Woche aus der Rechtsabteilung der Landesbank Berlin (LBB), wo er in den vergangenen beiden Jahren mit Schwerpunkt im Kapitalmarktrecht tätig war. Pasiek ist bei Dewey als German Counsel eingestiegen, was der Stellung eines Counsels in anderen Sozietäten entspricht.Vor seinem Wechsel zur LBB war Pasiek als Associate bei SJ Berwin und Clifford Chance tätig. Bei Clifford gehörte er dabei unter anderem zu einem Team, das den Siemens-Konzern 2006 bei einer milliardenschweren Schuldverschreibung betreute. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen bei strukturierten Finanzierungen und im Fremdkapitalmarktrecht.

IT-Recht

In Speyer ist seit August unter dem Namen MH Rechtsanwälte eine neue IT-Rechts-Boutique am Markt. Gründer sind Jan Morgenstern (33) und Dr. Caroline Hevert (33), die neben dem IT-Recht auch im Markenrecht tätig ist. Beide waren zuvor Associates in der Heidelberger Kanzlei Dr. Erben. In der neuen Einheit konzentrieren sie sich auf IT-rechtliche Themen wie Software- und IT-Vertragsrecht, IT-Vergabe, E-Commerce und Online Marketing.

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